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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 02.04.2003

Soloalbum, der neue Film von Gregor Schnitzler
Marie-Louise Leinhos

"The killer in me is the killer in you": Mit dieser Zeile aus dem Song "Disarm" von den Smashing Pumpkings beendet Ben´s Freundin die Beziehung. Nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre



Zum Inhalt:
Ben ist Mitte Zwanzig und ein extrem erfolgreicher Redakteur eines der angesagtesten Musik-Magazine Berlins. Er ist Dauergast auf den coolsten Partys der Stadt, führt ein aufregendes und vom Erfolg verwöhntes Leben.
Doch schlagartig ist alles vorbei, als seine Freundin per SMS mit ihm Schluss macht.
Eine solche Abfuhr geht dem sonst selbstsicheren Ben an die Nieren und er stürzt sich todessicher voller Selbstmitleid in die aufkommende Krise. Auch seine besten Freunde, Christian und Alf, zwei ziemlich schräge Vögel, können ihm nicht wirklich helfen. Ein alptraumhafter Liebeskummerwahn beginnt. Ben lässt Peinlichstes nichts aus, um Katharina zurückzugewinnen. Zum ersten Mal in seinem Leben stellt er fest, dass er sich verliebt hat. Und zwar in die Frau, mit der er die letzten drei Jahre zusammen war, und die ihn nun verlassen hat.

Eine witzig-poppige Komödie rund um Liebe, Sex und Hustensaft

Die Vorlage für diesen Film lieferte der gleichnamige Bestseller "Soloalbum" von Benjamin von Stuckrad-Barre, eine Semi-Lektüre im Ich-Erzählstil, die sicherlich Unterhaltungswert hat, aber auch mit 100 Seiten weniger ganz gut ausgekommen wäre.
Dennoch, sowohl Buch als auch Film haben gerade durch den Humor absoluten Unterhaltungswert. Der Regisseur Gregor Schnitzler (Was tun, wenn´s brennt) erzählt Bens Geschichte nicht neu, aber mit humorvoller Situationskomik und gekonnt eingesetzten Slapstickdialogen. So stört es auch nicht weiter, dass Popstars wie Thomas D oder Sandy Mölling von den "No Angels" durch ihre Gastauftritte für den glamourösen Rahmen des Films sorgen.

Dennoch gelang es Gregor Schnitzler nicht, die gesellschaftskritischen Aussagen der Vorlage durch Komik zu ersetzen. Zwar bietet der Film hohen Unterhaltungswert und einzelne Szenen sind irre komisch, er bleibt aber an einer relativ profanen Oberfläche.

Entschädigend hierfür sind aber die lustigen Szenen: z.B. als Ben seinem Rivalen ins Auto uriniert, sich dabei aber sein bestes Stück in der Scheibe einklemmt. Zu allem Unheil stellt sich noch heraus, dass es gar nicht das Auto von Katharinas neuem Freund ist, sondern die "Penisverlängerung" irgendeines Prolls. Oder auch seine Freunde Alf und Christian, der Hobbygiftmischer mit halluzinationserregender Wirkung und Alf, der sich aus lauter Verzweiflung an den Rand des Komas säuft, als er an Stelle von Ben die Chance bekommt, seine Lieblingsband Oasis zu interviewen, unterstützen die humorvolle Ader der Komödie.

Das Ende des Filmes konnte jedoch nicht so richtig überzeugen. Zwar bekommt Ben seine Katharina wieder, in dem er auf den nach London abfahrenden Bus aufspringt. Aber ob er wirklich etwas aus seinen Erfahrungen gelernt hat? Ob er selbstzufrieden in den Armen seiner Geliebten versinkt, bleibt offen.



Soloalbum
Nach einem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre
Regie: Gregor Schnitzler
DarstellerInnen: Matthias Schweighöfer, Nora Tschirner,
Christian Näthe, Oliver Wnuk, Leander Hausmann
Deutschland 2003
Länge: 90 Minuten
Kinostart: 27. März 2003
www.soloalbum-der-film.de

Kultur Beitrag vom 02.04.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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