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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 31.01.2005

Die Galerie Camera Work zeigt bis zum 5.03.05 die Arbeiten von Larry Fink
Sabine Grunwald

Nach 40 Jahren Praxis gehört er zu den größten Dokumentarfotografen Amerikas und steht auf einer Stufe mit Diane Airbus, Robert Frank, Garry Winograd und Weegee



Die Arbeiten von Larry Fink bestehen aus drei Monografien "Social Graces", "Runway" und "Boxing". Sie sind eine Chronik der Vielfalt des Lebens in Amerika und bestechen durch die Kraft des Details.

In den 1970er Jahren zog Fink in das ländliche Martins Creek, Pennsylvania, auf eine verlassene Farm. Der Großstädter lernte nicht nur den Umgang mit den rauen Naturgewalten, sondern auch dessen BewohnerInnen näher kennen. Vom Voyeur wurde er zu einem Nachbarn, der akzeptiert und zu den Festen eingeladen wurde. Die ihm Einblicke in das alltägliche, intime Leben seiner Mitmenschen gestatteten.

Den Alltag seiner Umgebung dokumentierte er mit der gleichen Intensität wie die Events der "Schönen" und "Reichen" in den Großstädten.

Der vor 20 Jahren erschienene und 2001 neu aufgelegte Bildband "Social Graces" präsentiert Momente aus diesen konträren Welten. Die Portraits der Society bestechen durch ihre Ästhetik, während die Fotos von Geburtstagen und Parties der Nachbarsfamilien durch ihre Spontaneität und Lebendigkeit fesseln.

Seine Gabe ist es, sich in den verschiedensten sozialen Milieus ungehemmt zu bewegen. Er fällt keine moralischen Urteile über Menschen, die er fotografiert. Indem er hauptsächlich Geburtstage, Hochzeiten, Wettkämpfe und Partys ablichtet, drängt er sich nie in die Privatsphäre der Fotografierten. Vielmehr wird in diesen Situationen die Kamera akzeptiert und geradezu erwartet.

In seinem neueren Projekt "Runway" gewährt er Einblicke hinter die Kulissen der Modewelt. Während der sechs Jahre, in denen die Fotos zu dem gleichnamigen Band entstanden, setzte er sich - wie bei all seinen Projekten - über das stillschweigende Verbot indiskreter Blicke hinweg und schuf Bilder, die mit den Klischeevorstellungen von Schönheit gründlich aufräumen. Fink präsentiert keine Galerie der "Schönen", sondern Dokumente eines gesellschaftlichen Phänomens mit geradezu wissenschaftlicher Nüchternheit. Die oberen Zehntausend spielen ihren Part in einem Theater des Artifiziellen.

In seinen Bildern fängt Larry Fink den magischen Augenblick ein, in dem das Gegenüber die Maske der Wohlerzogenheit fallen lässt. Seine AkteurInnen haben etwas Unfertiges, sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf. Fink gelingt es, ihre Psyche zu entkleiden indem er sich unter diese Gesellschaft mischt.

Die Aufnahmen aus "Boxing" präsentieren nicht die erwartete Rauheit, sondern legen den Fokus auf Details, in denen der Wettkampf aber auch der sanfte und brüderliche Umgang der Männer untereinander sichtbar wird. Diese Welt des physischen Wettstreits vereint viele Aspekte des Lebens: Konzentration und Anspannung, Erschöpfung, Sieg und Niederlage, Neugier und Anteilnahme.

Larry Fink, geboren 1941 in Brooklyn, New York, begann seine Karriere als Schüler von Alexey Brodovitch und Lisette Model. Zur Zeit ist er Professor am Bard College in New York. Seine Arbeiten wurden in den letzten vierzig Jahren weltweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Sie sind in vielen namhaften Sammlungen dem Museum of Modern Art, dem Metropolitan Museum, der Bibliothèque Nationale und dem Fotografie Forum International vertreten.


Dauer der Ausstellung:
22. Januar - 05. März 2005
Camera Work
Kantstraße 149
10623 Berlin
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr
Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr
www.camerawork.de


Kultur Beitrag vom 31.01.2005 Sabine Grunwald 

   




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