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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.01.2004

Love Affairs. Eine Ausstellung in der ifa-Galerie-Berlin
Sabine Grunwald

Die Liebe ist ein universelles Thema. Behandelt, beschrieben und verarbeitet in den Medien, der Kunst und im alltäglichen Leben. 4 KünstlerInnen präsentieren ihre Sichtweisen vom 16.01.-14.03.2004



"Love Affairs" - Liebesgeschichten bestimmen unser Leben, Fühlen, Denken und Tun fast immer und überall: Ob sie nun glücklich verlaufen oder schmerzhaft enden. Manche währen nur einen Augenblick lang, oder erweisen sich als Traum, der in der harten Realität keinen Bestand hat.

Die Ausstellung wurde von der in London lebenden iranisch-libanesischen Kuratorin Rose Issa konzipiert und zeigt Videoarbeiten, Installationen und Zeichnungen von 4 jungen KünstlerInnen aus Kirkuk, Kairo, Istanbul und Beirut. Eine Welt, die mit zwei diametralen Stereotypen belegt ist. Zum einen geprägt vom Orientalismus des 19. Jahrhunderts, zum anderen von der politischen Reportage in den Medien, die über Kriege, Armut und die Unterdrückung der Frau berichtet.

In einer Ausstellung, die sich einem existenziellen und universellen Thema wie "Love Affairs" widmet, wird klar, dass die essentiellen Dinge des Lebens überall ähnlich sind - in Beirut wie in London, in Kairo wie in Tel Aviv.
Jananne Al-Ani (*1966 in Kirkuk, lebt in London) Chant Avedissian (*1951 in Kairo), Selma Gürbüz (*1960 in Istanbul) und Nadine Tourma (*1972 in Beirut) setzen sich mit Fragen von Intimität und Öffentlichkeit, Strategien der Selbstdarstellung und mit ihrem persönlichen Selbstverständnis in Relation zur Gesellschaft auseinander. Die Rolle und das Bild der Frau wird auf poetische, sinnliche, zuweilen auch ironische Art und Weise hinterfragt.
Jananne Al-Ani spielt in ihrer Videoinstallation "A Loving Man" mit ihrer Mutter und 3 Schwestern ein Gedächtnisspiel. Die Akteurinnen fassen ihre Erinnerungen an einen nicht näher beschriebenen Mann in Worte und geben diese dann "als stille Post" weiter. Jede fügt einen weiteren Passus hinzu. So projiziert der/die BetrachterIn eigene Erinnerungen an ein geliebtes Wesen in die Geschichte und ist völlig gebannt vom Fortgang des Spiels.
Chant Avedissians Liebe gilt dem Ägypten der 50er Jahre, einer Zeit in der die Stars in der ägyptischen Welt verehrt wurden. Gefeiert wurde die legendäre Sängerin Diva Oum Kalsoum, der Schlagerstar Dalida, die Schauspielerin Fatem Hamama und andere berühmte Stars aus der goldenen Ära des Films. Avedissian verbindet moderne Malerei mit Symbolen der pharaonischen Zeit. In seinen großformatigen Schablonenbildern überlagern sich Abbildungen historischer Personen, Namen, Landschaften, Alltagsgegenstände und Symbole.
Nadine Tourma präsentiert sich mit "Cairo Street Courtship", einem Wörterbuch der Liebeserklärungen. Bei ihren Spaziergängen sammelte sie mit dem Tonband Kommentare, die ihr auf der Straße zugerufen wurden. Liebesbezeugungen, Zeilen voller Charme und Poesie, vergnügte, ergreifende oder auch aggressive Kommentare. Drei Sätze aus ihrer Sammlung wählte sie aus. Sie ließ sie von dem libanesischen Kalligraphen Samir Sayegh in Kufi-Schrift und in Kursivschrift umsetzen und auf Magnete drucken, die sie auf einer langen schmalen Metallplatte montiert.
Selma Gürbüzs Zeichnungen sind von Fabelwesen, halb Mensch, halb Tier bevölkert. Bäume und Astwerk fügen sich zu menschlichen Gestalten und geben den symbolbeladenen Zwitterwesen Form und Gestalt. Wichtiges gestalterisches Element ist die Reduktion. Mit wenigen, stark kontrastierenden Farben - schwarz/gelb/braun - bringt sie ihre Phantasien zu Papier. In ihren Phantasmagorien finden sich keine obszönen Momente, in ihnen spiegelt sich das reine Vergnügen am Spiel mit der Imagination.




ifa-Galerie Berlin
Linienstraße 139/140
10115 Berlin
Ausstellungsdauer: 16. Januar bis 14. März 2004
Führungen für Gruppen nach Terminabsprache, Tel. 030/22 67 96 16
www.ifa.de
Zur Ausstellung gibt es einen Katalog mit 64 Seiten und zahlreichen Abbildungen für 9 Euro

Veranstaltungen:

Donnerstag, 29. Januar 2004, 19 Uhr
"Und verbleibe für immer in meiner Erinnerung"
Musikalisch-literarischer Dialog zwischen Iwan Turgenjew und Pauline Viardot

Dienstag, 17. Februar 2004, 19 Uhr
"Love Affairs in der arabischen Literatur"
Vortrag von Prof. Dr. Claus-Peter Haase
Direktor des Museums für Islamische Kunst, Berlin

Freitag, 12. März 2004
Finissage, 16 Uhr
Märchenstunde für Kinder ab 6 Jahre
ab 19 Uhr Orientalisches Fest

Kultur Beitrag vom 21.01.2004 Sabine Grunwald 

   




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