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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.06.2004

Mambo Italiano
Tatjana Zilg

Turbulente Komödie über eine italienische Einwandererfamilie in Kanada. Sohn Angelo ist schwul und überrascht die Familie mit dem Outing. Für die konservativen Eltern ein tiefsitzender Schock



Der Sohn verlässt mit 29 Jahren die mütterliche Fürsorglichkeit und die väterliche Autorität, um endlich in die eigene Wohnung zu ziehen - die meisten Eltern wären glückselig. Für Maria (Ginette Reno) und Gino Barberini (Paul Sorvino) ist der Auszug ihres Sprösslings Angelo (Luke Kirby) eine Katastrophe, denn sie sind Italiener. Die einzig anerkannte Möglichkeit, dem Elternhaus den Rücken zuzukehren, ist die Heirat. Doch daran denkt Angelo nicht. Als er seinen Schulfreund Nino (Peter Miller) wiedertrifft, beginnt zwischen den beiden eine innige homosexuelle Beziehung.

Für die Barberinis ist das Outing von Angelo eine Unglücksbotschaft hohen Grades. Die Familie wanderte in den fünfziger Jahren nach Kanada aus, wurde dort aber nie richtig heimisch. Im italienischen Viertel leben sie unter der Anteilnahme, aber auch der mißtrauischen Beobachtung ihrer NachbarInnen. Die Werte und Normen der Heimat bekommen stärkere Bedeutung als zuvor. Angelo und seine ältere Schwester Anna (Claudia Ferri) werden wohlbehütet, aber streng erzogen.

Aus der Perspektive von Angelo wird die kleine Welt des italienischen Viertels humorvoll und sensibel beschrieben. Ist zur Zeit des Auszuges die Erzählung von Angelo noch überkritisch, so wird sie im Laufe der Handlung zunehmend liebevoll. Ihm wird bewußt, wie viel die Eltern ihm an Wärme und Lebenserfahrung mitgegeben haben.

Der sanfte, aber rebellische Angelo durchbricht mit seinem radikalen Outing die Scheinheiligkeit der traditionellen Werte. Aber er muss für das Leben ohne Lüge einen hohen Preis zahlen: Sein Partner Nino ist nicht bereit, das Risiko, als Schwuler ausgegrenzt zu werden, auf sich zu nehmen. Er verlässt Angelo und beginnt eine Beziehung mit der rassigen Pina (Sophie Lorain), die er - auf Druck seiner Mutter - heiratet.

Der Blick auf die Möglichkeiten, die in Montreal für Schwule außerhalb des italienischen Viertels zu finden sind, hilft Angelo bei der Überwindung seiner Krise. Auch wenn einige seiner Selbstfindungsversuche kläglich scheitern, wie sein ehrenamtliches Engagement bei der Gay Helpline, einer telefonischen Krisenberatung. Denn als Italiener sind ihn die Feinheiten des Aktiven Zuhörens unverständlich. Aber er lernt dort den Kanadier Peter (Tim Post) kennen und lieben. Natürlich halten es die Eltern Barberini es letztlich nicht ohne ihren Sohn aus. Als Angelo sich zum Versöhnungsangebot durchringt, nehmen sie es erleichtert und froh an.

Regisseur Émile Gaudreault adaptierte gemeinsam mit dem Autor Steve Galluccio dessen gleichnamiges Bühnenstück für die Kinoleinwand. Entstanden ist eine feinsinnige und raffinierte Komödie.

Steve Galluccio ist selbst dreisprachiger Kanadier. Seine italienischen Wurzeln sind fest im Herzen von Montreals Little Italy verankert. Für sein Drehbuch griff er auf Situationen aus seinem Leben zurück, auf amüsante Anekdoten, Gespräche und Erinnerungen an melodramatische Tanten, Onkel und Großeltern. "Und meistens waren sie sich nicht einmal bewusst, dass sie witzig waren", sagte Galluccio.
"Sie waren einfach Naturtalente."

Aviva-Tipp: In Kontinuität zu dem Welthit "My Big Fat Greek Wedding" bietet die Komödie eine temporeiche, charmante und liebevolle Innensicht der Generationskonflikte in Einwandererfamilien.


Regie: Émile Gaudreault
Drehbuch: Steve Galluccio und Émile Gaudreault
Produktion: Denise Robert, Daniel Louis
DarstellerInnen: Luke Kirby, Ginette Reno, Paul Sorvino, Mary Walsh, Sophie Lorain, Claudia Ferri, Peter Miller, Pierrette Robitaille, Lou Vani, Tim Post, Michel Perron
Verleih: Twentieth Century Fox Of Germany
Kinostart (Deutschland):24.06.2004 Deutschland
(FSK):Freigegeben ab 6 Jahren
www.mamboitaliano-derfilm.de


Kultur Beitrag vom 21.06.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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