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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.03.2005

Franka Potente in Creep
Gerlinde Behrendt

Filmemacher Christopher Smith versucht, das Splattergenre europäisch umzudeuten



Die Modedesignerin Kate (Franka Potente) flüchtet nach einer misslungenen Fashion - Party vor einem Verehrer, sie möchte unabhängig sein und fährt daher mit der U-Bahn. Es ist spät, sie ist müde und schläft ein. Als sie wach wird, ist die letzte U-Bahn schon durchgefahren. Das Schlimmste ist nur, dass der Bahnhof schon verschlossen ist. Es ist kein Personal mehr da, aber sie hört Schritte. Zuerst findet sie ein obdachloses Paar, das sich hier unten eingerichtet hat. Als ein Angestellter einer Überwachungsfirma erst verschwindet und später tot aufgefunden wird, ist der Schrecken groß.
Franka Potente spielt die Rolle - wie gewohnt - die das Tempo des Films vorgibt. Diesmal nicht so sehr durch ihr Gerenne - Musik und fein dosierte Bedrohlichkeitselektronik untermalen Franka Potentes Atmen, das ist der klaustrophobischste Effekt im Film. Der Film richtet sich an Splatter-Fans. Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen: die bedrohlichen Situationen werden größer, aber der Mensch will sich einfach nicht mehr anständig fürchten. Die Mittel müssen also noch härter werden. Das dachte sich wohl der englische Regisseur Christopher Smith, er ist angetreten, das Gruseln neu zu erfinden. Kein vorhersehbarer Teenagersex Bestrafungshorror mehr - sondern Hardcore Splatter vom Feinsten. Wie fein? Fäkalien, Ratten, Krätze, geschmacklose Mode, vor nichts darf man sich gruseln. Europäischer Realismus ist angesagt, keine fürchterlich künstlichen Special Effects mehr!

Es gibt ihn - zumindest in dem Film, der Creep existiert. Im wirklichen Leben sind es doch die stillen, netten Kerle, die plötzlich bedrohlich werden. Und an den alltäglichen Horror hält sich die Figur Kate zuerst: Klaustrophobische Zustände in der im Tunnel stehengebliebenen U-Bahn, Angst vor Vergewaltigung, Ärztehorror. Bis das wahre Monster kommt.
Unter dem Eindruck des Frauentags sei angemerkt: In dem Film sterben mehr Männer als Frauen, aber die Frauenopfer sind wesentlich eindrucksvoller. Das ist das Cliché. Andereseits: der Mann, der potentielle Vergewaltiger, muss als erstes dran glauben. Ebenso der Macho und Rassist, aber es kommt natürlich immer schlimmer, eigentlich bleibt kaum jemand am Ende übrig... bis auf... aber sehen Sie selbst!

CreepGB/D 2004, Dolby Digital, Cinemascope, 83 Min.
Besetzung: Franka Potente, Jeremy Sheffield, Paul Rattray
Regie: Christopher Smith, Produzenten: Julie Baines, Jason Newmark

Kultur Beitrag vom 09.03.2005 Gerlinde Behrendt 

   




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