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AVIVA-BERLIN.de im Januar 2018 - Beitrag vom 09.11.2002

Forza SOLINO!
Gastautorin

Solino ist ein Film, der nicht nur ItalienliebhaberInnen begeistern wird. Wer intelligentes und humorvolles Erzählkino schätzt, wird Solino lieben. In diesem Sinne: Forza Solino!



Im November erschien mit SOLINO der neue Film Fatih Akins, der spätestens seit "IM JULI" als eines der vielversprechendsten Regietalente des deutschen Filmes gehandelt wird. Doch SOLINO hat nur wenig mit dem gemeinsam, was Kritiker jüngst mit dem Begriff junger deutscher Film bezeichneten. Mit SOLINO kehrt das Kino der Emotionen, der liebevoll gezeichneten Figuren und der großen Bilder auf die deutschen Leinwände zurück. Ein Film zum Wärmen in der kalten, ungemütlichen Jahreszeit.

In den sechziger Jahren verlässt die Familie Amato ihr italienisches Heimatdorf Solino, um einen neuen Start im deutschen Ruhrgebiet zu wagen.
Doch Vater Romano ist der Belastung der Arbeit unter Tage nicht gewachsen und Mutter Rosa ist verzweifelt über die dreckige kleine Wohnung und das verwelkte Gemüse in den deutschen Läden.
Mit dem Kauf der leeren Eisdiele gegenüber erfüllt sich für die Familie ein Traum: Solino, die erste Pizzeria des Ruhrgebiets ist eröffnet. Während die Mutter kocht und der Vater mit den weiblichen Gästen flirtet, verlieben sich die kleinen Söhne in dasselbe Mädchen. Jahre vergehen, die Familie zerbricht und aus den Brüdern Gigi (Barnaby Metschurat) und Giancarlo (Moritz Bleibtreu) sind erbitterte Rivalen geworden. Während Gigi in Beziehung und Beruf sein Glück gefunden hat, versucht der eifersüchtige Giancarlo, seinem Bruder das zu nehmen, was ihm lieb ist. Es kommt zum endgültigen Bruch zwischen den beiden. Erst ein Jahrzehnt später sehen sie sich wieder: in SOLINO, wo die Geschichte ihren Anfang genommen hat...

Fatih Akin sprach zu Beginn des Drehs kein Italienisch, auch wusste er wenig von dem, was in den sechziger und siebziger Jahren in Deutschland passierte. Doch fesselte ihn die Geschichte der Autorin Ruth Toma (GLOOMY SUNDAY) schon nach dem ersten Lesen so sehr, dass er diesen Film unbedingt machen wollte. Für den 29 jährigen Akin, dem Kind einer türkischen Einwandererfamilie, steckt in dem Film viel von seiner eigenen Geschichte. In SOLINO zeigt er, wie wenig das Gefühl von Heimat an einem bestimmten Ort zu suchen ist und wie die "entwurzelte" zweite Generation der Immigranten ihre eigene Identität findet. Im Zentrum dieser Geschichte stehen die Brüder Gigi und Giancarlo alias Moritz Bleibtreu und Barnaby Metschurat, deren schauspielerische Herausforderung zunächst vor allen Dingen darin bestand, zwei waschechte Italiener zu mimen. Und auch wenn Gigi zu Ende des Filmes das "r" nicht rollen kann, zeigen beide eine überzeugende Leistung.



SOLINO - Brüder sind immer die engsten Freunde...und die bittersten Rivalen
Start: 7. November 2002
Deutschland/ Italien 2002.
Regie: Fatih Akin
Buch: Ruth Toma
DarstellerInnen: Moritz Bleibtreu, Barnaby Metschurat,
Antonella Attilli, Vincent Schiavelli

Kultur Beitrag vom 09.11.2002 AVIVA-Redaktion 

   




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