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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.01.2003

Schwarzsehen erlaubt!
Anja Kesting

Ein dunkles Theater! Ein dunkles Programm! Ein dunkles Erlebnis! In der unsicht-Bar Berlin unterhalten drei AkteurInnen das Publikum in völliger Finsternis. Spannend und überraschend!



"Als Blinder sieht man die Welt der Sehenden anders, wir sind normalerweise gezwungen, uns an die Mehrheit der Sehenden anzupassen... Umgekehrt fällt das den Sehenden sehr schwer, weil es die Ausnahmesituation darstellt", erklärt der blinde Pianist Reinhard Walter. Damit die Sehenden einen Eindruck vom Blindsein bekommen, entwickelten Marietta Rohrer und Fritz Eggert, beide sehend, sowie Reinhard Walter speziell für die Dunkelbühne der unsicht-Bar Berlin das Programm "Ein dunkles, bitte!". Premiere ist am 23. Januar 2003. Das Konzept ist anscheinend nicht nur in Deutschland einzigartig - trotz intensiver Recherchen konnte weltweit kein vergleichbarer Veranstaltungsraum gefunden werden. Die Dunkelbühne ist also ein Pilotprojekt, bei der Entwicklung des Programms wurde echte Pionierarbeit geleistet.

Die Grundidee von "Ein dunkles, bitte!" ist, dass durch das Ausschalten des Sehnervs, die Wahrnehmung der anderen Sinne geschärft wird. So entstehen neue, intensive Eindrücke - auch Nase, Finger und Ohren können Bilder produzieren.

Im Brennpunkt des andersartigen Theaterstücks stehen "Menschen in einer Bar". Die drei AkteurInnen rezitieren Texte von Rainer Maria Rilke, Luis Bunuel und Khalil Gibran, geben aber auch Musikstücke, wie der Judy Garland Titel "Somewhere over the rainbow", zum besten.

Dabei suchen sie die Interaktion: Nicht nur das Publikum, sondern auch die blinden und sehbehinderten Barkeeper werden in das Programm integriert. "Die Aufführung enthält Collagen, wir wollen uns mit der Erwartungshaltung und der Gefühlswelt unserer Gäste in der Dunkelbühne beschäftigen", erklären die drei KünstlerInnen.

Den Ablauf einer typischen Veranstaltung in der Dunkelbühne sieht folgendermaßen aus: Bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn können die Gäste an der (beleuchteten) Rezeption "einchecken". Hier bestellen sie auch die Getränke. Anschließend führen blinde oder sehbehinderte KellnerInnen die ZuschauerInnen zu ihren Sitzplätzen im absolut dunklen Veranstaltungsraum. Nach einer Stunde "Dunkelbar" wird der Einlass geschlossen und die Vorstellung beginnt.

Premiere ist mit dem Programm "Ein dunkles, bitte". Marietta Rohrer, Fritz Eggert und Reinhard Walter konfrontieren ihr im Finstern sitzendes Publikum mit anderen, intensiven Geräusche und Gefühlen. Entführen sie in eine andere Welt...



"Ein dunkles, bitte!" - Literarische und musikalische Reflektionen aus einer mehr als schummrigen Bar
Dunkelbühne der unsicht-Bar Berlin
Gormannstraße 14 in Berlin-Mitte
Mit Marietta Rohrer, Fritz Eggert und Reinhard Walter
Premiere am 23.Januar 2003
weitere Aufführungen:
24./25. Januar, 30./31.Januar,
1./6./7./8. Februar, 13./14./15. Februar
Dunkelbar ab 19:30 Uhr, Programmbeginn 20:30 Uhr
Achtung: Nach 20:30 Uhr kein Einlass mehr
Eintritt 12 Euro
Info- und Reservierungsservice 030 / 24 34 25 00
www.unsicht-bar-berlin.de

Kultur Beitrag vom 22.01.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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