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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.03.2004

The Return - Die Rückkehr. Ein Film von Andrej Swjaginzew
Sabine Grunwald

Eine Parabel mit biblischen und mythologischen Bezügen. Realistisch umgesetzt in der rauhen, russischen Landschaft mit atemberaubenden Bildern



"Ich könnte Dich lieben, wenn Du anders wärst".

Die Geschichte ist schlicht und könnte sich wahrscheinlich in jedem Land der Erde abspielen.
Die Brüder Iwan (Ivan Dobroravov) und Andrej (Vladimir Garin) wachsen in einer russischen Provinzstadt zusammen mit ihrer liebevollen Mutter (Natalia Vdovina) und der Babuschka auf.

Nach 12 jähriger Abwesenheit taucht eines Tages der Vater (Konstantin Lavronenko) unvermutet auf, den die Jungen nur von alten Fotos kennen. Der Heimkehrer nimmt die Kinder mit auf eine Reise, die auf einer unbewohnten Insel endet. Der autoritäre Vater möchte aus den beiden Jungen "richtige" Männer machen und behandelt sie mit unnachsichtiger Strenge. Er drillt sie und kommandiert sie herum.

Während der ältere Bruder den ihm völlig fremden Mann bewundert und sich von seiner Dominanz und Stärke angezogen fühlt, reagiert der Jüngere strikt abweisend. Das Aufeinanderprallen der Charaktere, gegenseitige Kränkungen und überhöhte Ansprüche führen zu einem tragischen Ende.
Die Reise, die abenteuerlich beginnt, wird zu einem finalen Überlebenskampf. Der Vater konfrontiert die Söhne mit Situationen, denen sie sich kaum gewachsen fühlen können - der Konflikt scheint unausweichlich. Der plötzliche Ausbruch des Hasses ist gewaltig, er steigert sich blitzschnell und endet überraschend. Genau sieben Tage haben die Brüder Zeit, um erwachsen zu werden und zu sich selbst zu finden.

Die Schönheit und Härte der nordrussischen Landschaft ist der ideale Hintergrund für die sparsam inszenierte und atmosphärisch dichte, archaische Vater-Sohn-Geschichte. Eine Atmosphäre des Gehetztseins herrscht vor: Der Vater hat wenig Zeit, ist getrieben. Mit seinem rauhen und schweigsamen Wesen wirkt er wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Wenn er die Brüder in seinem Boot zu der Insel rudert, erinnert er an Charon, den Fährmann des Schattenreiches.

Die Intensität des Films steigert sich von Bild zu Bild und erreicht seine Klimax in den Szenen, in denen so gut wie nichts passiert, nur das Gras bewegt sich im Wind, die Wellen schlagen und die Bäume knarren. Visuell und auch musikalisch wird die Atmosphäre herausragend transportiert.

Der Regisseur lässt Raum für Interpretationen, politischer, moralischer oder religiöser Natur. Die zeitlosen, klaren Bilder, atemberaubend fotografiert und komponiert, erinnern an die Bilderwelten Andrej Tarkowskijs, an das Autorenkino der 60er Jahre. Aber Andrej Swjaginzews ist ein moderner Regisseur. Manchmal gleicht sein Film einem Thriller oder einem hyper-realistischen amerikanischen Movie.

Weitere erwähnenswerte VertreterInnen des russischen Films sind: "Großmütterchen" von Lidja Bobrowa, "Die Alten" von Gennadi Sidorow, und "In Liebe", "Lilja" von Larissa Sadilina

AVIVA-Tipp: Ein atmosphärisch dichter Film mit einer einfachen Geschichte, die überzeugt und bewegt!

Andrej Swjaginzews Vater-Söhne-Parabel "The Return - Die Rückkehr" gewann den Goldenen Löwen in Venedig und erhielt außerdem den European Film Academy Discovery 2003 Prix Fassbinder sowie den Spezialpreis für die Beste Regie beim 13. FilmFestival Cottbus.
Bei den 54. Internationalen Filmfestspielen Berlin wurde der Regisseur mit dem Europäischen John Templeton Filmpreis 2003 ausgezeichnet.




The Return - Die Rückkehr -Woswraschtschenije
Regie: Andrej Swjaginzew
DarstellerInnen: Vladimir Garin, Ivan Dobroravov, Konstantin Lavronenko, Natalia Vdovina
2003, Russland, 106 Min.
Kinostart: 1.4.04


Kultur Beitrag vom 29.03.2004 Sabine Grunwald 

   




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