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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.07.2005

Der liebe Gott hat einen großen Garten...
Ruth Niehaus

Meeresfrüchte - präsentiert von Ducastel und Martineau - das ist Ohnsorgtheater mit französischer Raffinesse und einem Hauch von Utopie, sinnlich und komisch, ohne jemals derb zu werden



Crustacés et Coquillages

Wie sie sich da mit Joint und Cocktail im Liegestuhl räkelt... . Zufrieden mit sich und der Welt, wie ein Mensch nur sein kann, stellt sie fest: "Ich mag es, schlaff zu sein." Man kriegt Lust, sich daneben zu legen und ebenso begeistert den Flugzeugen am südlichen Himmel nachzuschauen. Das Leben kann so einfach sein.
Béatrix, sinnenfrohe Mutter zweier fast erwachsener Kinder, kann ziemlich gut entspannen und als Holländerin tolerant sein. Mit dieser aus ihrer hedonistischen Grundeinstellung erwachsenen Aufgeschlossenheit piesackt sie so manches mal ihren Mann Marc, der nicht das Glück hatte, in den Niederlanden aufgewachsen zu sein.

Gemeinsam mit ihren Kindern, der 19jährigen Laura und dem zwei Jahre jüngeren Charly, wollen Marc und Béatrix den Sommer in einem Haus an der französischen Mittelmeerküste verbringen. Doch kuscheliges, familiäres Zusammensein will nicht so recht aufkommen. Tochter Laura zögert keine zwei Sekunden, als ihr Freund mit seinem Motorrad auftaucht, um Richtung Portugal zu fahren. "Deine Tochter schläft mit Männern - gewöhn Dich daran", fällt Béatrix zum brüsken Abgang des ältesten Kindes ein.
Sohn Charly, von Schulfreund Martin offen angehimmelt, ist vollauf damit beschäftigt, sich über seine sexuelle Identität Klarheit zu verschaffen. Ganz verständnisvolle Mutter, versucht sie, ihrem Sprößling das Coming-Out zu erleichtern und informiert Marc über ihre Vermutung -"Das Wetter ist schön, das Haus ist super, Charly ist schwul- wo ist das Problem?"

Damit gibt sie dem Beziehungskarussell den ersten Schwung. Bis sie ihren Irrtum bemerkt, (Charly ist nicht schwul, er hat nur Respekt vor großen Brüsten) hat es bereits alle Beteiligten mitgerissen, auch Béatrix selbst, die sich doch so scheinbar unkompliziert aufs Genießen verlegt hatte.
Weiterhin springen auf: Béatrix´ Liebhaber, der gleich zu Beginn des Urlaubs für süße Beschäftigung, aber auch bald für Verdruß sorgt und ein geheimnisvoller Klempner mit beeindruckend ausdefinierter Muskulatur. Mehr wird nicht verraten.
Nur soviel noch: Alle lernen am Schluß, zu ihren tief im Inneren verborgenen Gefühlen zu stehen und nichts ist mehr, wie es vor dem Urlaub mal war. Oder anders ausgedrückt: Die Liebe siegt auf sehr amüsante Weise.

AVIVA-Tipp: Die Geschichte hätte das Zeug zu einem Psychodrama gehabt, Ducastel und Martineau haben eine rasant erzählte, fast märchenhafte Komödie mit lustigen Liedern daraus gemacht. Ein Ferienfilm, den man bitte auch im November noch mal auf die Leinwand bringen möge!


Meeresfrüchte
CRUSTACÉS ET COQUILLAGES

Frankreich 2004
Regie: Olivier Ducastel und Jacques Martineau
DarstellerInnen: Valéria Bruni-Tedeschi, Gilbert Melki, Jean-Marc Barr und Jacques Bonnaffé
Kinostart: 21. Juli 2005
90 Minuten
Freigegeben ab 12 Jahren
www.meeresfruechte-film.de

Kultur Beitrag vom 21.07.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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