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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.10.2005

Die Reise der Pinguine – im Kino und als Buch
Christiane Sanaa

Der kleine Vogel im Frack leistet Unglaubliches um sich zu vermehren und seine Nachkommen aufzuziehen. In der unwirtlichsten und einsamsten Gegend der Erde, der Antarktis, kämpft er ums Überleben.



Im Wasser ist der Pinguin in seinem Element. Stromlinienförmig schießt er elegant durch die eiskalten Tiefen des Meeres. An Land richtet er sich auf und watschelt plump durch die Gegend. Er, der schon oft die Vorlage zahlreicher Witz- und Zeichentrickfiguren war, ist jedoch keineswegs so hilflos, wie er erscheint. Er stolpert und rutscht aus und doch läßt er sich durch nichts aufhalten. Er überwindet Eiswüsten und Gletscher um sich zur Paarung und Aufzucht seiner Nachkommen in großen Kolonien zusammen zu schließen. Nur der Zusammenhalt und die Wärme der Gruppe und eine verläßliche Partnerschaft kann sein Überleben sichern.

Luc Jacquet erzählt in "Die Reise der Pinguine" den außergewöhnlichen Fortpflanzungszyklus dieser Tiere. Es beginnt mit einem tagelangen Gewaltmarsch bis tief in die Antarktis, wo kein anderes Lebewesen die Pinguine bedrohen kann.
Sie treffen sich in großen Kolonien, wo die Partnersuche mit Lockgesängen eingeläutet wird. Hat sich ein Pärchen gefunden, vollziehen sie einen Liebestanz voller Zärtlichkeit. Und auf ihre Zusammenarbeit kommt es im Weiteren an. Sie müssen ihr Ei tauschen, das zunächst das Männchen brütet. Ein gefährliches Unterfangen, da es in der Kälte schnell erfriert. Die Weibchen machen sich dann sofort zur Nahrungssuche auf und legen wieder hunderte von Kilometern zurück, bis sie das offene Meer erreichen. Währenddessen harren die Männchen aus, in gnadenloser Kälte und beißenden Schneestürmen. Wenn die Weibchen mit vollen Mägen zurückkehren, um die Eier weiter zu brüten, heißt es schon wieder Abschied nehmen. Denn nun machen sich die geschwächten Männchen auf den Weg zum Meer, um selbst wieder etwas zu essen.

Nachdem die Küken geschlüpft sind, ernährt sie die Mutter aus ihrem vollen Magen. Es dauert, bis sie ohne die schützende Körperwärme ihrer Mütter überleben können. Wenn sie dann endlich kräftig genug sind, wird es auch schon wieder höchste Zeit für die lange Wanderung zum Meer, ihrem eigentlichen Lebensraum.

AVIVA-Tipp: Die filmische Leistung ist so hervorragend, daß die ZuschauerIn glaubt, selbst durch die Antarktis zu wandern und bald zu frösteln beginnt. Die musikalische und erzählerische Untermalung gibt dem Film eine poetische Note und läßt ihn die Grenzen des Dokumentarfilms sprengen.
Der Film ist ohne Altersbeschränkung. Das Leben der Pinguine wird sehr einfühlsam und beinahe zärtlich geschildert. Um so mehr kann die harte Wirklichkeit von Fressen und Gefressen werden, die der Film nicht ausspart, Kinder schockieren. Tränen sind nicht ausgeschlossen, wenn auch nicht traumatisierend.

Weitere Informationen im Netz:
www.diereisederpinguine.de
www.luc-jacquet.com


Die Reise der Pinguine
Regie: Luc Jacquet
Drehbuch: Luc Jacquet
DarstellerInnen: Die Kaiser-Pinguine
Musik: Emilie Simon
USA/Frankreich 2005
Dauer: 86 min
Kinostart: 13. Oktober 2005

Das gleichnamige Buch zum Film enthält zahlreiche atemberaubende Farbfotos. Es ist in zwei Teile untergliedert: Im ersten, kürzeren Teil wird der Kaiserpinguin vorgestellt. Der große Vogel ist tatsächlich mit Federn bedeckt, kann aber nicht fliegen. Sein Lebensraum, die Antarktis, verdient mit ihrer rund 35 Millionen Jahre alten Eisschicht ebenso eine Erwähnung. Der zweite Teil widmet sich dann ganz der Reise der Pinguine von der Küste ins Landesinnere und ihrem Liebesreigen. In überschaubaren Kapiteln werden die verschiedenen Stationen der Reise und der Aufzucht der Jungen bunt bebildert dargestellt.


Luc Jacquet: Die Reise der Pinguine
Originaltitel: La Marche de I`Empereur
Gerstenberg Verlag, Oktober 2005
ISBN: 3806750971
Übersetzt von Cornelia Panzacchi
Empfohlen ab 8 Jahre
Hardcover, 64 Seiten. Zahlreiche Farbfotos
12,90 Euro90008115&artiId=3565507"



Kultur Beitrag vom 12.10.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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