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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.03.2003

Dem Deutschen Volke, die Sonderausstellung im Jüdischen Museum
Natasa Konopitzky

Die Geschichte der Berliner Bronzegießerfamilie Loevy in Verbindung mit der Inschrift am Reichstagsgebäude



Die Inschrift "Dem Deutschen Volke" wurde 1916, mitten im Krieg, am Reichstagsgebäude angebracht. Nur wenige wissen, dass diese Inschrift von der jüdischen Firma S.A. Loevy, eine der renommiertesten Bronzegießereien der damaligen Zeit, angefertigt wurde.

Mitarbeiter von S. A. Loevy bringen die Inschrift "Dem Deutschen Volke" am Reichstagsgebäude an, Dezember 1916
© DIZ, SV-Bilderdienst
Die erste inszenierte Wechselausstellung des Jüdischen Museums verfolgt die Geschichte der Familie Loevy über vier Generationen hinweg: Ihren Aufstieg in das Bürgertum, ihre vergeblichen Versuche, als gleichwertige Deutsche akzeptiert zu werden, und ihr Schicksal nach 1933, als zahlreiche Familienmitglieder verfolgt, ermordet oder in die Emigration getrieben wurden. Sie zeigt auch die unternehmerischen und künstlerischen Leistungen der Firma S.A. Loevy, die zahlreiche prominente Bauten mit ihren Arbeiten ausstattete.

Prof. Jan Fiebelkorn-Drasen hat versucht, mit seiner Ausstellungsarchitektur im Altbau des Jüdischen Museums auf über 500 Quadratmetern einen Erlebnisraum zu schaffen: Hörstationen, Filme, rund 75 Türdrücker aus der Produktion von S.A. Loevy, ein Modell des Kunstwerkes "Der Bevölkerung" von Hans Haacke und vieles mehr erwarten die BesucherInnen.

Sonderausstellung "Dem Deutschen Volke" Die Geschichte der Berliner Bronzegießer Loevy
Foto: Sönke Tollkühn
Eine durchaus sehenswerte Ausstellung mit interessanter Thematik, bei deren Aufbereitung sich frau allerdings mehr Aktualitätsbezug und inhaltlichen Tiefgang wünschen würde. Denn die damals wie auch heute noch brennenden Fragen: Was oder wer ist eigentlich das deutsche Volk? Was bedeutet deutsch sein? Wie deutsch sind deutsche Juden? werden im Verhältnis zur Familiengeschichte und Bronzegießkunst leider zu wenig Beachtung geschenkt. Mehr zu dieser Problematik verspricht die, im Rahmen der Ausstellung stattfindende, Podiumsdiskussion am 5. Juni: "Wie deutsch soll die Bevölkerung sein?" Zuwanderung und Integration in Deutschland.


Für die Loevy-Ausstellung bietet das Jüdische Museum speziell konzipierte Sonderführungen an, die telefonisch buchbar sind. Darüber hinaus finden Führungen statt, die den Besuch der Loevy-Ausstellung mit der Besichtigung des Reichstagsgebäudes kombinieren.




"Dem Deutschen Volke" Die Geschichte der Berliner Bronzegießer Loevy
Von 21. März bis 15. Juni 2003
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin
Eintritt zur Sonderausstellung frei
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, montags 10-22 Uhr

Podiumsdiskussion: "Wie deutsch soll die Bevölkerung sein?"
Jüdisches Museum Berlin, Altbau, 1. OG
5. Juni 2003, 19 Uhr

Nähere Informationen und Buchungen unter
Tel.: 030/25 993-305 oder -322 sowie unter
fuehrungen@jmberlin.de und www.jmberlin.de

Kultur Beitrag vom 26.03.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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