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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 17.10.2005

Fotomontagen von Marianne Brandt im Bauhaus Museum bis 9.01.2006
Sabine Grunwald

Die Ausstellung "Tempo, Tempo" thematisiert die Dynamik des Großstadtlebens der 20er Jahre, das neue Frauenbild in der Gesellschaft, die Faszination des Films und die Militarisierung der Technik.



Diese Ausstellung ist die bisher erste und einzige, welche die Photomontagen von Marianne Brandt (1893-1983) würdigt und vorstellt. Bekannt wurde die Künstlerin, durch ihre Metallarbeiten am Bauhaus. Dort war sie der erste und einzige weibliche Lehrling und spätere Leiterin der Werkstatt. Ihre Schalen, Aschenbecher, Tee- und Moccakännchen gelten heute als Inbegriff modernen Designs und werden vielfach wieder aufgelegt und reproduziert.

Ihre Montagen hat sie aus Zeitungen und Illustrierten gefertigt. Sie reichen von knappen Entwürfen bis zu vielschichtigen Kompositionen, die jedoch alle bis ins Detail durchdacht sind. Obwohl sie von den Theorien des Bauhauses beeinflusst war, insbesondere durch László Moholy-Nagy, entwickelte die vielseitige Künstlerin ihre eigene Sicht auf ihr Werk.

Das neue Medium der Montage erlaubte ihr, einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und Politik ihrer Zeit zu werfen. Durch den fragmentarischen Charakter der Arbeiten sollten sich Frauen als kritische und politisch verständige Akteurinnen der Zeit begreifen. Nach dem ersten Weltkrieg war es offensichtlich, dass die gefährliche Seite der modernen Technik ein Thema der Zeit war. Ebenso hinterfragt Marianne Brandt geschlechtsspezifische Konventionen. Das Bild der Frau begann sich ebenso zu wandeln wie das traditionelle Männerbild.

Marianne Brandts Photomontagen sprechen die Sinne weit über das Sehen hinaus an. Sie hinterfragen damit die Funktion des Bildes als Abbild und die potentiellen Bedeutungsebenen der Photographie als gestalterisches Material. Für viele BauhäuslerInnen und TheoretikerInnen der Moderne entsprach diese Herangehensweise die der dynamischen Gesellschaft der 1920er Jahre.

Die Ausstellung bietet der Betrachterin eine retrospektive Sicht auf die Arbeiten der Künstlerin, die in der Weimarer Republik entstanden. Darüber hinaus erkundet sie die historische und theoretische Bedeutung der detailreichen und künstlerischen Photomontagen Marianne Brandts, die im Kontext des Bauhauses kreiert wurden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Berlin: Jovis Verlag, 176 Seiten, 65 Farb- und 55 Schwarzweißabbildungen) zum Preis von 19,50 Euro.



Tempo,Tempo!
Bauhaus Photomontagen von Marianne Brandt

Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung
Klingelhöferstr. 14
10785 Berlin
Öffnungszeiten: täglich, außer Dienstag, 10.00 - 17.00 Uhr
12. Oktober 2005 bis 9. Januar 2006

Kultur Beitrag vom 17.10.2005 Sabine Grunwald 

   




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