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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.07.2004

Studierende der Hochschule für Kunst und Design in Halle stellen bis zum 29.08.04 im Märkischen Museum aus
Sabine Grunwald

Unter dem Motto "nichts zu seh´n, weitergeh´n" wurden 25 Werke in die Museumsräume eingefügt. Die Arbeiten verschieben und öffnen den Blick neu, ohne sich über das scheinbar Vertraute zu erheben



Das Märkische Museum stellt Stadtgeschichte aus, es ist kein Kunstmuseum und bietet dennoch dieser Ausstellung einen Rahmen, der Kunstzusammenhänge öffnet und die Vermittlungsfrage von Kunst thematisiert.

Im 19. Jahrhundert waren die künstlerischen Erneuerer dafür, den Louvre niederzubrennen - die radikalen, italienischen Futuristen wollten alle Museen zerstören. Die Avantgarde musste erst eigene, ihrer Kunstform angemessene Präsentationsformen entwickeln, bis das heute selbstverständliche Museum für moderne Kunst entstand.

Studierende der Kunsterziehung und Kunstpädagogik haben sich der Herausforderung gestellt, ihre eigenen Positionen zu formulieren. Mit dem heutigen Kunstbegriff und seiner Medienvielfalt wurde der Versuch unternommen, im Rahmen des Museums zu arbeiten.

Die Installationen nehmen Bezug auf die Sammlung, verhalten sich kritisch, ironisch oder zufällig zu ihr und fordern zur Auseinandersetzung auf. Es stellt sich die Frage, welche Wirkung zeitgenössische Kunst im Zusammenhang mit den Museumsexponaten entfaltet. Hält sie dem historisch geprägten Museum stand und welche Wahrnehmung provoziert diese Zusammenstellung von Tradition und zeitgenössischen Werken?

Ein überdimensionierter, weißer Sockel im Innenhof präsentiert sich als Skulptur und verweist auf den innermusealen Diskurs. Der Türsteher, der den BesucherInnen den Eingang erschwert, erweist sich als Performance. Das großformatige Ruhekissen vor dem Altar in der gotischen Kapelle lädt zur Kontemplation ein. Zu jeder vollen Stunde ist ein Gongton und Stundengebet zu hören. Worte füllen akustisch den Raum und evozieren Ruhe, Kontemplation und Konzentration.

Silhouetten der MuseumswärterInnen erscheinen als "paper cuts" auf zwei Museumsfenstern als gehörten sie in eine historische Epoche. Ein Memory als "give-a-way" zeigt Teile des riesigen, verborgenen Bestands.

Elektrische Geräte, zu neuen Skulpturen montiert, produzieren von BesucherInnen ausgelöste Geräusche. Wachspferdchen, in verschiedenen Räumen placiert, dürfen von den BetrachterInnen mitgenommen und in die Nähe ihrer Lieblingsstücke postiert werden.
In einigen Räumen befinden sich Schilder, auf denen Worte zu lesen sind, die im Museum existieren. Aus dem Zusammenhang gerissen gewinnen sie dadaistische Qualität. Markante Textfolien, auf den Boden geklebt, funktionieren als Leitfaden und lassen die BesucherInnen weitergehen....


Die Studierenden:
Alexandra Bräuer, Karin Ernst, Simone Fanninger, Jana Fridrichová, Kathrin Ganser, Oliver Goldacker, Alexander Henschel, Carmen Hülsmann, Katja Kenner, Christiane Küstner, Silke Kutschke, Christian Küstner, Diana Linkert, Roman Plocharczyk, Una H. Moehrke, Franziska Radmann, Anne-Kathrin Rust, Carola Schmidt, Jochen Schneider, Irina Stengele, Anja Tietze.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der für 5 Euro an der Museumskasse erhältlich ist.

Ort der Ausstellung:
Märkisches Museum
Am Köllnischen Park 5
10179 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Di-So 10 - 18 Uhr
Eintritte 4 Euro, erm. 2 Euro, Mittwoch frei
Dauer der Ausstellung:
2. Juli bis 29. August 2004
www.stadtmuseum.de


Kultur Beitrag vom 05.07.2004 Sabine Grunwald 

   




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