Ost- und Westfrauen in einer Ausstellung - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Happy End 120 BPM
Aviva-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild f├╝r das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 10.05.2003

Ost- und Westfrauen in einer Ausstellung
Hilde Meier

"Frauen, die Geschichte mach(t)en. Politeia. Die deutsche Geschichte nach 1945 aus Frauensicht" ist in Berlin bis zum 6. Juni 2003 im Deutschen Dom zu sehen



Selten harmonieren die Location und der Inhalt einer Ausstellung so sehr wie bei Politea, Frauen die Geschichte mach(t)en und dem Deutschen Dom zu Berlin am Gendarmenmarkt. Er fungiert als stimmige Kulisse f├╝r die Pr├Ąsentation der Leistungen von Frauen in der deutschen Geschichte nach 1945.

Die ganz neue Politeia "Fahnenausstellung" ist Teil des gro├čen Politeia-Projekts der Uni Bonn. Als Wanderausstellung kam sie jetzt nach Berlin.
Ihre n├Ąchste Station wird Halle sein.

"Politeia", griechisch, hie├č in der Antike "Ausschlu├č von Frauen aus politischen Zusammenh├Ąngen". Die Leading Ladies von Politeia, Prof. Dr. Annette Kuhn, Vorsitzende des Vereins Haus der FrauenGeschichte und Politeia-Projektleiterin Marianne Hochgeschurz benutzen diesen Begriff provokativ in Erweiterung f├╝r ein anderes Politikverst├Ąndnis - eines aus der Sicht von Frauen.

Leider ist die Bezeichnung "Fahnenausstellung" ung├╝nstig gew├Ąhlt, da "Fahne" mit L├Ąnder-Hoheitsabzeichen wie der deutschen Fahne assoziiert wird.
Gemeint sind jedoch circa zwei Mal drei Meter gro├če wei├če "Druckfahnen". Sie wurden, mit Foto und Text best├╝ckt, an die Wand "geh├Ąngt".

58 Frauen aus Ost und West werden auf den gro├čformatigen Fahnen portr├Ątiert. Sie alle pr├Ągten die deutsche Geschichte nachhaltig in Politik, Gesellschaft, Kultur, Arbeitswelt und Wissenschaft und - sie tun es bis heute.

Bundestagsfrauen und Historikerinnen der Universit├Ąt Bonn vom Lehrstuhl f├╝r FrauenGeschichte erarbeiteten das frauenhistorische Werk.
Die Form der Pr├Ąsentation ist jedoch unspektakul├Ąr einfach, um nicht zu sagen, einfallslos. Doch wie so oft sollte nicht die ├Ąu├čere Sch├Ânheit, sondern die inneren Werte im Vordergrund stehen: Moderne Ansichten, unerschrockenes Handeln oder resolutes Eintreten f├╝r die Rechte von Frauen.

Ansprechend aber auf den Fahnen sind die Frauenportr├Ąts und ein vorangestellter Leitsatz jeder einzelnen Frau.
In f├╝nf Zeit-R├Ąumen sind eigenst├Ąndige und engagierte Frauen anzutreffen:

Die Schriftstellerin Maxie Wander und die J├╝din Ruth Elias, Versuchskaninchen von Dr. Mengele in Auschwitz. Die Schauspielerin und S├Ąngerin Hildegard Knef und die Sintezza Theresia Seible. Die brandenburgische Ministerin Regine Hildebrandt und die Ex-Polizeipr├Ąsidentin Uta Leichsenring, die Bisch├Âfin Maria Jespen und die erste Bundesministerin, Elisabeth Schwarzhaupt.

Ebenfalls in der Ausstellung vertreten sind ihre vier Schirmfrauen: Bundesministerin a.D. Dr. Christine Bergmann, Ministerpr├Ąsidentin Heide Simonis, Bundestagspr├Ąsidentin a.D. Prof. Dr. Rita S├╝├čmuth und die Schriftstellerin Christa Wolf.
Alle dokumentierten Frauen stehen exemplarisch f├╝r mutiges Wirken von Frauen in Staat und Gesellschaft.

"M├Ąnner und Frauen sind laut Artikel 3 des Grundgesetzes gleichberechtigt," sagt Bundespr├Ąsident Wolfgang Thierse in seiner Er├Âffnungsrede. "Dass die Realit├Ąt dem nicht immer entspricht, mu├č ich h i e r niemandem sagen."
"Die faktische Gleichstellung ist der Gradmesser f├╝r den Zustand unserer Demokratie" schlie├čt er seine Rede und w├╝nscht - mit einem Schmunzeln - der "Ausstellung viele Besucherinnen, aber auch viele Besucher".

Und f├╝r die Frauen dieser Welt l├Ą├čt Marianne Hochgeschurz Anna Seghers sprechen:
"Ich habe gro├če Sehnsucht nach einer besonderen Art von Welt, in der man arbeiten und atmen kann und sich manchmal wie verr├╝ckt freuen kann".

Weitere Informationen unter:
www.politeia.uni-bonn.de/home.html



Frauen, die Geschichte mach(t)en. Politeia.
Die deutsche Geschichte nach 1945 aus Frauensicht

Bis zum 6. Juni 2003
Deutscher Dom
Gendarmenmarkt 1
10117 Berlin
├ľffnungszeiten: Dienstag 10-22 Uhr
Mittwoch bis Sonntag und an den Feiertagen: 10-18 Uhr
Telefon: 030-22 73 04 31





Lesen Sie auch folgende Artikel:

Luise F. Pusch & andere ber├╝hmte Frauen

Ber├╝hmte Frauen - zwischen Appendix und blindem Fleck

Citytours 4 women



Kultur Beitrag vom 10.05.2003 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken