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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.09.2005

11:14 eleven fourteen
Christiane Müller

Eine Leiche fällt um 23:14 Uhr auf ein fahrendes Auto. Wie kam es zu diesem Vorfall? Der spannende Thriller klärt diese Frage aus fünf verschiedenen Perspektiven. Mit Oscar-Gewinnerin Hilary Swank.



Um 23 Uhr 13 (USA-Zeit 11:14 p.m.) ist für Jack (Henry Thomas) die Welt noch in Ordnung. Er fährt - nicht mehr ganz nüchtern - auf einem leeren kalifornischen Highway nach Hause. Das Radio dudelt, er telefoniert, freut sich auf die Heimkehr. Die Digitaluhr klickt auf 23:14… mit einem ohrenbetäubenden Knall kracht ein schwerer Gegenstand von oben direkt auf seine Windschutzscheibe. Jack sieht das Schild "Achtung Wildwechsel", doch als er zu dem vermeintlich getöteten Hirsch geht, stellt er geschockt fest: Es ist eine männliche Leiche! Was soll er jetzt bloß machen? Die Polizei alarmieren? Ausgeschlossen - hat er doch erst vor kurzem seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verloren. Jack mobilisiert seine gesamte kleinkriminelle Energie, beschließt, dass er sich noch mehr Ärger nicht leisten kann und verstaut den Körper im Kofferraum…

Warum fällt mitten in der Nacht eine Leiche vom Himmel? Um diese Frage zu beantworten wird die Story chronologisch rückwärts erzählt und das auch noch aus vier weiteren unterschiedlichen Perspektiven. Nicht nur Jacks Schicksal ändert sich um Punkt 23 Uhr 14 schlagartig, sondern auch das aller KleinstädterInnen, die ebenfalls in den mysteriösen Unfall verwickelt sind und deren Wege sich früher oder später kreuzen. Sie haben nichts miteinander gemein, außer: Sie sind zur falschen Zeit an falschen Orten. Was zunächst durch die nichtlineare Struktur des Drehbuches wie ein Puzzle wirkt, in dem kein Teil zum anderen zu passen scheint, wird mit der Zeit immer klarer. Regie-Debütant Greg Marcks verknüpft die verschiedenen Handlungsstränge gekonnt und sehr spannend.

Die SchauspielerInnen sind hervorragend, allen voran Hilary Swank, die Marcks sogar als erste für sein ungewöhnliches Projekt gewinnen konnte. Ihre Rolle als hysterische Tankstellenangestellte Buzzy sollte ursprünglich männlich besetzt werden. Für Oscar-Preisträgerin Hilary schrieb Marcks den Part nur allzu gerne um. Durch ihre Beteiligung konnte er weitere Stars wie Patrick Swayze oder Barbara Hershey gewinnen. Swayze ("Dirty-Dancing") zeigt Mut zur Hässlichkeit: Im "Fat-Suit" ist er als besorgter Kleinstadt-Daddy 20 Kilo dicker als sonst. Rachael Leigh Cook ("Eine wie keine"), die seine Tochter spielt, ist im Film ein durchtriebenes und gelangweiltes Teenager-Luder, das nicht nur das Leben einer Person ruiniert. Henry Thomas (war Kinderstar als E.T.´s niedlicher Freund Elliot) überzeugt als völlig panischer Autofahrer, der in eine Situation kommt, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde.

Da sich die komplette Handlung nachts im Verlauf von nur einer halben Stunde abspielt und sehr realistisch wirken soll, ist der Film in sehr dunklen Bildern ohne Scheinwerfer gedreht. Zu dunkel an vielen Stellen. Natürlich würde es die kritische Zuschauerin nerven, wenn Szenen, die nachts im Wald spielen, mit Strahlern hell ausgeleuchtet sind. Aber wenn die Gesichter der DarstellerInnen minutenlang in komplettes Schwarz getaucht sind, so ist das einfach nur ärgerlich.

AVIVA-Tipp: Ein atemberaubend spannend konstruierter Thriller, bei dem Fans des schwarzen Humors voll auf ihre Kosten kommen. Dieser makabere Filmspaß, der ein wenig an "Fargo" erinnert, ist allerdings nichts für zarte Gemüter.

"11:14 eleven fourteen"
Originaltitel: 11:14

USA 2003
Drehbuch und Regie: Greg Marcks
DarstellerInnen: Hilary Swank, Rachael Leigh Cook, Patrick Swayze, Clark Gregg, Henry Thomas, Barbara Hershey u.a.
Länge: 86 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Kinostart: 1. September 2005

Kultur Beitrag vom 01.09.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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