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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 26.04.2005

Melinda und Melinda
Sarah Ross

Woody Allens neuer Film erzählt eine Anekdote aus zwei völlig gegensätzlichen Perspektiven: einer tragischen und einer komischen. Dreh- und Angelpunkt dieser verschachtelten Erzählung ist Melinda.



Woody Allen führt uns auch dieses Mal in die Welt der New Yorker GroßstadtneurotikerInnen, die sich mit den guten und schlechten Seiten von Liebe, Beziehungen, Sex, Eifersucht, Glück und Shopping auseinandersetzen müssen. Melinda (Radha Mitchell), eine attraktive, junge Frau, ist nach New York gekommen, um ein neues Leben zu beginnen und sich neu zu verlieben.
Ihre Geschichte ist Ausgangspunkt einer Diskussion, in die sich vier Freunde beim Abendessen in einem kleinen Bistro verwickeln. Max (Larry Pine) stellt die Frage in den Raum, ob man der Wirklichkeit mit den Mitteln der Tragödie oder Komödie am nächsten kommt.

Die Theaterautoren Sy (Wallace Shawn) und Al (Neil Pepe) spinnen Melindas Lebensgeschichte weiter, als diese unangemeldet in eine Dinnerparty hineinplatzt, die eigentlich dem beruflichen Fortkommen der GastgeberInnen dienen sollte.
In der fröhlich beschwingten Geschichte von Sy, dem Komödienschreiber, wird Melinda eher Glück in der Liebe haben, wohingegen Al, der sich dem Drama verschrieben hat, Melinda als eine vom Pech verfolgte und verzweifelte Figur kreiert. So klar die Antwort auf Max Frage zu sein scheint, dass Komödie und Tragödie Hand in Hand gehen, so klar ist auch, dass mit der Zeit die Grenzen zwischen beiden verschwimmen werden.

In Sys Komödie ist Melinda die neue Nachbarin des unterbeschäftigten Schauspielers Hobie (Will Ferell) und seiner Frau Susan (Amanda Peet), einer aufstrebenden Independent-Regisseurin. Nach einem missglückten Selbstmordversuch platzt sie in die Abendgesellschaft des Ehepaares hinein. Nachdem Melinda sich ihrer Überdosis Schlaftabletten entledigt hat, hält sie die heitere Runde mit der Geschichte ihrer erst kürzlich beendeten Beziehung zu einem italienischen Fotografen bei Laune. Hobie, für den es in der "kreativen Phase" und im neuen Film seiner neurotischen Frau keinen Platz zu geben scheint, verliebt sich in die hübsche Melinda. Doch Melinda, die stets für ein Abenteuer zu haben ist, sorgt für eine heitere Verzögerung des Happy Ends der sich zart entfaltenden Liebesgeschichte.

In der Tragödie ist Melinda eine alte Schulfreundin der Musiklehrerin Laurel (Chloë Sevigny). Sie und ihr Ehemann Lee (Jonny Lee Miller), ein arbeitsloser Schauspieler, erwarten Melinda schon seit Wochen, weil sie nach der dramatischen Trennung von ihrem Mann und dem verlorenen Sorgerechtsstreit um ihre Kinder um Unterkunft in der neuen Wohnung des Ehepaares gebeten hatte. Laurel und Lee beschließen, ihre Freundin, die sich auf der vergeblichen Suche nach dem Richtigen mit Drogen tröstet, zu verkuppeln. Als Melinda sich später in den Pianisten Ellis (Chiwetel Ejiofor) verliebt, soll auch diese, vermeintlich glücklich erscheinende Beziehung, zum Scheitern verurteilt sein: Auch Laurel verliebt sich in Ellis.

Mit seinem neuen Film "Melinda und Melinda" ist dem Regisseur Woody Allen eine intelligente und witzige Auseinandersetzung mit den Themen Moral, Identität, Intimität, Eifersucht und den Launen romantischer Liebe gelungen. Keiner hätte das Ensemble-Stück um die duale Natur des menschlichen Daseins besser verfilmen können als Woody Allen.

Kinostart ist der 28. April 2005


Melinda und Melinda
Regie: Woody Allen
DarstellerInnen: Will Ferrell, Radha Mitchell, Chloë Sevigny, Jonny Lee Miller
OT: Melinda and Melinda
USA 2004
Deutschland (FSK): Keine Altersbeschränkung
Länge: ca. 99 Minuten
www.melindaundmelinda-derfilm.de


Kultur Beitrag vom 26.04.2005 Sarah Ross 

   




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