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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 27.04.2004

East Side - West Side. Filmkunst aus dem Archiv des MoMA
Anne Winkel

Vom 9. Mai bis 5. Juni 2004 zeigt das Kino Arsenal Leinwandschätze aus den Jahren 1901 bis 1981. Unter anderem zu sehen: Werke von D. W. Griffith, J.-L. Godard, S. Eisenstein und A. Hitchcock



"Das MoMA ist in Berlin! - Und zu den Gemälden und Skulpturen kommen jetzt die Filme. Vom Stummfilm bis zur Avantgarde, vom Western bis zum Dokumentarfilm". 21 Programme mit insgesamt 61 Filme warten darauf, von MoMa-Begeisterten und FilmliebhaberInnen bestaunt zu werden.

Die Film Library des MoMA:
1935 wurde die "Film Library" gegründet. Iris Barry (1935-1950), erste Kuratorin der "Film Library", reiste um die ganze Welt, um genau die Filme zu akquirieren, die ihrer Vorstellung entsprachen. Die ausgesuchten Werke sollten "repräsentative Beispiele jeder Filmform im internationalen Kontext" darstellen. Ziel war es, den Film als gleichwertige Kunst neben der Malerei und Literatur zu etablieren.

Das Programm: "East Side - West Side":
Die Vorführungsreihe "East Side - West Side" bringt bedeutende Streifen aus den Archiven der "Film Library" zeitgleich zur MoMA-Ausstellung auf die Leinwand des Berliner Arsenal Kinos. Einer der Programmfilme ist der 91minütige Stummfilm "East Side - West Side" von Allan Dwan (USA, 1927), dessen Titel zugleich das Motto der Veranstaltung darstellt.

Der Film zeigt den Aufstieg und Fall eines jungen "Riverboys" in New York City und ist zugleich Liebesmelodram und Vater-Sohn-Geschichte. John Breen (George O´Brien) lebt mit seinen Eltern in ärmlichen Verhältnissen auf einem Hausboot vor New York. Er träumt von einer Karriere als Konstrukteur in der Stadt. Als das elterliche Boot durch eine Kollision mit einem Dampfer kentert, kann sich nur John ans Ufer retten. In New York gerät der impulsive Neuankömmling schnell in kleinere Raufereien, was ihn schließlich in den Boxring führt. Eine Unterkunft findet John in East Side N. Y. bei dem Second- und First Hand-Ladeninhaber Channon Lipvitch (Dore Davidson) und dessen Tochter Becka (Virginia Valli). Durch seine Boxkämpfe imponiert Breen dem reichen West Side Unternehmer Gilbert Van Horn (Holmes Herbert). Dem Aufstieg in bessere Kreise steht nichts mehr im Wege - bis auf Johns Liebe zu East Side Girl Becka.

In "East Side - West Side" werden präsente gesellschaftliche Konflikte inszeniert: Die Kluft zwischen arm und reich, Stadt und Land, die Entscheidung zwischen einer Ehe aus Vernunft und einer Liebesehe, das Verhältnis zum unbekannten Vater, Mut und Feigheit. Grundthema ist der Mythos des "American Dream". Als besonders eindrucksvolle Szene gilt die Untergangsdarstellung eines Reisedampfers, die der Titanic-Katastrophe nachempfunden wurde. Die Aufnahmen des Miniaturschiffes im Wasser und die Bilder der angstverzerrten Passagiergesichter zeigen, welche Intensität und Authentizität bereits ohne die Möglichkeiten moderner Computertechniken erreicht werden konnten.
Auch "East Side - West Side" birgt das Stummfilmcharakteristikum des Zeitraffers, hier auffällig vor allem bei den diversen Straßenraufereien, in die der klassisch-männliche (Anti)held gerät. Besonders komisch ist eine Szene, in der dem Neuankömmling ein Anzug zugewiesen werden soll. Die anwesenden Männer ziehen sich gegenseitig den Gürtel aus der Hose, wobei der Gürtellose versucht durch Hin- und Herpendeln in Grätschstellung seine Hose auf der Hüfte zu halten. Ebenfalls amüsant ist Beckas gekonnter Einsatz ihrer Beine bei Besteigen einer Leiter.

"A Bronx Morning"



Fortsetzung

Kultur Beitrag vom 27.04.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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