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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.05.2003

Long Walk Home. Regie: Phillip Noyce
Natasa Konopitzky

Neun Wochen Fußmarsch durch die australische Wüste. Drei Aboriginal-Mädchen auf der Flucht vor der weißen Rassenpolitik...



Der Film erzählt die wahre Geschichte von Molly, Daisy und Gracie.
Die drei Aboriginal - Mischlinge werden 1931 in Jigalong, Westaustralien mit Gewalt und den Worten "this is the law" ihren Müttern entrissen. Im Moon River Camp sollen sie in den "Genuss" christlicher Religion und westlicher Erziehung kommen. "Bad place, bad people", urteilt die 14jährige Molly über das Erziehungslager. Die Mädchen flüchten. Ein fast auswegloses Unterfangen, denn fast 2.000 km und die australische Wüste trennen sie von zu Hause. Chief Protector Mr. Neville, gespielt von Kenneth Branagh, schickt ihnen einen Spurenleser auf die Fährte, alarmiert die Polizei und Zivilbevölkerung. Seine Reputation steht auf dem Spiel und schließlich wurden bis jetzt noch alle Ausreißer geschnappt. Mit viel Glück und dem scharfen Verstand von Molly gelingt es ihnen, so weit zu kommen, wie noch keine anderen Lager-Entflohenen vor ihnen. Vollkommen orientierungslos und ohne Nahrung irren die drei Mädchen in der Wüste herum. Doch da gibt es einen Zaun, der durch ganz Westaustralien läuft und das Farmland vor Kaninchen schützt. Dieser Zaun könnte sie nach Hause führen ...

"Long Walk Home " zeigt ein völlig unaufgearbeitetes Kapitel der australischen Geschichte: 1905 begann Australien, Aboriginal-Mischlinge von ihren Eltern zu trennen, um sie in speziellen Heimen zu englisch sprechenden Hausangestellten oder Farmarbeitern zu erziehen. Diese Rassenpolitik wurde bis hinauf in die 70iger Jahre (!) verfolgt. 1997 wurde zwar ein Regierungsbericht zu diesem Thema vorgelegt, doch eine Entschuldigung der australische Regierung steht bis heute aus.

Absolutes Highlight des Films ist die beeindruckende schauspielerische Leistung von Everlyn Sampi, Darstellerin der Molly. Kenneth Branagh enttäuscht: Er wirkt, als könne er sich von seinen Shakespeare-Rollen nicht lösen und stellt den bösen Mr. Neville völlig überzogen dar. Als ob die Weite und Endlosigkeit der australischen Landschaft ohne überdramatisierte Sounds nicht genug zur Geltung käme, drängt sich die Filmmusik von Peter Gabriel oft viel zu dominant in den Vordergrund.

Der Film - basierend auf dem Buch "Follow the Rabbit-Proof Fence"
von Doris Pilkington Garamara (Tochter von Molly) - lebt von der ergreifenden wahren Geschichte und der Thematisierung einer grausamen Rassenpolitik.
Der Film selbst bleibt als eher durchschnittlich hinter der außergewöhnlichen Geschichte zurück. Gut gemeint, aber platt anklagend, leistet die Regiearbeit von Phillip Noyce zwar einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der "Stolen Generation" Australiens, hinterlässt aber abgesehen davon keinen nachhaltigen Eindruck.



Long Walk Home
Australien 2002, 94 min., 35 mm, OmU
Regie: Phillip Noyce
DarstellerInnen: Kenneth Branagh, Everlyn Sampi, Tianna Sansbury, Laura Monaghan, u.a.
Originalsoundtrack von Peter Gabriel
Im Arsenal Filmverleih (Verleih durch Central Film)
Bundesstart: 29. Mai 2003

Kultur Beitrag vom 25.05.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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