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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.01.2005

2046
Tatjana Zilg

Wong Kar Wai, Regisseur von "Fallen Angels", kreierte ein opulentes Werk aus ineinander fließenden Bildern, futuristischen Elementen, erotischer Verhängnis und romantischen Liebesgeständnissen



Sehnsucht, Tragik und Trauer um verlorenes Glück sind die zentralen Elemente der über zweistündigen Filmcollage des vielfach ausgezeichneten Chinesen.
Die Zuschauerin/der Zuschauer taucht ein in die imaginäre und die reale Welt des Schriftstellers Chow Mo Wan (Tony Leung), der im Hongkong der sechziger Jahre an einem Science-Fiction-Roman schreibt. Um sich völlig auf seine Ideen einlassen zu können, zieht er sich in ein Hotelzimmer zurück - der Titel ist gleichzeitig die Nummer des Zimmers wie auch Assoziation an die Zukunft.

Bei der Arbeit an seinem Roman verliert er sich in Bildern seiner vergangenen Liebe zu Su Li Zhen (Gong Li). Um den Trennungsschmerz zu überwinden, verbringt er eine Nacht mit der Prostituierten Bai Ling (Zhan Ziyi) und beginnt mit ihr eine spielerische Affäre. Den Schmerz der Trennung von Su Li Zhen und der erotischen Anziehungskraft zu Bai Ling verarbeitet er in seinem Science Fiction, wo eine kindlich-feminine Roboterfrau zum Leben erwacht und in anmutiger Naivität ihre Gefühle entdeckt.
Eine weitere Gefährtin findet Chow Mo Wan in der Tochter des Hotelbesitzers, die ihm zu einer guten Freundin wird, aber zu jung für eine sexuelle Liebe ist - bis sie sich kurz vor ihrer Abreise für einen kurzen Moment ihrer Leidenschaft hingeben.

Die Gefühlswelt des Protagonisten wurde auf malerische und zugleich magische Weise eingefangen. Die Verwirrung eines Künstlers, das Chaos eines begehrenden Mannes und die Verzweiflung eines verlassenen Partners spiegelt sich meisterhaft in der facettenreichen Darstellung des Charakters von Chow Mo Wan.

"Wir alle brauchen einen Ort, an dem wir bestimmte Erinnerungen, Gedanken, Impulse, Hoffnungen und Träume aufbewahren oder gar verstecken können. Diese sind Teil unseres Lebens, wir finden keine Lösung für sie und können keinen aktiven Einfluss auf sie nehmen, aber zugleich fürchten wir uns davor, sie über Bord zu werfen. Für manche Menschen ist dieser Ort physisch real, für andere ist es ein mentaler Raum, für eine kleinere Anzahl von Menschen weder das eine noch das andere" beschreibt Wong Kar Wai die Intention des Filmes.

Wong Kar Wai wurde 1958 in Shanghai geboren. Als er fünf Jahre alt war, emigrierte er mit seiner Familie nach Hongkong. Nach seinem Graphikdesign-Studium an der Hong Kong Polytechnic School ging er als Produktionsassistent zum Fernsehen. Danach wandte er sich dem Drehbuchschreiben für das Kino zu, wobei er sich rasch einen guten Ruf erschrieb. Sein Regie-Debüt gelang ihm 1988 mit "As Tears Go By", mit dem er sich in Cannes präsentieren konnte. Mit dem ultramodernen, schnellen und leichtfüßigen "Chungking Express" eroberte er sich 1994 internationalen Kultstatus als "chinesischer Quentin Tarantino". 1995 entstand "Fallen Angels", der auf der Idee zu einer Szene beruht, die Kar-wai ursprünglich für "Chungking Express" geschrieben hatte. Danach drehte er "Happy Together", die Geschichte zweier chinesischer Homosexueller, die während der Rückgabe Hongkongs an China im argentinischen Exil leben. Für diesen Film erhielt Wong Kar-wai 1997 in Cannes den Preis für die Beste Regie. 2000 präsentierte er "In The Mood For Love" in Cannes, und Hauptdarsteller Tony Leung erhielt den Preis für den Besten Darsteller. Außerdem wurde "In The Mood For Love" mit dem Europäischen Filmpreis als Bester nichteuropäischer Film des Jahres 2000 ausgezeichnet.

AVIVA-Tipp: Ein Muss für alle LiebhaberInnen des zeitgenössischen asiatischen Filmes. Das Kaleidoskop aus Farben, Musik und Lyrik verführt die Zuschauerin/den Zuschauer, sich zwei intensive Stunden lang fallen zu lassen in eine Welt widersprüchlichster Gefühle und Sehnsüchte.


2046
Hongkong 2004DarstellerInnen: Tony Leung Gong Li, Takuya Kimura, Faye Wong, Zhang Ziyi, Carina Lau, Chang Chen, Maggie Cheung
Produktion/Regie/Drehbuch: Wong Kar Wai
Kinostart: 13. Januar 2005
Länge: 127 Minuten
Verleih: PROKINO
www.2046-der-film.de


Kultur Beitrag vom 10.01.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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