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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 19.03.2003

Lampedusa. Eine magische Geschichte
Anja Kesting

"Sie ist zu glücklich, wenn sie gut drauf ist und zu traurig, wenn sie niedergeschlagen ist", meinen die Insulaner. In ihren Augen ist Grazia einfach krank, um nicht zu sagen verrückt



Der neue Film von Emanuele Crialese beschreibt das kärgliche und engstirnige Leben im kleinen italienischen Dorf auf der Insel Lampedusa.
Grazia (Valeria Golino), eine zugleich lebenslustige, aber auch depressive Mutter und Ehefrau, hat es dort nicht leicht. Sie lebt ein wenig außerhalb der engen Normen und Regeln der Dorfgemeinschaft, das bekommt sie auch zu spüren.
Aufgrund ihres Krankheitsbildes (manisch-depressiv) betrachten ihre Mitmenschen Grazia mit Argwohn. Gerade noch freudestrahlend fällt sie im nächsten Augenblick in tiefe Traurigkeit.

Im Grunde könnte sie ja gut damit leben, wenn nicht die lieben Nachbarn wären...
Der unterschwellige Konflikt eskaliert, als Grazia die wilden Hunde aus dem Tierheim frei lässt, die dann erbarmungslos von den Dorfbewohner in den Gassen abgeknallt werden, ein blutiges Spektakel. Grazia muss weg!
Sie flieht
, bevor sie in die Psychiatrie eingeliefert wird.

Crialese ließ sich von einer alten Legende zu diesem Film inspirieren.
Eine junge Mutter, auf die die Dorfbewohner herabsehen, verschwindet.
Am Strand bleiben nur ihre Kleider zurück. Die Dorfgemeinschaft fühlt sich schuldig, sie hatte die Frau in den Selbstmord getrieben. Doch die Legende erzählt auch, dass die vielen tiefgläubigen Gebete die Frau wieder auf wunderbare Weise zurück ins Leben gebracht haben. Und sie lebte glücklich...

"Ich wollte die Geschichte mit den Stimmen und den Gesichtern der Inselbewohner wiedergeben. Sie sollten Protagonisten ihrer eigenen Legende sein", erklärt Crialese. "Durch die Dialoge und ihre expressive Körpersprache erfährt man in einer sehr einfachen ursprünglichen Weise, was sie für einen Charakter haben und was sie beabsichtigen." Der ambitionierte Regisseur drehte keinen realistischen Film, der das Sozialgefüge auf der Insel möglichst wirklichkeitsnah widerspiegelt, sondern vielmehr sollte der Tonfall eines Märchens, einer Legende erhalten bleiben.

"Lampedusa" ist dramatisches italienisches Kino, erzählt mit der Vitalität und Leichtigkeit einer Sage. Feinfühlig, verführerisch sinnlich, aber auch in unbeschönigender Härte beschreibt Emanuele Crialese das Leben in einem Fischerdorf und die Seelenlandschaften einer Frau, die sich den Spielregeln dieser isolierten Gemeinschaft nicht fügen will.



Lampedusa - eine magische Geschichte
Original "Respiro"

Publikumspreis für den Besten Film in Cannes 2002
Regie: Emanuele Crialese
DarstellerInnen: Valeria Golino, Vincenzo Amato, Francesco Caisa
Italien/Frankreich 2002
Länge: 90 Minuten
Kinostart 3. April 2003
www.lampedusa.de

Kultur Beitrag vom 19.03.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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