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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.10.2005

Sanyogita - The Bride in Red
Maren Westensee

In manchen Gegenden Indiens sieht die Welt noch anders aus. Als Sanyogita heiratet, verändert sich ihr Leben abrupt. Von nun an muss sie sich ihrer herrischen Schwiegermutter unterordnen



Sanyogita ist gerade erst verheiratet, da wird sie im Auto mit ihrem Bräutigam Ranbir Singh von der Polizei verfolgt – es kommt zu einer wilden Jagd, die in einer Schießerei gipfelt. Schließlich wird ihr Mann als Mordverdächtiger festgenommen. Keine angenehme Szene für die junge Frau. Sanyogita muss nun allein mit ihrer Schwiegermutter im Haus der Familie im dörflichen Rajasthan leben.

Auch als Ranbir verurteilt wird, bleibt seine Mutter von seiner Unschuld überzeugt. An Sanyogita hingegen hat sie viel auszusetzen. Kaum ein freundliches Wort fällt zwischen den beiden Frauen, statt dessen gibt die Schwiegermutter ihr viele Befehle, bestraft und verletzt sie. Das Leben in diesem dörflichen Gebiet ist weit traditioneller, als die Braut es gewöhnt ist. Sanyogita hat Schwierigkeiten, sich in die Situation einzufinden, und will fortgehen, tut es aber um der Ehre der beiden Familien willen nicht.

Aus Einsamkeit besucht sie ihren Mann im Gefängnis und lernt ihn da erst richtig kennen. Grob und aggressiv ist er. Liebe will bei ihr nicht richtig aufkommen. Allein in der Einöde des Dorfes ist ihr der Zigeuner Bheru ein willkommener Gesprächspartner. Er arbeitet als Schmied und zieht von Dorf zu Dorf. Sanyogita zeigt sich interessiert an dieser Lebensweise, an der Freiheit, die Bheru ausstrahlt. Der Zigeuner wiederum ist fasziniert von der Schönheit der traurigen Braut.

Obwohl "Sanyogita – The bride in red" mit seinen rasanten Szenen und Verbrechercharakteren manchmal an die hierzulande schon sehr bekannten Bollywood-Filme erinnert, ist der Unterschied doch groß. Realistisch, fast dokumentarisch wird erzählt, wie das Leben einer jung Verheirateten in manchen Gegenden Indiens im Haus ihrer Schwiegermutter noch von starker Unterordnung geprägt ist. Gleichzeitig wird durch die Filmsprache, die Regieführung die Darstellung überzogen und ins Surreale enthoben. Momente verlängern sich zu Ewigkeiten. Traditionelle Klänge sowie ein klingelndes Telefon oder ein rotzender und spuckender Mann vermischen sich zu einer Geräuschkulisse Indiens, die ohne Worte die Situationen und Zustände der Personen beschreibt.

AVIVA-Tipp: Schöne Bilder und erschreckender Alltag, der dem westlich geprägten Menschen kaum möglich scheinen will. Auch durch die verlangsamte Kameraführung, der klischeehaften Übertreibung und der Traumsequenzen gewinnt die dokumentarische Darstellung des Lebens einer jungen Braut die Ausstrahlung von Unwirklichkeit. Traum, Fiktion und Realität vermischen sich zu einem interessanten Märchen, das leider Realität ist.


"Sanyogita - The Bride in Red"
Kinostart: 06.10.2005
Regie und Drehbuch: Sadashivam Rao
Debütspielfilm, Indien 2003
Produktion: mercury films
Kamera: Parvez Irani
Schnitt: Subash Gupta
DarstellerInnen: Dviya Dutta, Milind Gunaji, Dinkar Rao, Amardeep Jha, Satish Gautam, Guleria, Shambhu Pandey, Siddharth, Satyen Mohanty
Länge: 83 Minuten
Sprache: Hindi (OmE)

Kultur Beitrag vom 06.10.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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