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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.12.2005

Lücke im System
Tatjana Zilg

Ein Hacker wacht im Krankenhaus mit einer leichten Amnesie auf. Der Plan, den Weltwirtschaftsgipfel durch einen Computervirus zu verhindern, ist bedroht. Politpsychothriller mit Hitchcock-Atmosphäre



Alex (Vincent Bonillo) und Fred (François Nadin) verbindet viel mehr als nur eine Männerfreundschaft. Seit Jahren arbeiten sie in ihrer Freizeit an der Entwicklung eines Computervirus, der auf das System der ICC, einer Weltbank, installiert werden soll, um dort die Annullierung zahlreicher Transaktionen hervorzurufen. Alex hat dazu eine Putzstelle angenommen, durch die er Zugang zu den Computerarbeitsplätzen des ICC hat. Das Ziel ist es, nach der erfolgreichen Installation mit der Führungsspitze in Kontakt zu treten und die Absage des nächsten Weltwirtschaftsgipfel zu erzwingen. Wenn der Forderung nachgegeben wird, wollen die beiden Hacker ein entsprechendes Antivirusprogramm zur Verfügung stellen.

Lucie (Delphine Lanza), die Freundin von Alex, ahnt davon nichts. Sie erlebt nur, dass er für sie immer weniger Zeit hat und setzt ihn unter Druck, mehr Aufmerksamkeit in die Beziehung zu investieren, sonst würde sie sich von ihm trennen. Es gelingt ihm, sie zu überreden, damit noch etwas zu warten. Deshalb ist er froh, dass Fred nun endlich der Meinung ist, das Programm sei reif genug für die Installation. Diese soll Alex innerhalb von fünf Minuten während seines Putzjobs erledigen. Ausgerechnet an diesem Tag ist er jedoch nicht ungestört an den Computerarbeitsplätzen und gerät in Zeitverzug.

Kurze Zeit später erwacht er unter dem besorgten Blick einer Ärztin in einem Krankenhaus. Erstaunt erfährt er, dass er einen Autounfall hatte und zwei Tage lang im Wachkoma gelegen hat. Ausgerechnet an die Stunden um den Installationsversuch kann er sich nicht erinnern. Sein Freund Fred ist nicht auffindbar, der kleine Computerladen, den er betreibt, geschlossen. Zudem teilt ihm seine Freundin mit, dass sie aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen will. Schockiert versucht Alex, sich krampfhaft zu erinnern, was passiert ist. Er kann einfach nicht herausfinden, ob die Installation gelungen ist oder nicht. Verzweifelt nimmt er das Angebot der Neuropsychologin des Krankenhauses an, durch die Teilnahme an einem Modellprojekt bei der Aktivierung seines Gedächtnisses mit Hilfe von Elektroden unterstützt zu werden. Aber die Erinnerungen verwirren ihn teilweise noch mehr. Surreale Einfälle verhindern die lineare Rekonstruktion. Der Film fängt diesen labilen emotionalen Zustand perfekt ein durch ineinander verschobene, zeitlich unstrukturierte Rückblicke und Vorschübe und kreiert so ein mosaikhaftes Suspense-Stück, das zwar hohe Konzentration der ZuschauerInnen erfordert, sie aber durch ein in jeder Minute spannendes Thrillererlebnis belohnt und gleichzeitig einen Einblick in die politisch motivierte Hackerszene ermöglicht.

Regisseur Romed Wyder und die DrehbuchautorInnen Maria Watzlawick und Yves Mugny entwickelten die Story auf der Grundlage wahrer Ereignisse in der Globalisierungsgegner-Bewegung. Um die ZeugInnen zu schützen, wurde die Erzählung jedoch soweit abgeändert, dass Personen und Institutionen nicht mehr identifizierbar sind.

Romed Wyder stammt aus dem Wallis und hat sich 1989 in Genf niedergelassen. Er hat beim Kino Spoutnik gearbeitet und mit fünf Filmfreunden zusammen das Produktionskollektiv Laïka Films gegründet. Er produzierte und realisierte den Dokumentarfilm "Squatters" und den Langspielfilm "Pas de café, pas de télé, pas de sexe", der für den Preis des Schweizer Films 2000 nominiert wurde,.

AVIVA-Tipp: Ein Verwirrspiel par excellence, eine feinsinnige Milieustudie und ein kleines Liebesdrama zugleich. Ohne großen Etat gelang der Filmcrew eine anspruchsvolle Mischung aus Unterhaltung, Suspense und Sozialkritik.


Lücke im System
Deutschland/Schweiz, 94 Minuten
Regie und Drehbuch: Romed Wyder
Drehbuch: Yves Mugny, Maria Watzlawick
DarstellerInnen: Vincent Bonillo, Iréne Godel, Delphine Lanza, Véronique Mermoud, François Nadin
Kinostart: 8. Dezember 2005
Verleih: Neue Visionen
www.luecke-im-system.de

Kultur Beitrag vom 09.12.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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