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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.06.2006

Musical und mehr
Karin Effing

Stephen Frears erweckt in "Mrs. Henderson presents" das legendäre Londoner Windmill Theatre der 30er Jahre zu pulsierendem Leben. Judi Dench verkörpert die exzentrische Laura Henderson



London im Jahre 1937. Eine reiche Dame von 69 Jahren, die gerade ihren geliebten Ehemann unter die Erde gebracht hat. Und eine Freundin, die der Dame rät, sich ein Hobby zuzulegen, um die nun reichlich vorhandene Zeit zu füllen.
Das scheinen die Komponenten eines ruhigen und sorgenlosen Lebensabend zu sein, der mit etwas Handarbeit im gepflegten Salon und Engagement für wohltätige Zwecke sinnvoll gestaltet wird. Laura Henderson, die frisch verwitwete Dame, trifft jedoch eine außergewöhnliche und ihre Freundin überraschende Entscheidung: ihr Hobby soll das Windmill Theatre im Herzen Sohos sein, ein kleines, heruntergekommenes Kino, das zum Verkauf steht.

Da sie von der Führung eines Theaters nichts versteht, engagiert sie einen Geschäftsführer. Vivian van Damm (Bob Hoskins). Nach anfänglicher Weigerung lässt er sich von der willensstarken Dame überzeugen seine Erfahrungen für das Projekt einzusetzen. Und damit beginnt nicht nur die Erfolgsgeschichte des Windmill Theatre, sondern auch die intensive Freundschaft der beiden von Grund auf verschiedenen Persönlichkeiten. Eine Art Hassliebe bindet die beiden aneinander.

Vivian van Damm hat die zündende Idee: Ein 24-Stunden Unterhaltungsprogramm soll ZuschauerInnen anlocken. Und tatsächlich entwickelt sich das Windmill Theatre zum Renner. Bis ihm andere Theater nacheifern und das Publikum des Windmill immer kleiner wird. Nun ist es Laura Henderson, die eine neue Idee hat: nackte DarstellerInnen sollen her, so wie im Moulin Rouge in Paris. Das hat es in England noch nicht gegeben. Und wird es auch nicht, denn da gibt es den strengen Zensor Lord Cromer, um den kein Weg zu führen scheint. Oder etwa doch?

Laura Henderson ist eine eigenwillige und störrische Dame und was sie sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt sie auch um. Immerhin sind ja auch in den Museen Nackte zu sehen, oder nicht? Lord Cromer gibt also widerstrebend und genervt die Erlaubnis für die Show. Bedingung: die Damen dürfen sich nicht bewegen, denn das tun sie ja auch auf den Gemälden nicht. Bewegungslosigkeit als Scheidelinie zwischen Kunst und Sittenwidrigkeit...

Bis das Windmill Theatre jedoch zur sagenumwobenen Ort wird, müssen noch die passenden Nackten gefunden werden. Und natürlich werden auch schwerwiegende Hindernisse auf dem Weg nicht ausbleiben.
Derweil darf die Zuschauerin hinreißend komischen Dialogen zwischen den beiden HauptdarstellerInnen folgen, die mit viel Energie gegen- und miteinander kämpfen. Musicalartige Szenen, für die Originaltexte recherchiert und von George Fenton die entsprechende Musik komponiert wurde, liefern wahren Augenschmaus. Und Herzschmerz ohne jeglichen Kitsch erwärmt das Herz.

AVIVA-Tipp: Stephen Frears wird mit dem herausragenden Film Mrs. Henderson presents - einem Musical und doch keinem Musical - wie der Regisseur sein Werk selber nennt, zum ernstzunehmenden (Herren)Fußball und Sommer-Konkurrenten. Witzig, warm, lebensnah und einfach schön kann man den Film nur herzlichst empfehlen.

Mrs. Henderson presents
GB 2005, 103 min.
Regie: Stephen Frears
Buch: Martin Sherman
DarstellerInnen: Judi Dench, Bob Hoskins, Kelly Reilly, Will Young, Christopher Guest
Produzentin: Norma Heyman
Kamera: Andrew Dunn
Musik: George Fenton
Verleih: Buena Vista
FSK: ab 6 Jahre
Kinostart: 22.06.06

Kultur Beitrag vom 22.06.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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