Cabin Fever - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End 120 BPM Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500-1500
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 12.08.2004

Cabin Fever
Tatjana Zilg

Horrorfilm mit besorgniserregendem Thema: Fünf junge Leute werden in einer abgelegenen Waldhütte vom Grauen überrascht, als ein hautzerfressender Virus den Tod in ihre unmittelbare Nähe bringt



In ausgelassener Partystimmung fahren das Pärchen Paul (Rider Strong) und Karen (Jordan Ladd) mit ihren Freunden Jeff (Joey Kern), Marcy (Cerina Vincent) und Bert (James DeBello) in ihrem Pick-Up-Truck durch die Wildnis Kanadas.
Sie wollen ein Wochenende voll Sex, Alkohol und Spaß in einer Waldhütte verbringen. Der schüchterne Jeff hofft endlich mit der bildhübschen, aber unnahbaren Marcy anbändeln zu können. Als sie kurz vor ihrem Ziel an einem Gemischtwarenladen anhalten, kommt es zur ersten erstaunlichen Begegnung mit den Eigenheiten dieser Gegend: Ein unschuldig aussehendes Mädchen beisst den nervenden Bert grundlos in die Hand, worauf sie vom ältlichen Ladenbesitzer als Störenfriede beschimpft werden. Dennoch sind die fünf Freunde nicht sonderlich irritiert und nehmen kurz darauf ausgelassen die Waldhütte in Besitz. Bald geht jeder seinen Prioritäten nach: Paul und Karen werfen sich sofort aufs Bett, Jeff versucht am See herauszufinden, ob er Marcy erobern kann und der leicht dickliche Bert streunt durch den Wald.

Bert ist der Aufrührer unter den Fünfen. Mitten im Wald spielt er mit Feuer und schießt durch die Gegend, als er Wild im Gebüsch vermutet. Doch er hat einen Menschen getroffen. Ein etwa fünfzigjähriger Mann kommt blutverschmiert auf ihn zugetorkelt. Bert begreift schnell, dass es nicht nur die Schusswunde ist, die den Mann unerträgliche Schmerzen bereitet. Die Haut ist von einem Virus zerschunden. Obwohl Bert verspricht, Hilfe zu holen, flüchtet er zurück zu den andern und vergisst die Sache. Aber in der Nacht taucht der Mann an der Hüttentür auf, um eindringlich nach Hilfe zu fragen. Völlig verängstigt drängen die Jugendlichen ihn aus dem Haus. Im Handgemenge zünden sie den Mann an, der grauenvoll stirbt.

Wie zu erwarten, greift der Virus schnell um sich. Als erstes beginnt sich die Haut der zierlichen Marcy aufzulösen. Die Reaktion ihrer Freunde ist erschreckend egoistisch: Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, verbannen sie ihre Gefährtin für die nächste Nacht in den Holzschuppen, wo sie später von einem bissigen Schäferhund zerfetzt wird. Dies ist das Interessanteste an dem folgenden blutigen Kampf mit dem todbringenden Virus: Welche Strategie jeder einzelne Charakter anwendet, um der Infektion zu entgehen, wobei der Glaube an menschliche Solidarität demontiert wird.

Der Hautvirus, der in "Cabin Fever" Angst und Schrecken verbreitet, existiert in der Realität: Das Bakterium "Nekrotisierende Fasziitis" löst körpereigene Gifte aus, die den menschlichen Körper innerhalb von 24 Stunden auflösen können. In den USA infizieren sich jährlich mehr als 1500 Menschen mit sogenannten "nekrotisierenden Fasciitis", einer Art fleischfressender Streptokokken.

Der Regisseur Eli Roth war mit 19 Jahren selbst von einem Virus betroffen, als er sich auf einer Pferdefarm beim Arbeiten im Schuppen eine Hautinfektion des Gesichtes zuzog.
"Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und musste mich kratzen. Als ich meine Hand anschaute, hatte ich Hautfetzen unter den Nägeln. Beim Rasieren am nächsten Morgen hat sich meine Gesichtshaut halb abgelöst. Ihrem geschockten Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hatte meine Hautärztin so etwas niemals zuvor gesehen. Sie gab mir eine stereoidhaltige Creme und glücklicherweise heilte das ganze innerhalb weniger Tage. Kurz nach meiner Hautgeschichte fand ich einen Artikel über fleischfressende Viren, die Menschen in weniger als 24 Stunden vertilgen."

Mit "Cabin Fever" gab Eli Roth sein Regiedebüt und gründete Dragonfly Entertainment. Er graduierte an der NYU School, wo er mit seinen Abschlussfilm "Restaurant Dogs" (1995) einen Studenten Oskar gewann. In den USA wurde "Cabin Fever" zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme des Jahres 2003.

Aviva-Tipp: "Cabin Fever" ist ein Horrorfilm, der alle genretypischen Elemente verwendet - viel Blut, herausquellende Eingeweide, zerfetzte Körper. Über den Haut-Virus erfährt die Zuschauerin/der Zuschauer dabei nicht viel. Positiv ist, dass die Handlung durch einige Szenen schwarzen Humors aufgeheitert wird, die an die Handschrift David Lynchs angelehnt sind. Insgesamt jedoch zu wenig, um den Film sehenswert zu machen.




Cabin Fever
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Randy Pearlstein, Eli Roth
DarstellerInnen: Rider Strong, Jordan Ladd, Joey Kern, Cerina Vincent, James De Bello, Aire Verveen
USA 2002
Verleih: Tiberius Film
Kinostart: 29.07.04


Kultur Beitrag vom 12.08.2004 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken