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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.02.2003

Glamour- Ambiente der 20er Jahre
Britta Bodenstein

Renee Zellweger, Catherine Zeta-Jones und Richard Gere wirbeln durch eine glänzende, zynische Parabel über Ruhm, Justiz und Medienrummel. Perfekt choreographiert: Chicago eröffnete die 53. Berlinale



CHICAGO
Film als Revue- Sing! Stepp! Tanz!

Spangenschuhe mit hohen Absätzen sind das erste was wir von Velma Kelly (Catherine Zeta-Jones) sehen. Sie steigt aus einem Auto und hastet, das heißt stöckelt zum Theatereingang, wo sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Mann in einer Revue-Nummer als Star auftritt. Sie zwängt sich in Netzstrümpfe, ein Revuekostüm und erscheint rechtzeitig auf der Bühne. Am selben Abend noch wird sie verhaftet, da sie leider Schwester und Ehemann umgebracht hat (sie hat sie in flagranti erwischt). Ts, ts, ts. Obwohl, wie es in einem Refrain einer Gesangs- und Tanznummer später heißt, des "Cell Block Tango" ("Zellenblock-Tango"). "They had it coming!"( Sie haben"s verdient.)

"He had it coming", verdient hat es auch der Geliebte von Roxie Hart"s - erst zu versprechen, sie auf die Bühne zu bringen und dann nach dem Sex von nix mehr wissen - das passt Roxie nicht. Sie kramt die Knarre aus der Wäscheschublade und Bang, Bang. Das hat er jetzt davon.

Roxie hat davon, dass sie hinter Gittern landet, wo sie Velma Kelly trifft, die mit Hilfe des erfolgreichen, skrupellosen Anwalts Billy Flynn (Richard Gere) bald freikommen will. Von Flynn heißt es: "Er hat nie einen Fall für eine Klientin verloren". Roxy bringt Flynn dazu, ihren Fall zu übernehmen. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine heiße Feindschaft, die eine blond, die andere dunkel. Entgegen dem Hollywood Klischee, ist nicht die eine naiv und die andere fies, sondern beide stehen sich am Ende in nichts nach, sind cool, aktiv und kämpferisch und arbeiten mit allen Tricks.

Also, Tanz sollte man - und frau - schon mögen. Musicals sowieso und auch das Glamour-Ambiente der zwanziger Jahre, das Hollywoodkino der Vierziger mit seinen schlagfertigen Frauen in knappen Kostümen und knallrotem Lippenstift.
Dann ist diese atemberaubend getanzt und gefilmte Choreographie von einem Film teuflisch gute, glamouröse, perfekte Unterhaltung. Mit nicht nur einem Schuss Zynismus.

Rob Marshall, der Choreograf, zeigt mit seinem Regie - Debut ein tanzendes, steppendes, singendes Musical mit einem Ausrufezeichen. Ein Lehrstück wie man"s noch heute machen kann, inspiriert u. a. von Baz Luhmann"s "Moulin Rouge".

Catherine Zeta Jones und Renee Zellweger verkörpern die Gegenspielerinnen Velma Kelly und Roxie Hart in Rob Marshall"s Kinoversion des lange Zeit am Broadway erfolgreichen Bob Fosse Musicals.
Die Musik von John Kandar trägt zum Schwung und Tempo des Films bei und verschmilzt nahtlos mit ihm. Mainstream, aber mit Elan.
Das ist ein Musical, verflixt noch mal, das muss so sein!
Es gibt auch leise, nachdenkliche Nummern. Wenn der liebe, treudoofe Ehemann von Roxie, Amos, (gespielt von John C. Reilly) als Clown rührend seine "Invisibility" beklagt.
Am Anfang hat Queen Latifah als Aufseherin, in Wahrheit aber Kittchen-Königin, einen großartigen Auftritt. "When You"re Good. To Mama", zeigt geballte, starke, herausfordernde Weiblichkeit.
Ein Höhepunkt des Films ist Richard Gere"s Steptanznummer.
"Razzle Dazzle" them - gib" dem Publikum eine Show, ein Spektakel und du hast sie in der Tasche!
Oder da ist kein Business wie Show Business.



"Chicago"
Regie: Rob Marshall,
Buch Bill Condon
Mit Catherine Zeta-Jones, Renee Zellweger, Richard Gere, Queen Latifah
113 min, USA Start 27. Feb 2003
Verleih: Buena Vista International

Kultur Beitrag vom 10.02.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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