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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.07.2004

durchzug II. Folge in der Passerelle des Sony Center bis zum 31.12.2004
Sabine Grunwald

Sieben Kunstinstallationen verwandeln das 1. und 2. Untergeschoss des Potsdamer Platzes in eine besondere Galerie für bildende KünstlerInnen und zu neuen, spannenden Räumen für BesucherInnen



Seit dem 16. Juni geben erneut sieben Kunstprojekte der Passerelle ein neues Gesicht. Beteiligt sind die KünstlerInnen Eva Kinader & Oliver Möst, FOEN X, Michael Rhodes, Ingeborg Jann, Angelik Riemer, E.-Frauke Kober, Ruthe Zuntz & Michael Reitz/walkscreen und Jörg Dedering

Der Fotograf Jörg Dedering dokumentiert in "Relaunch Berlin" seit 1992 die Brennpunkte des Wandels. Sein besonderes Interesse gilt dem Potsdamer Platz mit seinen architektonischen Utopien. Seinen Strukturen des Werdens von der Brache über Baukräne bis zum Business-Boom. "Relaunch Berlin" ist zugleich Bestandaufnahme und Vision. Dem Künstler sind die Details der Übergänge wichtig, die er vor dem Verschwinden bewahren möchte. Berlins Poesie findet sich hinter verwohnten Vorhängen, Abdeckfolien und der Flüchtigkeit des Blicks. Das spärliche Gras ist zertreten, der Himmel berlintypisch grau. Während Geschichtsreste entsorgt werden, verglast man gleichzeitig Stahlträger.

Angelik Riemer symbolisiert mit ihrem 10-teiligen Bild "Book of Life" den deutsch-japanischen Dialog. Ein doppelseitiger bemalter Paravent wird zur Skulptur, nach drei Monaten wird die Rückseite zu sehen sein. Ihre beiden neunteiligen Bildserien "Hashi" und "Brücke" werden zur Schnittstelle und zu einem interkulturellen Treffpunkt zwischen Japan und Deutschland.

Die Fotoserien und Videoinstallationen walkscreen "twentyfour/seven" von Ruthe Zunts & Michael Reitz beschäftigen sich mit dem Thema "Kiosk" Der allen zugängliche Kiosk mit seinen Waren für den schnellen Konsum versorgt Nachbarschaft und Laufkundschaft mit lebensnotwendigen Genussmitteln. Die Zelle für den Verkäufer ist rund um die Uhr an sieben Tagen geöffnet und heißt deshalb in Amerika "twentyfour/seven". In den interaktiven Installationen oder walkscreens werden Bildfolgen, visuelle Botschaften und Sounds über Sensoren durch Bewegungen ausgelöst. Jede/r kann die Regie übernehmen und seine/ihre persönliche Bildfolge innerhalb einer Sequenz bestimmen.

E.Frauke Kobers Bilder "Asthonomai" zeigen den Einfluss der amerikanisch abstrakt-expressiven Malerei. Raumgreifend sind sie durch leuchtende Farben geprägt. Ausgangspunkte für ihre abstrakten Formen und Flächen sind Landschaften und die Architektur. Ihre kraftvollen Kompositionen, die eine Balance zwischen Ordnung und Chaos suchen, zeichnen sich durch eine Spannung zwischen Linie und Struktur, Farbe und Oberfläche aus.

Die Fotografin Ingeborg Jann legt in ihren Fassaden im Widerschein einer flüchtigen Harmonie mehrere Motive des Sony-Centers übereinander und lässt durch vervielfachte Lichtreflexe, Farben und Formen neue Strukturen entstehen. In ihren Bildkompositionen verändert sich der reale Bau und wird zu einem verwandelten Kunstwerk. Entmaterialisierte Fassaden, Himmel und Wasser schaffen eine neue Illusion der Wirklichkeit.

Michael Rhodes verarbeitet in seinen "Twelve Cubes" Fußmatten zu farbigen leuchtenden Kuben und schafft daraus neue Räume. Die von innen beleuchteten Objekte erstrahlen in den Primärfarben rot, blau und gelb. Mit seinen Arbeiten bringt er die verborgene Schönheit industrieller und einfacher natürlicher Materialien zum Vorschein.

FOEN X "Schaufenster" von Eva Kinader & Oliver Möst stellen PassantInnen vor ihr Spiegelbild, das ihnen aus dem Inneren des Raumes entgegenblickt. BesucherInnen und KäuferInnen betreten und verlassen Geschäfte. Bei unvermieteten und verschlossenen Läden ist nur die Einsicht von außen möglich. Umgedreht bedeutet dies: Menschen schauen aus einer Schaufensterscheibe heraus und beobachten uns, nur können sie den Raum nicht verlassen. Diese Situation wird per Video auf das große Schau-fenster projeziert. Menschen treten aus dem hinteren dunklen Raum heraus ans Licht und versuchen, den Raum hinter dem Glas zu betreten. Mit den Händen die Fensterscheibe abtastend suchen sie nach einem Ausgang.


Ausstellungsort:
Passerelle im 1. und 2. Untergeschoss
Sony Center am Potsdamer Platz
10785 Berlin
Dauer der Ausstellung:
bis 31.12.2004
Öffnungszeiten:
täglich 5.00 - 1.00 Uhr
Eintritt frei
"durchzug" im Netz unter:
www.artefakt-berlin.de

Kultur Beitrag vom 19.07.2004 Sabine Grunwald 

   




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