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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 02.05.2004

Wild Cards - Playing the future
Tatjana Zilg

Die Kammerbar am Deutschen Theater zeigt ein satirisches Stück über ein verpatztes Managementseminar. Drei Profi-ZukunftsgestalterInnen werden mit dem unberechenbaren Chaos der Außenwelt konfrontiert



Der Seminarraum ist ausgestattet mit großen weißen Tischen, Neonröhren-Lichtquellen, Flipboard und allen Raffinessen, die für eine multimediale Performanz erforderlich sind. Das junge Publikum in der Kammerbar des Deutschen Theaters schaut erwartungsvoll auf den noch leeren Seminarraum, der zur Bühne des Stückes Wild Cards werden soll. Elektrobeatmusik setzt ein. Drei gutaussehende Menschen kommen in den Raum, perfekt gestylt mit Businessoutfit. In Modelposen präsentieren sie sich den gebannten Blicken des Publikums.

Ein Banner an der Wand verkündet das mysteriöse Motto des Seminars: "Zukunft gestalten heißt Zukunft verkaufen". Die drei ProtagonistInnen haben sich am Tisch versammelt. Doch sie blicken nervös um sich: Etwas stimmt nicht, zwei Seminarteilnehmer fehlen noch. Das Hotel, in dem der Seminarraum sich befindet, ist von allen Menschen verlassen. Niemand hat nur eine Spur vom Personal gesehen.

Nichtsdestotrotz beginnen sie zunächst mit dem geplanten Ablauf. Die quirlige Frau Dr. Vogel stellt ihre Kollegen vor: Herr Dr. Butt, Klimatologe, und Herr Dr. Sennet, Entwickler für Zukunftstechnologien. Ziel des Seminars, veranstaltet vom European Port of Innovation, ist das theoretische Spiel mit sogenannten
"Wild Cards" - mit katastrophalen Ereignissen, die in ferner Zukunft stattfinden könnten.

Durch die Unerklärbarkeit der merkwürdigen Umstände, die dazu führten, das zwei Teilnehmer nicht eintrafen und im Hotel keine Menschenseele sichtbar ist, wird die "Wild Cards" - Fiktion zur bedrohlichen Realität. Das Seminar entgleist in eine chaotische Achterbahnfahrt für die drei dynamischen Businessleute. Wilde Spekulationen über die Ursachen wechseln ab mit der Präsentation eines innovativen Trainingsstuhls, der über zehn Sprachen beherrscht, einem Raumfahrt- Flipboard-Scrabblespiel, einer improvisierten Sommerparty, illusionärem Fernsehen und vielem mehr.

Highlight ist die multimediale Lobrede auf die Spezies des neuen Jahrtausends: Dem "Homo Sapiens Informaticus", der sich auszeichnet durch Schlüsselqualifikationen wie Hyperaktivität und hoher Fähigkeit zum selektiven Multitasking. Die mosaikartige Szenefolge wird verbunden durch die hektischen Stakkato-Dialoge zwischen den ProtagonistInnen, die phasenweise zu emotionsgeladenen Monologen werden. Der sensible Herr Dr. Sennet hält die Spannung schliesslich nicht mehr aus und verlässt das Hotel, um die Außenwelt zu erforschen.

Das Stück unter der Regie von Bettina Bruinier ist eine sehr gelungene und pointierte Collage über die Auseinandersetzung des Einzelnen mit den Anforderungen des Informationszeitalters, das seine visionären Versprechungen von einer sorglosen und reichen Zukunft nicht einhalten konnte.
Die SchauspielerInnen überzeugten von der ersten bis zur letzten Minute durch starke Präsenz und ausgezeichnete Interpretation der Charaktere.

Regie: Bettina Bruinier
DarstellerInnen: Daniel Rossmeisl, Aylin Esener, Juian Mayer-Radkau
Bühnenbild: Markus Kramer
Kostüme: Mareille Krettek

Weitere Aufführungstermine: Wild Cards läuft wieder am 8.5. um 22.30 und am 9.5. um 22 Uhr

Mehr Infos:
www.deutschestheater.de

Karten:
Kasse: 030 284 41-225 (keine Gruppenbestellungen)
DT-Besucherservice: 030 284 41-221 (Einzel- und Gruppenbestellungen)
Per Fax: 030 2824117
Per e-mail: service@deutschestheater.de
Im Internet außerdem unter www.berlin.de/tickets


Kultur Beitrag vom 02.05.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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