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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.12.2005

Factotum
Karin Effing

Der norwegische Regisseur Bent Hamer zeigt die Irrungen und Wirrungen des immer gut angetrunkenen Schriftstellers Henry Chinaski, dem Alter Ego Bukowskis. Bestechende schauspielerische Leistungen



Es ist möglich einen Menschen zu lieben -
- wenn du ihn nicht so gut kennst.
Charles Bukowski


Jede Woche schickt Henry Chinaski seine neusten Kurzgeschichten an die Redaktion der Literaturzeitschrift "Black Sparrow". Und obwohl er vermutet, dass sie dort gleich in den Papierkorb wandern, macht er unverdrossen weiter. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit vorrĂŒbergehenden Jobs. Mal steht er am Fließband einer Essiggurkenfabrik, mal in einem Ersatzteillager fĂŒr FahrrĂ€der. Schlecht bezahlte, miese Jobs, die er regelmĂ€ĂŸig verliert, sobald er wieder einmal eine lĂ€ngere Pause in der nĂ€chsten Bar einlegt. Ein Auf und Ab am Rande der Gesellschaft. Bei einer seiner Kneipentouren lernt er Jan kennen. Auch sie ist dem Alkohol verfallen. Er zieht in ihre Wohnung und die beiden hausen mehr schlecht als recht zusammen. Eine GlĂŒcksstrĂ€hne bei Pferdewetten ermöglicht ihnen den Wechsel von billigem Fusel zu erstklassigem Whiskey. Henry Chinaski wittert den Beginn einer neuen Ära seines erbĂ€rmlichen Lebens und verlĂ€sst Jan. Nur um kurz darauf in den Armen von Laura zu landen. Durch sie gelangt er in den intimen Kreis des exzentrischen, schmierigen MillionĂ€rs Pierre und dessen "Gespielinnen" Jerry und Grace. Doch auch die Bekanntschaft mit Laura wĂ€hrt nicht lange.
Aus SentimentalitĂ€t besucht Henry seine Eltern und wird nach einem heftigen Streit mit seinem Vater vor die TĂŒr gesetzt. FĂŒr kurze Zeit wĂ€rmt er seine Beziehung mit Jan auf, die inzwischen als ZimmermĂ€dchen in einem Hotel arbeitet. Dank ihrer hĂ€ufig wechselnden MĂ€nnergeschichten macht Henry die unangenehme Bekanntschaft mit FilzlĂ€usen. StĂ€ndige, unbegrĂŒndete Eifersuchtsszenen Jans fĂŒhren schließlich zur erneuten Trennung. Ziellos treibt Henry zwischen Jobcenter und Striptease-Bar, wild entschlossen, auch in Zukunft alles zu riskieren, um sein Leben in Literatur zu verwandeln...

Nach "Kitchen Stories" erweist sich der viel gerĂŒhmte, norwegische Regisseur Bent Hamer erneut als Meister des lakonischen Humors. Die Welt des "dirty old man" Charles Bukowski hat in seinem neuen Film "Factotum" ihr angemessenes Abbild gefunden.
Absolut herausragend sind die schauspielerischen Leistungen von Matt Dillon, Lili Taylor und Marisa Tomei.

Der Regisseur Bent Hamer wurde 1956 in Sandefjord, Norwegen geboren und studierte Film an der UniversitĂ€t Stockholm. International bekannt wurde er durch "Eggs" (2000) und "Kitchen Stories" (2003), beide Filme hatten ihre Premiere in Cannes bei der "Quinzaine des RĂ©alisateurs". Sie erhielten Preise auf der ganzen Welt, darunter zweimal den Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI) und den EuropĂ€ischen Verleihpreis fĂŒr "Kitchen Stories" in Cannes 2003.

Manche Leute drehen nie durch.
Wie grauenhaft muss ihr Leben sein?
Charles Bukowski

Charles Bukowski wurde am 16. August 1920 in Andernach, Deutschland, geboren. Im Alter von drei Jahren emigrierte er mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten. Er hat 45 BÀnde mit Lyrik und Prosa veröffentlicht. Darunter die Romane "Post Office" (1971, dt. "Der Mann mit der Ledertasche"), "Women" (1980, "Das Liebesleben der HyÀne"), "Ham on Rye" (1982, "Das Schlimmste kommt noch"), "Hollywood" (1989) und "Pulp" (1994, "AusgetrÀumt"). Sein zweiter Roman "Factotum" (dt.: Faktotum) erschien 1975.

AVIVA-Tipp: Mit "Factotum" hat Bent Hamer den Film zum gleichnamigen Roman von Bukowski geschaffen. Die schauspielerischen Leistungen der DarstellerInnen sind absolut beeindruckend, Lili Taylor als "Proletarierschlampe" unvergesslich. Bukowski, ja oder nein, ist dabei Geschmackssache und sicherlich nicht jedermenschs Sache. Wunderbare Leistung des Regisseurs Bent Hamer, der sich schon mit "Kitchen Stories" zu den Großen unter den FilmmacherInnen gesellte und auf dessen nĂ€chsten Film man schon gespannt sein darf.


Factotum
Regie: Bent Hamer
Buch: Bent Hamer und Jim Stark
Nach dem Roman von Charles Bukowski
Norwegen./ Deutschland /USA 2005, 93 Minuten
DarstellerInnen: Matt Dillon Henry, Lilli Taylor, Marisa Tomei, Fisher Stevens, Didier Flamand, Adrienne Shelley, Karen Young, Tom Lyons
Kamera: John Christian Rosenlund
Verleih: Pandora
Kinostart: 08. Dezember 2005

Der Film im Netz unter www.factotum-film.de

Kultur Beitrag vom 09.12.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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