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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 28.09.2005

Jugendstil in Schweden
Karin Effing

Im Bröhan-Museum am Charlottenburger Schloss sind vom 30. September bis zum 29. Januar 2006 in der Ausstellung "Schönheit für alle" Gemälde, Graphiken, Textilien und vieles mehr zu sehen.



Die Ausstellung "Schönheit für alle" zeigt anhand von Gemälden und Kunsthandwerk den Reichtum des schwedischen Jugendstils in all seinen Facetten. Lebensreform und Naturgefühl, Ästhetisierung des Alltags und Sehnsucht nach alternativen Gegenwelten zeichnen die moderne Kunst der Jahrhundertwende 1900 aus. Ein Lebensgefühl, das europaweit seine diversen Ausprägungen fand und sich bis heute als zeitlos erwiesen hat. Auch in Skandinavien trat der neue Stil, Art Nouveau, um 1890 seinen Siegeszug an. In der Polyphonie unterschiedlicher Kunstströmungen spielte Schweden mit seinen vielfältigen Kunstäußerungen eine eigenständige und bedeutende Rolle.

1899 veröffentlichte die schwedische Schriftstellerin und Pädagogin Ellen Key die Schrift "Skönhet för alla" und band damit Schweden intellektuell an die europäische Reformbewegung der Stilkunst um 1900 an. Diese Essaysammlung gab den Titel für die Ausstellung im Bröhan-Museum. MalerInnen wie Anders Zorn und Carl Larsson bringen um 1900 durch ihre Kunst Schweden ins internationale Bewusstsein. In den Gemälden der Zeit ist die sanfte Stimmung der romantischen nordischen Landschaft vorherrschend, verbunden mit einer bis dahin unbekannten Natürlichkeit, mit der sich die dargestellten Menschen in ihr bewegen. Die literarischen und bildnerischen Äußerungen, die aus Schweden kamen, fanden speziell im künstlerischen Klima Berlins starke Resonanz.

Art Nouveau bündelte in Schweden viele künstlerische Einflüsse: Japonismus, Naturalismus, Arts & Crafts Movement, patriotisches Interesse für Handarbeit und Bauernkultur. Im Zentrum der angewandten Kunst stand das schöne Interieur. Als naturverbunden, ungekünstelt und trotzdem mit ästhetischem Anspruch, teilte sich diese Atmosphäre mit und entsprach der starken Tendenz nach Stadtflucht einer zunehmend von Technik und Materialismus bedrängten Gesellschaft. Die Ausstellung "Schönheit für alle" ist ein Projekt, das in dieser Form in Deutschland noch nie realisiert wurde. Sie präsentiert Werke von KünstlerInnen wie Carl Larsson, Anders Zorn, August Strindberg, Alf Wallander, Gustaf Fjæstad, Bruno Liljefors und Prinz Eugen. Zu sehen sind etwa 180 Exponate unterschiedlicher Materialien und Techniken wie zum Beispiel Gemälde, Graphik, Textilien, Porzellan, Glas, Möbel und Metall. Die Leihgaben stammen aus bedeutenden schwedischen, dänischen und deutschen Museen und Institutionen sowie von PrivatsammlerInnen. Der hochrangige Bestand des Bröhan-Museums an Arbeiten der Porzellanmanufaktur Rörstrand ist in die Ausstellung integriert.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Schwedischen Botschafters in Deutschland sowie des Deutschen Botschafters in Schweden. Sie wurde gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, das Schwedische Institut, Stockholm, und die Schwedische Botschaft in Berlin. Es erscheint ein Katalog, außerdem finden ein Rahmenprogramm sowie, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin, ein internationales Symposium statt.


"Schönheit für alle" – Jugendstil in Schweden
Bröhan-Museum

Landeesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Schlossstrasse 1a
14059 Berlin
30. September bis 29. Januar 2006
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Eintritt 6 Euro, emäßigt 4 Euro
Jeden ersten Mittwoch im Monat Eintritt frei

Weitere Infos unter: www.broehan-museum.de


Kultur Beitrag vom 28.09.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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