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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 31.07.2005

Tanz im August 2005
AVIVA-Redaktion

Das größte internationale Tanzfestival Deutschlands zeigt vom 11. - 30. August 2005 die Vielfalt und ästhetische Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes in über 20 Produktionen.



Hochsommer in der Metropole.
Wie jedes Jahr verlockt das größte Tanzfestival Deutschlands "Tanz im August - Internationales Tanzfest Berlin" auch in seiner 17. Auflage dazu, die Vielfalt und ästhetische Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes in über 20 Produktionen zu erleben. Vom 11. - 30. August werden Aufführungen, Installationen, Filme, Lectures, Diskussionen und ein Fortbildungsprogramm für Profis präsentiert. Das künstlerische Leitungsteam der TanzWerkstatt Berlin (Ulrike Becker / André Thériault) und des Hebbel am Ufer (Bettina Masuch / Matthias Lilienthal) setzt mit dem diesjährigen Programm zwei inhaltliche Schwerpunkte: zum einen die Begegnung, Auseinandersetzung und Interaktion von klassischem und zeitgenössischem Tanz zum anderen eine Reihe von Aufführungen, die das Verhältnis von Körper und Raum neu ausloten.

Eröffnet wird das Festival mit dem Stück bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS der kanadischen Choreografin Marie Chouinard, einer Ode an die verletzliche Schönheit und Virtuosität des Körpers. Ausgerüstet mit Spitzenschuhen, Krücken, Prothesen, Seilen und behindert durch Stangen erschaffen 10 brillante TänzerInnen bizarre Körperbilder von großer Ästhetik.

In Zusammenarbeit mit dem Staatsballett Berlin werden Jérôme Bel, Xavier Le Roy & Eszter Salamon, Dana Caspersen & William Forsythe und Vladimir Malakhov ihre Arbeiten an einem Abend in der Staatsoper Unter den Linden präsentieren.
Das Solo VÉRONIQUE DOISNEAU von Jérôme Bel ist eine Hommage an die zahllosen anonymen Corps de ballet-Tänzerinnen, die nie zu verehrten Primaballerinen werden. GISZELLE von Xavier le Roy und Eszter Salamon sampelt ikonografische Bilder der Popkultur und des romantischen Balletts mit den Mitteln des Kinos. THE THE von Dana Caspersen und William Forsythe ist ein komplexes sinnliches Duett: ein Gespräch der Gliedmaßen, ein präzise verflochtener Dialekt der Schönheit. Zum Abschluss des Abends tanzt Vladimir Malakhov ein Solo, dessen Titel jedoch noch eine Überraschung bleiben soll. Das gemeinsame Programm dieses Abends ist Ausdruck der gewachsenen gegenseitigen Neugier und Öffnung zwischen Ballett und zeitgenössischen Tanzkonzepten.

Viele der eingeladenen Produktionen arbeiten mit außergewöhnlichen Raumkonzepten: Die Forsythe Company ist mit der Performance-Installation YOU MADE ME A MONSTER im Festival zu Gast.
Eine weitere radikale Begegnung von Bildender Kunst und Tanz markiert die Deutschlandpremiere von Maguy Marins Stück UMWELT. Neun Personen werden hier von einer Windmaschine durch ein labyrinthisches Bühnenbild gejagt - ein visuell faszinierendes, sich auch politisch verstehendes Bild unserer (Um)Welt das in Frankreich für Furore sorgte.
Die Installation APPEARING ROOMS von Jeppe Hein besteht aus einem per Zufallsprinzip gesteuerten Wasserpavillon, der auf den Betrachter als Akteur setzt.
Die in Berlin lebende polnische Künstlerin Katarzyna Kozyra konzentriert sich in ihrer Videoinstallation FACES ganz auf die Gesichter der Tänzer Storm und Marie-Claude Pietragalla.
Mit einem Rundgang zu ausgewählten Orten in Berlin und Gesprächen betreiben der Choreograf Paul Gazzola und der Architekt Christian Teckert in TRANSPARENCY eine intensive Recherche der Inszenierung des öffentlichen Raumes.
Weiteres Highlight ist das Gastspiel der Batsheva Dance Company aus Israel. In MAMOOTOT sitzen die ZuschauerInnen an den vier Seiten eines Bühnenfeldes. Die emotionsgeladenen, spannungsreichen, erotischen und rasanten Beziehungen zwischen den TänzerInnen übertragen sich unmittelbar aus der Bewegung heraus auf das Publikum.

Wie jedes Jahr lädt das Festival auch junge ChoreografInnen ein wie z. B. Julia Cima, die in VISITATIONS eine körperliche Konfrontation mit 100 Jahren Tanzgeschichte unternimmt oder Olga de Soto, deren Projekt HISTOIRE(S) sich Jean Cocteaus Ballett LE JEUNE HOMME ET LA MORT über die Erinnerungen von ZuschauerInnen nähert, die die Premiere 1946 miterlebt haben.
Auch im Rahmen des diesjährigen Filmprogramms findet sich die Auseinandersetzung mit diesem legendären Ballett wieder. Gezeigt werden zwei ungewöhnliche Filmdokumente in der Regie von Kenneth Anger und Roland Petit. Außerdem sind zu sehen: AMELIA von Édouard Lock, MM IN MOTION von Claire Denis, VERS MATHILDE von Vivian Ostrovsky und SOMEWHERE IN BETWEEN von Pierre Coulibeuf.

Soviel kann man versprechen: Das diesjährige Festival Tanz im August präsentiert hochkarätige Compagnien, virtuosen Tanz und auch noch einige Geheimnisses, die gelüftet werden wollen, wie in dem Projekt OHNE TITEL, das den Namen seines Autors nicht verrät.


Das komplette Programm und weitere Informationen: www.tanzimaugust.de
Tickets : 030 247 49 777 & 030 259 004 27

Kultur Beitrag vom 31.07.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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