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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 23.01.2005

Die Grauzone. Nach dem Bericht eines Überlebenden
Julia Richter

Zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz kommt ein Film über den einzigen bewaffneten Häftlingsaufstand in dem Vernichtungslager in die Kinos. Mit Harvey Keitel und Mira Sorvino



Der Film von Tom Blake Nelson beruht zu einem großen Teil auf den 1946 erschienenen Erinnerungen "Ich war Arzt in Auschwitz" des rumänischen Pathologen Miklos Nyiszli sowie auf fünf Tagebüchern, die von Mitgliedern des Sonderkommandos verfasst und später in Birkenau entdeckt wurden.

Im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau plant ein ungarisches Sonderkommando 1944 heimlich einen Aufstand. Die Männer haben nichts zu verlieren: Vom Oberscharführer Muhsfeldt (Harvey Keitel) und seinen Schergen werden sie gezwungen, die eigenen Landsleute in den Tod zu führen. Sie führen neu ankommende Häftlingstransporte unter Vorwänden in die Gaskammern, durchsuchen die toten Körper, brechen die Goldzähne heraus, entsorgen die Leichname in den Krematorien und Verbrennungsgruben, reinigen die Gaskammern und sortieren die Habseligkeiten der Opfer. Dafür erhalten sie zwar Privilegien, aber ihre grausige Tätigkeit beraubt sie ihrer Menschenwürde und Selbstachtung.

Sie sind sich bewusst, dass ihnen ihr Handeln bestenfalls eine Frist von einigen Monaten einbringt, denn als Augenzeugen, die im Zentrum der Vernichtung eingesetzt werden, sind sie zum Tode bestimmt und werden durch ein neues Sonderkommando ausgetauscht. In dem Bewusstsein, sterben zu müssen, wollen sie ihrem Leben wieder einen Sinn geben und die bestialische Vernichtungsmaschinerie der Nazis, deren Teil sei geworden sind, stoppen ? und sei es nur für eine kurze Zeit.

Notwendige Hilfe finden sie bei Dina (Mira Sorvino), Rosa (Natasha Lyonne) und anderen Frauen, die in der benachbarten Munitionsfabrik "Union" in Birkenau zur Zwangsarbeit eingeteilt sind. Sie zweigen kleine Mengen Schießpulver von der Produktion ab, das mittels Leichentransporten zu den Aufständischen gelangt.

Der Plan gerät in Gefahr, als die Pulverkassiber entdeckt, Rosa und Dina verhaftet werden. Eins der Mädchen die Gaskammer überlebt, das die Männer des Sonderkommandos mit Hilfe des ungarischen Lagerarztes Nyiszli (Allan Corduner) verstecken.

In oftmals langsamen, manchmal leider zu dunkel gehaltenen Bildern wird das Geschehen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Herbst 1944 nachgezeichnet. "Die Grauzone" ist ein bedrückender Film über eine menschliche Verzweiflungstat in unmenschlichen Zeiten. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt jedoch eher die Thematik, als die filmische Inszenierung. Die SchauspielerInnen wirken wenig überzeugend, besonders Harvey Keitel in der Rolle des Oberscharführer Muhsfeldt.

Die Grauzone
Ein Film von Tim Blake Nelson
DarstellerInnen: Harvey Keitel, Steve Buscemi, Mira Sorvino, u.a.
USA 2002,104 min
35 mm, OmU und DF
im Verleih von b.film
Kinostart: 27.Januar 2005
www.grauzone-derfilm.de


Kultur Beitrag vom 23.01.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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