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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.05.2003

bauhausleuchten? KANDEMLICHT! Eine erhellende Ausstellung
Gastautorin: Sabine Grunwald

Das Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung zeigt vom 16. April bis zum 30. Juni 2003 zahlreiche Lichtobjekte, die aus der Zusammenarbeit des Bauhauses mit der Industrie hervorgingen



Kandem-Doppelzylinderleuchte, Entwurf Marianne Brandt und Helmut Schulze, 1928. Abbildung aus der Kandem-Monatsschrift Nr. 10, 1928.

Wer stand noch nie vor der schwierigen Aufgabe eine passende Lampe zu finden, die nicht nur funktional, sondern auch formschön ist?
Dass der Spagat zwischen Funktionalität und Eleganz zu lösen ist, zeigt die Kooperation des Bauhauses ab dem Jahr 1928 mit der Leipziger Leuchtenfabrik Körting &.Mathiesen (Kandem).
Aus dieser Verbindung entstand eine Serie neuartiger Leuchten, die den gestalterischen Einfluss, den das Bauhaus auf das Unternehmen ausübte, verdeutlichen.
In der Ausstellung wird dieses wichtige Kapitel der Designgeschichte umfassend dargestellt.
Gezeigt werden alle am Bauhaus entwickelten Kandem-Leuchten, sowie Prototypen, Entwurfszeichnungen, Fotografien, Kataloge und andere Werbematerialien.
Sie dokumentieren die Firmengeschichte und die breit gefächerte Produktpalette von Kandem.

Anzeige für Kandem-Leuchten nach Bauhaus-Entwürfen, 1929, Bauhaus-Archiv Berlin.

Körting & Mathiesen (Kandem) gehörte damals zu den größten Leuchtenherstellern in Deutschland. Bei der Entwicklung neuer Modelle ging man konsequent von den jeweiligen lichtphysikalischen Anforderungen und ihrer optimalen technischen Umsetzung aus.
Dies traf sich auf ideale Weise mit den Vorstellungen des Bauhauses von funktionalistischer Produktgestaltung.
Kandem bat das Bauhaus zunächst um "Formgebungsvorschläge" für eine Reihe verschiedener Leuchtentypen. Gleich die beiden ersten Modelle, eine Schreibtisch- und eine Nachttischleuchte, erwiesen sich langfristig als die erfolgreichsten.
Von den Studierenden Marianne Brandt und Hin Bredendieck wurden sie bis zur Serienreife entwickelt. Mit ihrem stromlinienförmigen Fuß hatte die neue Schreibtischleuchte kein Vorbild.
Sie war elegant und modern-sachlich zu gleich. Problemlos ließ sie sich in jedes Mobiliar einfügen. Die gleichzeitig entwickelte Nachttischleuchte variiert das Prinzip der Schreibtischleuchte in verkleinerter und dem Verwendungszweck angepasster Form.

Heinrich Siegfried Bormann, Entwurfszeichnung für die Kandem-Tellerleuchte, 1931, Bauhaus-Archiv Berlin.

Bis zum Ende der Kooperation im Jahre 1933 umfasste die Reihe kaum mehr als fünfundzwanzig Modelle. Dies entsprach einem eher kleinen Segment im riesigen Produktspektrum des Leipziger Unternehmens. Allerdings wurden allein bis 1931 über 50000 Stück dieser Leuchten verkauft. Dem Bauhaus brachte dies den Nachweis, dass seine Entwürfe tatsächlich zu industriell gefertigten Massenprodukten werden, und ein entsprechendes breites Publikum erreichten konnten.
Die Kooperation hat sich auch für das Unternehmen ausgezahlt .Dies belegt neben den Stückzahlen die außergewöhnliche Langlebigkeit der Kandem-Schreibtischleuchte. Sie wurde noch bis in die fünfziger Jahre in immer neuen Form- und Materialvarianten weiterproduziert.
Die letzten Leuchten dieses Typs entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg in den Nachfolgebetrieben "VEB Leipziger Lichttechnische Spezialfabrik" und "VEB Leuchtenbau Leipzig". Fritz Körting, der Sohn des Firmengründers Max Körting, baute nach der Enteignung des Leipziger Werks in Limburg ein neues Unternehmen auf. Er griff aber nicht mehr auf die Vorkriegsmodelle zurück, sondern entwickelte ein völlig neues Programm. Die Außen- und Innenleuchten der Kandem Leuchten GmbH in Limburg, bestimmen bis heute die Produktpalette.
Die Ausstellung wurde vom Museum für Kunsthandwerk / Grassimuseum in Leipzig erarbeitet. Das Konzept stammt von Justus A. Binroth, der auch die Berliner Präsentation realisiert hat.
Der um fangreiche Katalog (deutsch/englisch, 222 Seiten, 200 Abbildungen) kostet in der Ausstellung € 24.80.



Bauhaus-Archiv
Museum für Gestaltung
Klingelhöfer Str. 14, 10785 Berlin
www.bauhaus.de
Öffnungszeiten: täglich, außer dienstags 10-17 Uhr

Kultur Beitrag vom 06.05.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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