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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.01.2004

Berliner Chic - Werkmeister -Junophoto. Im Ephraim Palais
Sabine Grunwald

Im Rahmen der dritten Saison von "Berliner Chic" werden die Berliner ModedesignerInnen "Werkmeister" und die visuellen KünstlerInnen Julia Nowak und Dmitri Katz vom 16.1. bis 16.05.2004 präsentiert



Berliner Chic:
Die neue Kollektion der Ausstellungsreihe "Berliner Chic" präsentiert sich mit 15 Kostümen. Sie dokumentiert die entgegengesetzte Entwicklung in der Damen- und Herrenmode des 19. Jahrhunderts.
Während die Frauenkleidung mit Formenreichtum prunkte, entwickelte sich der moderne Herrenanzug geradlinig und direkt. Wurden um 1850 noch Farbtupfer akzeptiert, steht am Schluss der Entwicklung der dreiteilige schwarze Herrenanzug.

Die Frauenmode um 1810 präsentiert sich mit einem Empirekleid, mit kurzem Oberteil und hochangesetzter Taille. 1828-30 war Biedermeier en vogue, mit angekrausten angesetzten Röcken und Keulenärmeln. Die Krinoline wurde von dem sogenannten Prinzesskleid abgelöst. Die Silhouette der Frau erschien schlanker und beweglicher. Um 1885 beeinflußte der Historismus die Mode. Gezeigt wird ein prächtiger Samtmantel mit Pelzkragen. Die Ärmel des Mantels sind an den Rücken angeschnitten und erlauben der Trägerin wenig Bewegungsfreiheit. Dies zeigt deutlich die starren Konventionen, denen die Frauen des Großbürgertums ausgesetzt waren.
Um 1910 ging der Trend zu einer sachlichen und bequemen Frauenkleidung, wie ein Modell aus dem Modehaus Gerson illustriert.
Nach dem ersten Weltkrieg setzte sich eine moderne und zeitgemäße Frauenkleidung durch. Die gerade gearbeiteten, untaillierten und wadenlangen Kleider, die sowohl abends beim Tanz als auch tagsüber im Büro den Stil bestimmten, symbolisierten die veränderte gesellschaftliche Stellung der Frau.
Weitere Informationen zu Berliner Mode von 1820 bis 1990 finden Sie
hier.

Junophoto: Experimentelle Modefotografie
Julia Nowak und Dmitri Katz haben ein fotografisches Essay über die Couture jüdischer Modehäuser in Berlin von 1880 bis 1930 erarbeitet. Ihre Fotografien einiger weniger, noch erhaltener Original-Modelle aus den berühmten Mode- und Warenhäusern Hermann Gerson, V. Manheimer und A. Wertheim wurden mit einer Agfa Kamera aus den 30er Jahren aufgenommen. Mittels digitaler Bildbearbeitung werden die Modelle mit Illustrationen, Berliner Motiven und Texten verbunden. Ihre 5 poetischen Fotomontagen mit Modellen aus dem Hause Gerson und Wertheim wollen zur Reflexion über das Schicksal dieser Modehäuser anregen.
Werkmeister: Modedesign 1998-2003
Die von der Gruppe Werkmeister präsentierten Stücke aus unterschiedlichen Projekten und Kollektionen werden skulptural inszeniert. Der erste Eindruck einer scheinbar zufälligen Anordnung und Unfertigkeit soll die Sinne öffnen für eine Szenerie, die sich mit Leichtigkeit und Ironie über die herkömmliche museale Präsentation hinwegsetzt. Erst auf den zweiten Blick verbinden sich die Exponate über ihren inhaltlichen Bezug zu thematischen Gruppen. Die Kleidung ordnet sich nicht den Figurinen unter, sondern überträgt ihre Eigendynamik auf den Raum. Mittels abstrakter Raumelemente wird sie fortgesetzt, weitergetragen und gebrochen.
Die Kleidungsstücke von Werkmeister orientieren sich nicht an den Konventionen der Konfektion. Ihre Arbeiten entstehen vor dem Hintergrund eines reichen Fundus von Geschichte Kultur und Kunst. Sie setzten sich immer wieder mit angrenzenden Bereichen auseinander. Ihre Entwürfe gehen teilweise über die alltäglich tragbare Kleidung hinaus.
Das Design lebt von kalkulierten Brüchen, ironischen Spielereien und facettenreicher Gestaltung. Die Formgebung beinhaltet expressive Schnittführung, körperbetonte Silhouetten und reiche Drapierung. Eingefahrene Sehgewohnheiten werden durch asymmetrische Linien und Stilbrüche gebrochen.
Bekanntes wurde in Frage gestellt und "Klassiker" aktualisiert. Überraschungen in der Ver- und Überarbeitung sind Programm.
Farben und Garne werden affektiert, nostalgisch, elegant, barock, subtil, oder auch mal wild in Szene gesetzt.
Das Designer-Trio Martina Fuchs, Maren Lass und Hans-Georg Krampe aus der Modeklasse von Vivienne Westwood versteht sich als Modelabel und Plattform für junge DesignerInnen, KünstlerInnen und HandwerkerInnen.




Museum Ephraim-Palais
Poststraße 16
10178 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
3 €/1,50 Euro, Mittwoch freier Eintritt
Ausstellungsdauer: 16. Januar bis 16. Mai 2004
Weitere Informationen im Netz unter:
www.werkmeister-welt.de
www.junophoto.net
www.stadtmuseum.de


Kultur Beitrag vom 19.01.2004 Sabine Grunwald 

   




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