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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.02.2005

Robert Capa ist bis zum 18.04.05 eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau gewidmet
Sabine Grunwald

50 Jahre nach dem Tod des großen Fotografen erinnert eine Retrospektive mit rund 300 Werken an den legendären Kriegsreporter, der eine Ära des einfühlsamen Fotojournalismus prägte



"If your pictures aren´t good enough, you aren´t close enough" (Robert Capa). Dieser eherne Grundsatz wurde ihm selbst zum Verhängnis. Mit nur 40 Jahren, am 25. Mai 1954, ließ der bekannte Fotograf sein Leben, als er Soldaten in Thai Binh Indochina bei der Mienensuche fotografierte.

Sich selbst wollte er nicht als Künstler sehen, zu seinen Lebzeiten gab es keine einzige Ausstellung seiner Bilder. 50 Jahre nach seinem Tod erinnert eine große Ausstellung an den legendären Kriegsreporter, der es wie kein anderer vermochte, den Schrecken des Krieges und das Leid der Zivilbevölkerung gleichermaßen zu dokumentieren. 300 bekannte und weniger bekannte Fotografien, zeigen neben seinen "Highlights" überraschende Bilder eines Zeitzeugen und engagierten Journalisten. Sein Werk ist eine Anklage gegen den Krieg, gegen faschistische Systeme und Unterdrückung.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm Robert Capa an fünf Kriegen fotografisch Anteilnahme und erschütterte die Welt mit bis heute unvergessenen Bildern. Er dokumentierte den Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939), den chinesischen Widerstand gegen die japanische Besetzung (1938), den Zweiten Weltkrieg in Europa (1941-1945) und die Landung der Alliierten in der Normandie. Weiter den ersten israelisch-arabischen Krieg (1948) und letztendlich den Krieg in Indochina (1954).

Robert Capa kommt 1913 im damaligen Österreich-Ungarn als Endre Ernö Friedmann zur Welt. Wegen seiner Teilnahme an Studentenprotesten flieht er 1931 nach Berlin. Er schreibt sich an der Deutschen Hochschule für Politik ein um Journalismus zu studieren. Nebenbei arbeitet er für Ullstein und die Foto Agentur Dephot. Seine erste Reportage über Leo Trotzki, den Revolutionär im Exil, wird 1932 im "Welt-Spiegel", der Wochenbeilage des "Berliner Tageblatts" veröffentlicht. Im selben Jahr flieht Friedmann als Ausländer, Jude und Roter von den Nationalsozialisten bedroht, nach Paris.

Hier begegnet er der ebenfalls aus Deutschland emigrierten Fotografin Gisèle Freund und dem Ungarn André Kertész. Die legendäre Freundschaft zu David Szymin (Chim) und Henri Cartier-Bresson, mit denen er später zusammen die Foto-Agentur Magnum gründen wird, findet hier ebenfalls ihren Anfang. 1934 lernt er die Fotografin Gerda Pohorylle kennen. Die aus Deutschland emigrierte Jüdin, polnischer Abstammung wird seine Partnerin und Lebensgefährtin.

1936 reisen beide nach Spanien um den Bürgerkrieg für die Zeitschriften "Vu" und "Regards" zu dokumentieren. Hier entsteht das legendäre und vieldiskutierte Bild des "fallenden Soldaten". Auch seine Freundin Gerda Taro, wie Sie sich später nennt, verliert in den heftigen Kämpfen von Brunete 1937 ihr Leben. Ihr widmet Robert Capa das Gemeinschaftswerk "Death in the Making".

1939 flieht Capa in die Vereinigten Staaten und lebt als freiberuflicher Fotograf in New York. Im Auftrag der Magzine "Life" und "Collier´s" begleitet er als Kriegsberichterstatter die Feldzüge in Nordafrika und nimmt 1944 an der Invasion der Alliierten in der Normandie teil. Seine Fotos von der Landung am D-Day machen in weltberühmt.

Capa fotografiert die Befreiung von Paris und hält in seinen Bildern das zerstörte Berlin mit seinen verzweifelten Menschen fest. Hier beginnt auch seine Liebesaffäre mit Ingrid Bergmann. Die zweijährige Romanze inspirierte Alfred Hitchcock zu seinem Film "Rear Window". 1947 gründet er die Bildagentur MAGNUM und ist in Russland, Israel, Polen und der Tschechoslowakei unterwegs. Zusammen mit John Steinbeck veröffentlicht er ein Buch über Russland und mit Irwin Shaw eines über Israel. 1952 entzieht im die Botschaft der Vereinigten Staaten wegen seiner Reportage über den Spanischen Bürgerkrieg für die linke Presse für mehrer Monate den Pass.

1954 bittet in das "Life Magazine" für einen amerikanischen Kollegen in Indochina einzuspringen. Capa nimmt diesen Auftrag, seinen letzten an. In einem Nachruf heißt es: "Capa ist so gestorben, wie es sich für ihn gehörte - Im Tumult des Untergangs."

Außer den bekannten Kriegsfotografien sind weniger bekannte und bisher nicht veröffentlichte Reportagen zu sehen. Zahlreiche Künstlerportraits französischer LeihgeberInnen werden zudem von Illustrierten und Magazinen der 1930er und 1940er Jahre komplettiert.
Täglich um 12 und 15 Uhr ist kostenlos im Kinosaal der 80 min. Film "Robert Capa in Love and War" von Anne Makepeace in englischer Originalversion zu sehen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: Preis in der Ausstellung 19,90 Euro
Robert Capa
Retrospektive

nicolai
256 Seiten, 218 Abbildungen im Duotone
ISBN 3-89479-237-X
Preis 29,90 Euro


Robert Capa - Retospektive
Ausstellungsort:
Martin-Gropius.Bau
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Dauer der Ausstellung:
22.01.2005 - April 2005
Öffnungszeiten:
Täglich 10 bis 20.00 Uhr, außer Dienstag
Eintritt 6 Euro, erm. 4 Euro
Öffentliche Führungen:
Samstag 16.00 Uhr, Sonntag 14.00 Uhr
Weitere Informationen im Netz unter:
www.gropiusbau.de


Kultur Beitrag vom 04.02.2005 Sabine Grunwald 

   




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