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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.04.2004

Marlene im Renaissance-Theater
Anne Winkel

Vom 10. - 24. April 2004 schlüpft Judy Winter noch einmal in die Rolle der großen Diva. Am 12. April 2004 findet die 500. Vorstellung statt. Ein Stück von Pam Germs und Volker Kühn



"Verrucht-mondän", "glamourös", "unabhängig und selbstbewusst". Das ist der Mythos Marlene Dietrich. Seit Juni 1998 widmet das Berliner Renaissance-Theater der international anerkannten Diva ein eigenes Stück.
"Marlene" ist die bislang "erfolgreichste Produktion des Renaissance-Theaters und für Judy Winter die Rolle ihres Lebens".

Seit ihrer Ausreise hatte Marlene Dietrich ein ebenso gespaltenes Verhältnis zu Deutschland, wie die Deutschen zu ihr. Man warf dem Star vor, sich des Landesverrats schuldig gemacht zu haben. Marlene Dietrich lehnte auch nach Entmachtung der Nationalsozialisten eine Rückkehr in ihr Heimatland ab. Zu bürgerlich-brav erschien ihr die neue Adenauer-Regierung. Statt dessen behielt sie die 1939 angenommene amerikanische Staatsbürgerschaft. Während des Dritten Reichs hatte Marlene sich strikt gegen eine Instrumentalisierung als nationalsozialistisch-deutsches Aushängeschild zur Wehr gesetzt. Angebote Goebbels, für jeden Film 200.000 Reichsmark einzustreichen und außerdem völlige Freiheit bei Themen-, ProduzentInnen- und RegisseurInnenwahl zu erhalten, lehnte sie ab.

Dennoch blieb Marlene Dietrichs Liebe zur Stadt Berlin ungebrochen - wehmütig sang sie "Ich hab´ noch einen Koffer in Berlin". Im Frühjahr 1960 trat sie im Titania-Palast erstmals wieder auf. Lange hat es gedauert bis die 1992 verstorbene Marlene Dietrich die ihr zustehende (posthume) Ehrung erhält. Erst 1997 wurde in Mitte ein Platz nach ihr benannt. Im gleichen Jahr brachte die Post eine Briefmarke mit ihrem Bildnis heraus. Als fünfte Frau wurde die Dietrich 2002 in den Kreis der 111 EhrenbürgerInnen von Berlin aufgenommen (ein Status, der sonst nur noch lebenden Persönlichkeiten zusteht).

"Was ist Glamour" fragte sich der erfolgreiche Film- und Showstar. Die Antwort formulierte sie selbst: "Niemand hat dieses Wort erklärt. Es ist ein Begriff von Persönlichkeit, oft Schönheit, auf alle Fälle von Autorität". Im Renaissance-Theater wird der Glamour des "Blauen Engels" auf die Bühne zurückgeholt. Judy Winter kostümiert sich unter anderem mit jenem modischen Wagnis, das in der ganzen Welt für Aufregung sorgte: ein perlenbesetztes, hautfarbendes Kleid vermittelt den Eindruck, Marlene (oder Judy) trage nur Perlen auf ihrer nackten Haut.

Das Publikum jedenfalls ist überzeugt von Judy Winters 95minütiger Interpretation der Ikone Marlene. Nicht nur in Berlin, sondern auch im deutschsprachigen Ausland und sogar in Japan feiert man die Aufführung mit einem frenetischen Schlussapplaus. Pam Germs "historisch-musikdramatische Revue" wurde 1997 in London uraufgeführt.


Marlene
von: Pam Gems/Volker Kühn
mit: Judy Winter, Ulrike Jackwerth
am Flügel: Adam Benzwi
Regie: Dietmar Pflegerl
Bühnenbild und Kostüme: Dieter Klaß
Spieldauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten

10. bis 24. April 2004
12. April: 500. Vorstellung

Renaissance-Theater Berlin
Knesebeckstraße 100
10623 Berlin
Kartentelefon: +49 (30) 312 42 02
Karten und Informationen unter www.renaissance-theater.de


Kultur Beitrag vom 06.04.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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