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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 30.05.2004

Jewish Film Festival Berlin 2004
Denise Hoffmann

Das zehnjährige Jubiläums-Festival mit Filmen jüdischer FilmemacherInnen. Dokumentar- und Spielfilme laden dazu ein, jüdisches (Familien-)Leben kennenzulernen. 6. bis 17. 06.2004 im Kino Arsenal



Jewish Film Festival Berlin
Bereits zum 10. Mal veranstaltet die Jüdische Volkshochschule Berlin zusammen mit den Freunden der Deutschen Kinemathek e.V. das in Deutschland einzigartige Jewish Film Festival Berlin (JFFB).
Unter dem Motto "Wahlverwandtschaften - Qualverwandtschaften" werden 23 Filme aus neun Ländern vorgestellt, die sich einem Lieblingsthema des jüdischen Films - dem Leben in der Familie - widmen. Mit internationalen Gästen - darunter 13 RegisseurInnen, ProduzentInnen, und SchauspielerInnen - wird das JFFB sein Jubiläum feiern.

Gezeigt werden überwiegend deutsche Erstaufführungen. Die Filme laufen zumeist in englischer Sprache. Wenn sie in anderen außerdeutschen Sprachen gedreht sind, haben sie englische Untertitel und sind auf Deutsch eingesprochen.
In diesem Jahr werden viele britische Filme gezeigt, die FilmemacherInnen reisen aber auch aus Portugal, Israel und Übersee an.

Zusammen mit den Freunden der Deutschen Kinemathek e.V. und dem Kino Arsenal hat das Jewish Film Festival Berlin und seine Leiterin Nicola Galliner in den vergangenen Jahren viele Filme und FilmemacherInnen aus aller Welt in die Stadt geholt. Das öffentliche Interesse am Festival ist dabei von Jahr zu Jahr gestiegen und beschränkt sich dabei nicht auf die Jüdische Gemeinde.

Die VeranstalterInnen haben durch eine Mischung aus Dokumentar- und Spielfilmen versucht, dem nichtjüdischen Publikum auf unterhaltsame aber auch auf kritische Art die unterschiedlichsten Facetten jüdischen Lebens in verschiedenen Ländern nahe zu bringen.

Mehrfach war das Jewish Film Festival Berlin "Sprungbrett" für Filme, so "Zug des Lebens", "Made in Israel". Erstmalig in Berlin gespielt starteten sie anschließend ihre Karriere im deutschen Kino und auf anderen Festivals.


Eröffnung
Eröffnet wird das Festival am Sonntag, den 6. Juni um 19 Uhr
durch Albert Meyer, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Dieter Kosslick, Festivaldirektor Internationale Filmfestspiele Berlin.

Der anschließende Eröffnungsfilm ist eine Wiederentdeckung, er wurde unter der Regie von Diane Keaton 1995 gedreht: "Unstrung Heroes" handelt von dem 12-jährigen Steven Lidz, dessen Mutter (Andie MacDowell) schwer erkrankt. Sein Vater (John Turturro) wird damit nicht fertig und schickt Steven zu dessen Onkels Arthur und Danny, wo dieser - unter skurriler Betreuung - sein Judentum wieder entdeckt.


Gäste
Zu Gast werden die Regisseurinnen Yael Katzir (Shiva for my Mother) und Karin Kasper (Resist), die Entertainerin Deb Filler , außerdem die Regisseure David Ofek (NO.17), Daniel Blaufuks (Under Strange Skies), Joel Katz (Strange Fruits), der Drehbuchautor Jonas Raber (Bit By Bit) und der Produzent Arsen Gottlieb (Prozess) sein.


Filme (eine Auswahl)
Einer der gezeigten Dokumentarfilme ist "Shiva for my Mother" von der israelischen Regisseurin Yael Katzir
, die zur Filmvorführung am Sonntag, den 13.4.04 um 19 Uhr zu Gast sein wird.
Der Film zeigt die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen, deren Umgang mit der Trauer und die verschieden Stufen des Kummers und Verlustes. "Shiva for my mother" ist (natürlich!) sehr persönlich und thematisiert die Beziehungen innerhalb der Familie. Der Sohn der Regisseurin - Dan Katzir - führte die Kamera.

Yael Katzir wurde 1942 in Tel Aviv geboren als Tochter eines Berliner Arztes, der nach Israel flüchtete, und einer gebürtigen Israelin. Sie ist Filmemacherin und Professorin für Film und Geschichte, außerdem arbeitet sie für einen israelischen TV-Sender.
Yael Katzir spricht über ihre Erfahrungen während der Shiva und während der Filmentstehung: "Erst durch Shiva fing ich an, meine Eltern besser zu verstehen. Shiva ist eine außergewöhnlich jüdische "Institution", die es Menschen erlaubt, die biographisch miteinander verbunden sind, ihren Kummer und ihre Gefühle auszudrücken…"

Filme von Regisseurinnen sind dieses Jahr:
"Unstrung Hero" (Diane Keaton), "Angst" (Judy Menczel), "Freud Leaving Home" (Susanne Bier), "Shiva for my Mother" (Yael Katzir), "Michael und Robert" (Netty Rosenfeld).


Publikumspreis
Seit 2002 verleiht das Jewish Film Festival den mit 2.000 Euro dotierten Gerhardt-Klein-Publikumspreis.
JedeR BesucherIn kann per Stimmkarte ihren/seinen persönlichen Favoriten benennen.
2002 erhielt die israelische Filmemacherin Shira Richter den Preis für ihren Dokumentarfilm "Two States of Mind", 2003 der Amerikaner Jonathan Kesselman mit seinem Spielfilm "The Hebrew Hammer".


6. bis 17. Juni 2004
Kino Arsenal
im Filmhaus am Potsdamer Platz
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin-Tiergarten
Tel: 030/269 55 100
www.fdk-berlin.de/arsenal/calub.html

Am 17., 21. und 22. Mai 2004:
Wiederholungen ausgewählter Filme im Filmmuseum Potsdam

Marstall am Lustgarten, 14467 Potsdam, Tel: 0331/27181-0
www.filmmuseum-potsdam.de

Das vollständige Festival-Programm unter:
www.jffb.de/programm.php

Ein Interview von AVIVA mit Nicola Galliner, Leiterin des Jewish Film Festival und der Jüdische Volkshochschule Berlin, finden Sie
hier

Das Buch zum Festival (Erscheint Anfang Juni 2004):
Nicola Galliner (Hrsg):
Jewish Film Festival Berlin. Die ersten zehn Jahre - Filme - Bilder - Geschichten
ca. 160 Seiten, ca. 150 Abbildungen
be.bra Verlag Berlin. Preis: 19,90 Euro
ISBN 3-89809-052-3
Mit Beiträgen von renommierten WissenschaftlerInnen und PublizistInnen aus aller Welt, zahlreichen Fotos, einer Auflistung aller gezeigten Filme, sowie einem Glossar der aus dem Hebräischen oder Jiddischen kommenden Begriffe.


Kultur Beitrag vom 30.05.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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