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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.11.2005

spielzeiteuropa im Haus der Berliner Festspiele
AVIVA-Berlin

Die Programmreihe läuft von November 2005 bis Februar 2006 und präsentiert mittels internationaler Tanz- und Theaterproduktionen das Schwerpunktthema "Der menschliche Körper". Seine Fähigkeiten...



...zu sprechen und sich zu erinnern werden durch die grenzüberschreitenden Genres Theater und Tanz erkundet. Die Beziehungen zwischen Regisseur und Choreograph sind ebenfalls Thema dieser Saison. Besondere Highlights des Programms sind Guy Cassiers´ Aufführung "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" nach Proust, Aydin Tekers Tanzperformance "aKabi" und "4.48 Psychose" von Sarah Kane.

Am 11. November 2005 beginnt das Projekt mit dem Thema "Erinnerung". Dazu wird Guy Cassiers´ vierteilige Theater-Recherche nach Prousts Romanzyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" aufgeführt. Der Roman erzählt vom Eintritt eines jungen Mannes in die Welt der Liebe, der Kunst und der Aristokratie im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig erhellt er die tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Umbrüche jener Jahrzehnte.

Der Erinnerungsstrom Prousts wird von Cassiers intensiv atmosphärisch aufgefangen. Erzähl- und Schauspielkunst verbinden sich mit visuellen Ausdrucksmitteln wie Film, (Live-)Video sowie Musik. An drei aufeinander folgenden Tagen zeigt die Programmreihe den Gesamtzyklus "Proust 1 - 4 ".Die einzelnen Teile erzählen zudem in sich geschlossene Geschichten und können jeweils einzeln betrachtet werden.

Passend zum türkischen Schwerpunkt der Berliner Festspiele 2005/06 wird die Uraufführung der radikalen Tanzperformance "aKabi" der Choreografin Aydin Teker aus Istanbul präsentiert. Das Stück lotet die Grenzen und Möglichkeiten von Tänzern aus, die in außergewöhnlichen Schuhen stecken. Das Ergebnis ist eine radikale Tanz-Performance, die sich ständig am Rande der Balance bewegt.

"Ich fange immer damit an, ein Problem zu entwerfen. Die restliche Zeit verbringe ich dann damit, dieses Problem zu lösen ", sagt die Choreografin Aydin Teker. "Ich arbeite am liebsten in der Atmosphäre eines Laboratoriums, in der ich meine eigenen Erkenntnisse mit denen der Tänzer austauschen kann. Wir erleben sehr reiche, intensive Arbeitsphasen zusammen. Es gibt keine vorbestimmten Meinungen darüber, was richtig ist und was falsch. Wir hören auf unseren Körper, erlauben ihm, die Lösung zu finden, die wir dann dem Zuschauer präsentieren." Aydin Teker entwickelte ihr neues Stück "aKabi ",das nun
in Berlin uraufgeführt wird, in den Sommermonaten dieses Jahres in Lissabon, wo die Choreografin als Artist-in-Residence des Alkantara-Festivals (Danças na Cidade) eingeladen war. Sie ist eine wichtige Vermittlerin des zeitgenössischen Tanzes in ihrem Heimatland.

"Um 4.48 Uhr, wenn die Verzweiflung mich überkommt, werde ich mich
aufhängen"
, heißt es in dem fünften und letzten Theaterstück "4.48 Psychose" von Sarah Kane, das zugleich ihr Vermächtnis wurde. In ihm hat sich die britische Autorin am weitesten vom herkömmlichen Dramentext mit handelnden Personen und Regieanweisungen entfernt. Es ist eine Art Selbstgespräch in rhythmisch-poetischer Prosa - nach Sarah Kane "nur Sprache und Bilder, wobei auch die Bilder lediglich Sprache sind".

Isabelle Huppert ist die herausragende Interpretin in Claude Régys Inszenierung. Fast unbeweglich steht sie am Bühnenrand, allein, hochkonzentriert und überwach, kleinste Bewegungen genügen ihr zur Verdeutlichung der Worte, die sie millimetergenau in den Raum stellt. Der französische Regisseur überlässt die Bühne ganz seinem Star, lediglich in ein paar dialogischen Passagen taucht ein männlicher Gesprächspartner (Gérard Watkins) auf. Aus dem grandiosen Text Kanes wird ein vielstimmiger Monolog, der jenseits aller vordergründigen Emotionen der Trauer und dem Wissen um das Scheitern mit ungeheurer Intensität Ausdruck verleiht.

Jossi Wieler interessierte die europäische Perspektive auf ein Hauptwerk der ostasiatischen Dramatik. Seine ganz heutige Interpretation des japanischen Kabuki-Klassikers "Yotsuya Kaidan" hatte unter dem Titel "Yotsuya Ghost Story" im August in Tokio Premiere und wird nun vom 8. - 11. Dezember erstmals in Europa bei spielzeiteuropa gezeigt. Neben dem Peter-Brook-Schauspieler Yoshi Oida und anderen Schauspielern des Tokioer Theater X steht auch die japanische Starschauspielerin Kazuko Yoshiyuki , sie ist unter anderem bekannt aus Nagisa Oshimas "Im Reich der Leidenschaft", auf der Bühne.

Guy Cassier
Romanrecherche nach Prousts
"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

Teil 1 - 4 vom 11. - 13.11.2005
In niederländischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung
Publikumsgespräch am 12.11.2005 um 18.30 Uhr

Aydin Teker
akabi
Tanzperformance

18. - 19.11.2005 um 20 Uhr
Publikumsgespräch am 19.11.2005 im Anschluss an die Vorstellung

Claude Régy
"4.48 Psychose" von Sarah Kane

23. - 26.11.2005 um 20 Uhr
In französischer Sprache mit deutscher Übertitelung
Publikumsgespräch am 24.11.2005 im Anschluss an die Vorstellung.

Jossi Wieler
Yotsuya Ghost Story

8. - 11. Dezember 2005
8. - 10. Dezember 2005 um 20 Uhr
Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. 12. (auch) Nachmittagstermine um 15 Uhr
Europäische Erstaufführung
Dauer 1h 40 · keine Pause
In japanischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Publikumsgespräch am 10. Dezember im Anschluss an die Abendvorstellung

Das vollständige Programm finden Sie unter www.spielzeiteuropa.de.

Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin



Kultur Beitrag vom 27.11.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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