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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 16.11.2004

Filmreihe im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2004
AVIVA-Redaktion

Vom 21. - 28. November 2004 stehen sechs Filme unter dem Motto "Was macht einen Film jüdisch?". Die FilmemacherInnen werden zu den Vorführungen ihrer Filme persönlich anwesend sein



Ausgehend von den ersten erhellenden Antworten auf die Frage "Was macht einen Film jüdisch?", die im Juni 2004 in der Festschrift zum 10. Berlin Jewish Film Festival im Berliner be.bra Verlag erschienen sind, gehen die sechs Filme im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2004 dieser schwierigen Frage weiter nach. Die FilmemacherInnen Tamara Wyss, Dany Levy und Andrew Hood werden zu den Vorführungen ihrer Filme persönlich anwesend sein, Einführungen zu weiteren Filmen halten Lilian Nunberger, Susan Neiman und Rabbinerin Bea Wyler.

Sonntag, 21. November, 12h in Anwesenheit von Tamara Wyss
Auf der Suche nach Herrn Moses. Tamara Wyss. BRD 1990. 60 min

"Herr Moses", so wurde Moses Mendelssohn von seinen Zeitgenossen genannt.
Im Preußen Friedrich des Grossen erfuhr er Rassismus und Intoleranz am eigenen Leibe, sah welchen Ungerechtigkeiten die Juden überall ausgesetzt waren und wurde so ein Vertreter der Aufklärung, der sich für Gleichheit und Toleranz zwischen allen Religionen einsetzte.
Ausgangspunkt des Films waren Fotos und ein Notizbuch der Urenkelin Moses Mendelssohn und Ur-Urgroßmutter der Filmemacherin. Der Film ist eine Annäherung an eine Person der Vergangenheit im heutigen Zusammenhang, ein Film über die Fragen, die Mendelssohn stellte und die auch heute noch relevant sind. Es ist ein persönlicher Film, und auch eine Reise durch 200 Jahre deutsch-jüdischer Beziehungen am Beispiel der Mitglieder der Mendelssohn-Familie.

Sonntag, 28. November, 12h - in Anwesenheit von Dani Levy
Alles auf Zucker!
Dani Levy. D 2004. 90 min
Jakob Zuckermann ein Jude? "Mit dem Club habe ich nichts zu tun," verkündet Jaeckie Zucker voller Inbrunst. Doch da irrt er sich. Denn dem zu DDR-Zeiten beliebten Sportreporter und Lebemann steht das Wasser bis zum Hals: Der Gerichtsvollzieher droht mit Knast und seine Frau Marlene mit Scheidung. Für den gewitzten Billardspieler gibt es nur noch eine Hoffnung: Das mit 100.000 Euro dotierte European Pool Turnier. Doch unmittelbar vor Turnierbeginn stirbt Jaeckis Mutter. Und Mammes Testament hält eine besondere Überraschung parat: Das Erbe fällt ihnen nur dann zu, wenn sich die seit über 40 Jahren verfeindeten Söhne Samuel und Jakob versöhnen - und wenn sie samt ihrer Familien das jüdische Gesetz einhalten und sieben Tage strengste Totenwache halten. Während Marlene einen Crashkurs in Sachen jüdischer Tradition absolviert und die orthodoxe Verwandtschaft mit koscheren Häppchen versorgt, gibt es für Jaecki ein ganz anderes Problem - das Billard-Tunier wurde soeben eröffnet.
Alles auf Zucker! ist eine ganz unorthodoxe Familienkomödie, die liebevoll vom Zusammenprall der Kulturen, von alten Freundschaften und neuen Liebesgeschichten erzählt.

Sonntag, 21. November, 21.15h. Einführung, Lilian Nunberger, Diplompsychologin
Capturing the Friedmans.
Andrew Jarecki. USA 2003. OF 107 min
Arnold und Elaine Friedman und ihre drei Söhne sind, von außen betrachtet, eine typische Familie im wohlhabenden Great Neck auf Long Island. Als sie zum festlichen Thanksgiving-Essen zusammenkommen, bricht die Polizei in ihr Haus ein, durchsucht alles und verhaftet Arnold und den 18jährigen Jesse. Während die Familie ihre Unschuld beteuert, gerät die Gemeinde von Great Neck in Aufruhr angesichts der schockierenden Verbrechen, die den Friedmans angelastet werden. "Aus der Perspektive der Öffentlichkeit und anhand von Familienaufnahmen erzählt der Film die Geschichte eines Kriminalfalls, der grundlegende Fragen zu Gerechtigkeit, Familie, Gemeinschaft und Wahrheit aufwirft.
Am Schluss bleibt nur noch eine Gewissheit: dass die Wahrheit nicht zu ermitteln ist. In völligem Zwiespalt über das Gehörte und Gesehene verlässt man diesen äußerst aufschlussreichen Film, in dem sich eine Hysterie des Kinos zu spiegeln scheint." (B. Schweizerhof)

Mittwoch, 24. November, 19.30h
Einführung, Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums, Potsdam
Bye Bye Braverman. Sidney Lumet. USA 1968 OF 92 min
Eine Neuentdeckung ist Sidney Lumets schwarze Komödie um vier Herren, die sich zum Begräbnis ihres alten Freundes treffen. In Deutschland wird dieser Film mit seinem expliziten New Yorker jüdischen Humor zum ersten Mal im Kino gezeigt.

Donnerstag, 25. November, 21h
in Anwesenheit von Hauptdarstellerin Tamara Stern, Regisseur Andrew Hood und Produzent Peter Rommel
Das Apfelbaumhaus
. Andrew Hood. D 2004. 97 min
Andrew Hood entwickelt in seinem Spielfilmdebüt eine spannende Geschichte um ein herrenloses Haus, persönliche Geheimnisse und ihre Enträtselung. Karl arbeitet als Masseur - ein Knochenjob, dazu noch schlecht bezahlt. Als seine kränkelnde Mutter bei ihm einzieht, ist er alles andere als begeistert. Eines Tages erscheint die unwiderstehliche Jael bei Karl in der Massagepraxis. Er spürt, dass sie etwas von ihm will, doch zu seiner Enttäuschung geht es Jael in erster Linie um ihr ehrgeiziges Ziel, als Unternehmerin einen Baukomplex für ein jüdisches Zentrum in der Stadt zu schaffen. In ganz Leipzig sucht sie nach dem Besitzer des alten Apfelbaum-Hauses, an dem sie interessiert ist.
Im Verlauf des Films nähert sich Karl einer ihm bislang unbekannten jüdischen Welt und entdeckt die wahre Herkunft seiner Mutter.

Sonntag, 28. November, 19.30h
Einführung: Rabbinerin Bea Wyler, Schweiz
Whale Rider. Niki Caros
. Neuseeland/Deutschland 2002. OmU 101 min
"Wie jüdisch kann ein Film ohne Juden sein?" Im Mittelpunkt dieses bewegenden Films über das Leben der Maori zwischen Mythen und Moderne steht ein 12 jähriges Maori-Mädchen, das versucht, ihren Großvater davon zu überzeugen, dass auch Mädchen etwas erreichen können. Als Wale, die heiligen Tiere der Maori, an den Strand gespült werden, sieht der Stamm großes Unheil kommen, das Mädchen aber ihre Chance.


Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.
Kino Arsenal 1 & 2
im Filmhaus am Potsdamer Platz - 10785 Berlin - Tel.: 030-269 55-100 -
www.fdk-berlin.de

Kultur Beitrag vom 16.11.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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