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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 31.01.2005

Stets gern für Sie beschäftigt...
Sarah Ross

Mit der Ausstellung im Rahmen des Themenjahres "Zwischen Krieg und Frieden" beleuchtet die ifa-Galerie Berlin vom 28.01.05-27.03.05 die Verbrechen des Holocausts aus der Perspektive der Industrie



Im Rahmen des Themenjahres "Zwischen Krieg und Frieden" widmet sich auch die ifa-Galerie Berlin des Instituts für Auslandsbeziehungen dem Gedenken an die Opfer des Holocausts. Während sich die Ausstellung "Bilder des Erinnerns und Vergessens" im Jahr 2003 diesem Thema über individuelle Schicksale jüdischer Opfer näherte, so thematisiert die Ausstellung "Stets gern für Sie beschäftigt...", wie Industrie und gesellschaftliche Verhältnisse in Deutschland in die Maschinerie des Holocausts involviert waren.

"Stets gern für Sie beschäftigt..." ist nicht nur eine Floskel, die die Firma J. A. Topf & Söhne in Erfurt unter die Korrespondenz mit ihren Auftraggebern, wie die SS-Bauleitung, setzte. Diese Worte stehen auch für zahllose Briefe weiterer regimetreuer Firmen, die durch ihre Dienste den Völkermord während der NS-Zeit vorantrieben: Die Firma J. A. Topf & Söhne Erfurt lieferten die Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager. Die eingeladenen KünstlerInnen zeigen in ihren Werken auf unterschiedliche Art und Weise, dass das Erinnern an die Schuld und Verantwortung des Einzelnen, die Auseinandersetzung mit Verdrängungsstrategien und die Möglichkeiten zur Sühne und Versöhnung nötig und realisierbar sind.

Yael Katz Ben Shalom, eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation in Israel, setzt sich in ihrer Installation "Made in Germany" mit der Firma J. A. Topf & Söhne in Erfurt und dem heutigen Umgang mit der Vergangenheit auseinander.
Der ehemalige Artist-in-Residence an der Wiener Library in London, Uriel Orlow, wendet sich in seiner Arbeit "Deposits" der Archivierung von Geschichte zu.
Sein Kunstwerk besteht aus den Videoarbeiten "1942" und "Housed Memory". Dokumentarisches Material aus dem Getto von Lodz setzt Heidi Stern in ihren plastischen Werken und szenischen Installationen um. Für Aufsehen erregende Denkmalsentwürfe ist hingegen das Künstlerpaar Renata Stih und Frieder Schnock bekannt. Mit ihrem neu überarbeiteten Werk "Bus Stop" regen sie die BesucherInnen und sich selbst zum Nachdenken an. Die Verbindung des Modemachers Hugo Boss zum Nationalsozialismus wird in der künstlerischen Arbeit von Tanya Ury aufgedeckt: Die Beziehung von Mode und Politik, sowie Mode und Uniform bestimmen ihr Schaffen.

Die Ausstellung "Stets gern für Sie beschäftigt..." widmet das Institut für Auslandsbeziehungen dem 40jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen.


"Stets gern für Sie beschäftigt..."
ifa-Galerie Berlin
Linienstraße 139/140
10115 Berlin
Di-So 14-19 Uhr
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.ifa.de/galerien/holocaust2/index.htm
www.ifa.de
und im 88-seitigen Katalog zum Preis von 9,-€.


Kultur Beitrag vom 31.01.2005 Sarah Ross 

   




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