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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 18.04.2006

Das Bauhausmuseum Archiv für Gestaltung zeigt Entwürfe von Günter Kupetz
Sabine Grunwald

Der Designer setzte sich in den 50er und 60er Jahren für eine neue Industrieform - das Industrial Design - ein. Eines seiner bekanntesten Produkte ist die Normbrunnenflasche für Mineralwasser.



"Intuition unterscheidet Designlösungen von anderen Problemlösungen. Das Wesen des Design ist Intuition." (Günter Kupetz)

Die Ausstellung erfolgt anlässlich des 80. Geburtstages des Designers und Hochschullehrers Günter Kupetz (geb. 1925), der sich in seinen Entwürfen der neuen Disziplin
des Industrial Designs verschrieben hat.
Vor dem Hintergrund der veränderten gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen beteiligte er sich in den 1950er und 1960er Jahren am internationalen Dialog
um eine zeitgemäße Industrieform.
Seine aus der Bildhauerei inspirierten organisch-skulpturalen Formen trafen den Zeitgeschmack und standen für eine zukunftsorientierte und optimistische Moderne.
1959 wurde er Mitgründer des Verbandes der Deutschen Industriedesigner (VDID).

Günter Kupetz hat weit über 1000 Produkte kreiert. Darunter Metallwaren ,
Glas, Schmuck, Verpackungen, Möbel, Investitionsgüter und Maschinen.
Fast jede/r kennt die von ihm entworfenen Gegenstände des täglichen Gebrauchs, verbindet damit aber keinen Namen.

Zu nennen wären die Pril-Spülmittelflasche (1960), das Tastentelefon für AEG Telefunken (1962/63) oder der Hähnchengrill der Wienerwald-Restaurants (1963).
Am populärsten ist aber sicher die 1968/69 entworfene Normbrunnenflasche für Mineralwasser, kurz: Perlenflasche genannt.
Seit 1971 wurden 5 Milliarden Stück hergestellt und man darf sie als Deutschlands erfolgreichste Mehrwegverpackung bezeichnen. "Die Perlenflasche war nie wirklich modern, nie wirklich innovativ oder etwa gestalterische Avantgarde. Das konnte sie, das wollte sie auch gar nicht sein. Denn sie war einfach überall. Deutschlandweit."

Seine Metall- und Glasentwürfe für die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) , treffen den Nerv der Zeit und stehen für einen neuen Stil, der von den skandinavischen und amerikanischen DesignerInnen beeinflusst ist. Kupetz experimentierte in der frühen Zeit bei WMF mit Salmiakfärbungen auf Messinggegenständen und unregelmäßigen Lochungen, integrierte ab den 1960er Jahren auch Ätzdekore nach Entwürfen seiner Frau Sigrid Kupetz und entwickelte mit ihr ein Pressglas, das ein lebhaftes Kerbmuster aufwies.
Sein Whiskyset erlangte eine gewisse Berühmtheit, weil Louis Armstrong es für das Beste der Welt hielt.
Günter Kupetz ist mit seinen Entwürfen an der Mailänder Triennale 1957 und der Weltausstellung in Brüssel 1958 beteiligt. Einige dieser Objekte finden sich in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Günter Kupetz geboren am 20. November 1925 in Rüdersdorf, Berlin. Gesellenprüfung als Maurer an der Staatsbauschule (1942), Berufswunsch Architekt oder Bauingenieur.
1946 Beginn eines Architekturstudiums an der Hochschule für Angewandte Künste in Berlin-Weißensee. 1949 Abbruch des Architekturstudiums, kurzes Grafik-Studium bei
Eva Schwimmer in Weißensee. Anschließend Bildhauerstudium bei Bernhard Heiliger. Eigenes Atelier in Berlin-Wilmersdorf. Finanzierung durch graphische Arbeiten bei verschiedenen Tageszeitungen, vorwiegend Karikaturen. Wechselt 1950 mit seinem Lehrer an die Bildhauerklasse der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Berlin. Von 1954 bis 1961 feste Mitarbeit bei der WMF. 1961 Gründung eines eigenen Designbüros in Stuttgart. 1962 wird er an die Werkkunstschule in Kassel berufen. Aufbau der Lehrabteilung Industrial Design. 1973 Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste (HfbK). Am 31. März 1991 Ende der Lehrtätigkeit an der HdK.

Zum Lebenswerk von Günter Kupetz erscheint eine Publikation im Birkhäuser Verlag, die als Begleitbuch zur Ausstellung angeboten wird. Preis: 29,90 Euro.

Veranstaltungsort:
Bauhausmuseum Archiv für Gestaltung
Klingelhöferstr. 14
10785 Berlin
Dauer der Ausstellung:
05.April bis 05. Juni 2006
Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 -17.00
Dienstags geschlossen
Eintritt: Samstag, Sonntag und Montag 7,- Euro / 4,-Euro
Eintritt 6,-Euro / ermäßigt 3,-Euro

Weitere Informationen im Netz finden Sie unter www.bauhaus.de

Kultur Beitrag vom 18.04.2006 Sabine Grunwald 

   




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