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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.04.2004

Seit Otar fort ist...
Anne Winkel

Erzählt wird die Geschichte dreier Frauen, eines orangefarbenen Telefons und der Post. Ein leiser, aber bewegender Film von Julie Bertuccelli. Kinostart: 6. Mai 2004



Großmutter Eka (Esther Gorintin), Mutter Marina (Nino Khomassouridze)
und Tochter Ada (Dinara Droukarova)
leben gemeinsam in einer Wohnung in Tiflis, Georgien. Man massiert sich gegenseitig die Füße, wäscht der Großmutter die Haare und versucht, die Geldnöte des Alltags zu bewältigen.

Jeden Tag wartet Eka auf Neuigkeiten von ihrem in Paris lebenden Sohn Otar - per Post oder besser noch: telefonisch. Eines Tages hebt die junge Ada wie gewöhnlich den Hörer ab. Am anderen Ende der Leitung ist Niko, ein Freund ihres Onkels, der ihr mitteilt, dass Otar tödlich verunglückt ist. Ada und ihrer Mutter Marina fehlt der Mut, die Großmutter über den Tod des Familienmitglieds zu informieren. Sie sorgen dafür, dass die alte Frau auch weiterhin Briefe von ihrem Sohn erhält.

Der Film erzählt seine Geschichte in ruhigen, langsamen Bildern.
Eine gelegentliche Vogelperspektive lässt ZuschauerInnen und Protagonistinnen für einen Moment innehalten. Im Unklaren bleibt stets, ob Eka die Lüge von Tochter und Enkelin nicht längst durchschaut hat. Als sie beschließt, Otar im fernen Paris zu besuchen, droht die Lüge aufzufliegen. Doch warum reist Eka nach Frankreich? Möchte sie wirklich ihren Sohn wiedersehen? Oder kauft sie die drei Tickets nur, um Marina und Ada von der Last Otars zu befreien, der im Grunde schon vor seinem Tod "fort" war?

Bereits die Eingangssequenz zeigt die kindlich-anmutende Liebenswürdigkeit der Großmutter: Eka zeigt zielsicher mit dem Finger auf ein Stück Torte hinter einer sich drehenden Glasvitrine. In der nächsten Sequenz sitzen die drei Frauen an einem Tisch, jede mit einem andersfarbigen Getränk. Die Hauptdarstellerinnen haben in "Seit Otar fort ist..." den gleichen Stellenwert. Frauen aus jeder Generation können sich in ihnen wiederfinden.

Die Dokumentarfilmerin Julie Bertuccelli hat mit ihrem Spielfilmdebüt drei wunderbare Frauenfiguren geschaffen, die "drei Aspekte ein und derselben Figur verkörpern könnten" (Bertuccelli in einem Interview). Die Idee, ein verstorbenes Familienmitglied weiterleben zu lassen beruht auf einer wahren Begebenheit - Figuren und Umstände sind aber frei erfunden.

"Seit Otar fort ist..." erhielt u. a. den "Großen Preis der Filmkritik, Cannes" (2003) , einen "César" für den besten Debütspielfilm 2004 und den "Prix Lumières" für das beste Drehbuch 2004.

AVIVA-Tipp: Ein leiser Film über den ungewöhnlich-gewöhnlichen Alltag dreier Generationen von Frauen.



Seit Otar fort ist...
Frankreich 2003, Länge: 99 Minuten
Regie: Julie Bertuccelli
Drehbuch: Julie Bertuccelli und Bernard Renucci, adaptiert von Roger Bohbot
DarstellerInnen: Esther Gorintin, Nino Khomassouridze, Dinara Droukarova, Temour Kalandadze
Kinostart: 6. Mai 2004

Kultur Beitrag vom 30.04.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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