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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.09.2005

Make my Day
Maren Westensee

Eine junge Koreanerin aus Berlin stolpert von einer Tragödie in die nächste. Sie regt sich aber kaum auf: Aus der Krise wird Alltag. Großformatige, stille Bilder eines Bewältigungsversuchs



"Make my Day" heißt auf Deutsch "Das hat mir gerade noch gefehlt". Und so läuft es auch für Hee-Jin (Young-Shin Kim) aus Berlin Friedrichshain. Sie stolpert buchstäblich von einer Katastrophe in die nächste. Doch statt ihren Ärger herauszuschreien, schweigt sie und nimmt ihr Schicksal ergeben entgegen.

Es fängt damit an, dass sie mit ihrem Freund Schluß macht. Dann merkt sie, dass sie schwanger ist. Als sie mit ihrem Ex sprechen will, erfährt sie, dass er nicht glaubt, der Vater des Kindes zu sein. Und geht schreiend auf ihn los, stürzt und verliert das Kind. Es ist das einzige Mal, dass Hee-Jin starke Emotionen zeigt, aus sich heraus geht und die ZuschauerInnen erfahren, wie sie fühlt. Obwohl ihre Mutter (Young-Ai Park) nicht begeistert von der Schwangerschaft war, reagiert sie noch ungehaltener, als sie vom Verlust des Kindes hört. Kein Unfall, glaubt sie, und wirft die Tochter kurzerhand raus.

Dann ist da noch ein leidenschaftlicher Franzose, Hee-Jins Liebhaber: Leider ist Laurent (Laurent Vivien) wieder nach Paris gefahren. Hee-Jin weiß nicht wohin und bricht Hals-über-Kopf in die Stadt der Liebe auf. Ohne Geld, aber mit guten Sprachkenntnissen macht sie sich auf die Suche nach Laurent, findet und verliert ihn wieder. Was tun in einer Welt, in der es Gesetz ist, dass einer dem anderen wehtut?

Regisseurin Henrike Goetz hat bei ihrem Film vom wahren Leben abgeschaut: "Ausgangspunkt für das Projekt waren Freunde aus Berlin. In einer Phase, in der ihr Leben von Katastrophen und Rückschlägen geprägt war, habe ich begonnen, ihre Geschichten in fiktiven Szenen zu verarbeiten, wobei mich vor allem der routinierte Umgang mit den Krisen interessiert hat." So mutet das Schicksal Hee-Jin auch Einiges zu, fast zu viel für eine Person. Die Stille und Nüchternheit der ästhetischen Bilder und Nahaufnahmen beleuchtet die Katastrophen jedoch auf angenehme Weise.

AVIVA-Tipp: Eine Krise folgt der nächsten, doch Hee-Jin überlebt´s. Eigene Pläne und Träume scheint sie allerdings nicht mehr zu haben. Zu stark lässt sie sich treiben, flüchtet vor sich selbst und Entscheidungen. Wer kann sie aus diesem Leben ausbrechen und es nach eigenen Wünschen gestalten? Durch die nüchterne Art der Aufnahme wirkt der Film trotz der vielen Katastrophen ansprechend realistisch, doch die fehlenden emotionalen Reaktionen der Figuren führt diesen Realismus ad absurdum. Oder sollte es tatsächlich Menschen geben, die ihre Gefühle so perfekt unterdrücken? Hoffentlich nicht.



Make my Day

Deutschland 2004, 86 Minuten
Regie: Henrike Goetz
DarstellerInnen: Young-Shin Kim, Laurent Vivien, Lou Castel, Ralf Verpalen, Sophie Huber u.a.
Sprachen: Deutsch, Französisch, Koreanisch, Englisch mit dt. Untertiteln
Filmstart: 22.09.2005
Verleih: fsk Kino & Peripher Filmverleih

Kultur Beitrag vom 19.09.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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