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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.01.2006

Das Digital Art Museum zeigt die Ausstellung nothing is real
Sabine Grunwald

Margret Eicher stellt vom 28.1.2006 - 15.3.2006 Gobelins und digital erstellte Aquarelle als virtuelle Montagen vor



Die K├╝nstlerin arbeitet mit zahlreichen Bildvorlagen und l├Ąsst sich von den unterschiedlichsten Motiven anregen. Ihre Ideen holt sie sich aus der Kunstgeschichte, aber auch von der Werbung und vielen weiteren Kommunikationsmedien wie Zeitungen, B├╝chern, und Internet.
Ihre Kunstwerke wollen ironische Bez├╝ge zur Gegenwart und Vergangenheit herstellen.

Nothing is real kn├╝pft konzeptuell an ihre Ausstellungen Gef├Ąlschte Gobelins (2004) und Freche Kopie! (2003) an, doch ist die Ausstellung um ihre digital erstellten Aquarelle erweitert.

Anstelle der traditionellen Themen, die mit diesen Techniken in Verbindung gebracht werden, wird die Betrachterin mit einfallsreichen zeitgen├Âssischen Darstellungen konfrontiert:

Ein Einkaufszentrum als Ort kommerzieller Hofhaltung ("H├Âfisches Interieur"), ein Neugeborenes im Brutkasten als moderner Mythos der Herrschaft ├╝ber Leben und Tod ("Die Geburt der Venus"), eine professionelle, im Internet agierende Liebesdienerin ("Venus"), der Porsche-Chef als eleganter Recke, "reitend" auf dem Kotfl├╝gel eines Boliden ("Reiterbildnis"), eine Imbissbude als weihevoller Ort ("Abendmahl") und vieles mehr.

Nothing is real stellt zeitgen├Âssisches triviales Bildmaterial traditionellen, inhaltlich stark besetzten Bildmedien gegen├╝ber und hinterfragt dadurch unsere Rolle als Kommunikationspartnerinnen.
Welche Rolle spielen Medien heute, haben sie Unterhaltungscharakter, tragen sie zur Meinungsbildung oder Kontrolle bei?
Dies sind die zentralen Themen, die durch die Kunstwerke evoziert werden.

Margret Eicher gelingt es mit dieser Schau, historische wie gegenw├Ąrtige Pressebilder als Demonstrationsobjekte von Position und Macht, Tradition und Glaube einer global kommunizierenden Gesellschaft mit Prominenten aus Politik und Wirtschaft, Showbusiness und Sport zu entlarven.

Zur K├╝nstlerin:
Margret Eicher, geboren in Viersen, lebt und arbeitet in Ladenburg.
1973-1979 Studium an der Staatlichen Kunstakademie D├╝sseldorf


Margret Eicher
nothing is real
(Gobelins und Aquarelle)
Ausstellungsort:
[DAM] Berlin Digital Art Museum
Tucholskystr. 37
10117 Berlin
├ľffnungszeiten:
Di - Fr 12-18 Uhr | Sa 12-16 Uhr
Ausstellungsdauer:
28.1.2006 - 15.3.2006

Weitere Informationen im Netz finden Sie unter:
www.dam.org/berlin
www.dam.org
www.ddaa-online.org


Kultur Beitrag vom 27.01.2006 Sabine Grunwald 

   




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