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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.06.2005

Douglas Adams postume Traumerfüllung - die Verfilmung des Kultbuches Per Anhalter durch die Galaxis
Kirsten Böttcher

Falls Sie bald Urlaub im All machen wollen, schnallen Sie sich an: Alle nötigen Infos und die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Universum erhalten Sie hier in der aufdringlichsten Form



Es war einmal so ungefähr...

Wenn Arthur Dent gewusst hätte, was ein Pangalaktischer Donnergurgler ist, dann hätte er an diesem verflixten Donnerstag ein dreckiges Dutzend dieser Drinks vertragen können. Alles fing ganz harmlos an: Man wollte sein Haus abreißen, um eine Umgehungsstraße zu bauen, was dann allerdings verhindert wurde durch die Ankunft der Vogonenraumschiffe, die nach einer letzten Warnung die Erde sprengten zwecks Einrichtung einer intergalaktischen Umgehungsstraße.
So weit, so gut: Man kommt in diesem Film tatsächlich in den Genuss einer beeindruckenden Außenansicht der Detonation unserer Mutter Erde. Filmprotagonist Arthur Dent wird allerdings von seinem Freund Ford Prefect (der schöne Rapper Mos Def gibt sein Kinodebüt) gerettet, indem sie per Anhalter auf dem Vogonenschiff mitfliegen. Sein guter Freund entpuppt sich nebenbei als eine außerirdische Lebensform, die sich auf einer Recherchereise für das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" befindet. So beginnt eine galaktische Odyssee für den gebeutelten Arthur, die er über die gesamte Filmdauer hinweg im Bademantel antritt. So was kann ja keiner morgens schon ahnen...

Gibt es eine ultimative Antwort auf die letzte Flirtfrage?

Um Sie noch weiter zu verwirren: Arthur und Ford werden nach dem Rausschmiss aus dem Vogonengefährt von dem gerade vorbei treibenden Raumschiff "Herz aus Gold" gerettet. Die "Herz aus Gold" wurde von dem Präsidenten der Galaxis Zaphod Beeblebrox (ein geniale Mischung aus Glam-Hippie und Tom-Cruise-Grinsen: Sam Rockwell) gekidnappt, um die Antwort auf die ultimative Frage des Universums und allem zu finden, äh... oder die Frage zur ultimativsten Antwort neu zu stellen.
Auf dem Schiff trifft Arthur eine Erdenbewohnerin (Zooey Deschanel) wieder, die - äußerst unwahrscheinlich, aber wahr - auf der letzten Party mit Arthur Dent einen Flirt begonnen hatte und dann doch lieber mit dem Surfermähne-Typen durchgebrannt ist: Zaphod Beeblebrox. Und dies ist nur der Anfang...

Von Douglas und "für Douglas"

Douglas Adams hat diesen Kult in den 70ern losgetreten. Er kreierte zunächst ein Hörspiel für die BBC, später, 1979, erschien das erste Buch ("Per Anhalter durch die Galaxis") von insgesamt fünf. Außerdem arbeitete er schon seit den 80er Jahren an Drehbüchern für eine Verfilmung seines "Anhalters", der allerdings in eingefleischten Fankreisen als unverfilmbar galt. Nachdem eine BBC-TV-Serie einen trashigen Versuch gestartet hatte, das Buch aufs Fernsehen zu transferieren, wurde es 1997 ernst: Adams unterschrieb einen Vertrag bei Spyglass und stellte sich noch vor seinem überraschenden Tod 2001 Hugh Grant als Arthur Dent vor.
Sein Drehbuch wurde noch einmal von Karey Kirkpatrick ("Chicken Run") überarbeitet und nun mit - außerhalb Großbritanniens eher unbekannten - Martin Freeman in der Rolle Arthur Dents liebevoll auf die Leinwand gebracht. Mit der Widmung: "For Douglas".

Wie visualisiert man den Unwahrscheinlichkeitsantrieb?
Probleme der Transposition

Die Hingabe und Adams-Treue ist dem Film deutlich anzumerken: Ein im wahrsten Sinne farbenprächtiges Spektakel von mutigen Stilmischungen, überzeugender SchauspielerInnencrew, hirnverbrannten Zeitsprüngen, satirischen Einschüben und natürlich viel Slapstick presst die nicht vorgewarnte Zuschauerin vor Staunen in die Kinocouch. Andererseits liegt auch in diesem wilden Mix das Problem des Films. Gerade die Sprünge zwischen der Haupthandlung, den Auszügen aus dem "Per Anhalter durch die Galaxis"-Buch und den eingeschobenen satirischen Mini-Episoden sind charakteristisch für den Adams-Stil in Roman und Hörspiel. Doch auf der Leinwand zerfasert diese Sprunghaftigkeit den Plot eher, so dass man streckenweise zwar amüsiert, aber nur distanziert dem Kinotamtam folgen kann.

AVIVA-Tipp: Trotz dieser Einschränkung gibt es genug urkomische, kreative und einfach schöne Szenen, die man auch als Nicht-Douglas-Adams-Fan einfach nur genießen kann: Arthur Dent kotzt quasi ästhetisch Wollfäden aus, man darf einen rasanten Trip durch das Planetenkonstruktionsdeck miterleben und Sam Rockwell bei seiner Starallürenparodie zusehen. Da verzeiht man auch verklärende Erdennostalgie mit vielen Blümchen und null Zivilisationsfrust. Letzten Endes kann man es immer auf die Mäuse schieben... wenn Sie wissen wollen, warum: Ab ins Kino!


Per Anhalter durch die Galaxis
(Originaltitel: "The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy")
Buena Vista: USA/GB 2005, 109 Minuten.
Regie: Garth Jennings
DarstellerInnen: Martin Freeman, Mos Def, Sam Rockwell, Zooey Deschanel, Bill Nighly, John Malkovich - im Original die Stimmen von Alan Rickman und Stephen Fry - und viele mehr...



Kultur Beitrag vom 05.06.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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