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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.06.2003

Glashaus voller Geheimnisse
Hilde Meier

93 Zeichnungen und 22 Skulpturen von 1949 bis 2003. Die Akademie der Künste zeigt die Werkschau "Louise Bourgeois - Intime Abstraktionen" und würdigt die 92 jährige Bildhauerin



"Meine Emotionen sind meiner Körpergröße nicht angemessen. Deshalb stören sie mich. Deshalb übertrage ich sie", sagt Louise Bourgeois in einem Interview.

22 monströse Skulpturen aus Latex, Gummi, Eisen und Stein sowie 93 rätselhafte Zeichnungen auf Schulheft, Packpapier oder Japanbütte bezeugen die emotionale Ausdrucksstärke der Künstlerin, die zu den bekanntesten der Gegenwart zählt.

In der ersten Berliner Werkschau "Louise Bourgeois - Intime Abstraktionen" zeigt die Akademie der Künste das Schlüsselwerk der exzentrischen französischen Bildhauerin, Surrealistin und "Spinnenlady". Seit den 80 Jahren ist die Spinne als Beschützerin mit Netz ihre Lieblingsmetapher.

Louise Bourgeois verlässt New York nicht mehr, dennoch ist sie in Berlin anwesend: Sie "besingt" den Innenhof der Akademie mit französischen Kinderliedern, ein lauter- und leiserwerdender Singsang. Die Kuratorinnen der Ausstellung Beatrice E. Stammer und Kathrin Becker präsentieren die Schau, die aus Hauptstadtkulturfondsmittel finanziert wird.

Die ausgestellten Skulpturen und Bilder zeigen Louise Bourgeois Schaffen der letzten Jahrzehnte. Eros, Tod, Schmerz und eine skurrile Ironie durchtränken ihre Kunstwerke. Sex und Sinnlichkeit, das Recht der Frau auf gleichberechtigtes Begehren ist Hauptthema ihrer "formlosen Kunst"- wie auch die Angst. In mehreren großen Installationen bringt sie sie zum Ausdruck. Auf Knochen gehängte Dessous, oder Krücken, die, in einer Zeichnung, einen abgebrochenen Baum stützen, symbolisieren das Altsein.

In den 80er und 90er Jahren schafft sie die Serie "Cells", architektonisch geschlossene Räume, die auch Erinnerungs- und Zufluchtsorte sind.
In Berlin ist der grob behauene Stein in einem Drahtkäfig zu sehen, darauf feine, weiße glatte Marmorfüße. "Wenn du nicht damit fertig wirst, deine Vergangenheit loszuwerden, dann wirst du sie erneut schaffen", konstatiert Louise Bourgeois bitter. Ihr Vater-Trauma verarbeitet sie in Büchern und Zeichnungen.

1911 in Paris geboren, studiert sie zunächst an der Sorbonne Mathematik, später wechselt sie auf Kunstschulen. 1938 heiratet sie den amerikanischen Kunsthistoriker Robert Goldwater und zieht nach New York. Sie malt noch vieles, wendet sich jedoch mehr und mehr den Skulpturen zu.
Ferndiand Legér erkennt ihre Begabung und ermuntert sie, Bildhauerin zu werden. Bis heute ist sie beeindruckend aktiv und schöpferisch tätig.

"Wir werden Künstler, weil wir nicht erwachsen werden können", meint die 92-jährige Louise Bourgeois, die 2003 als älteste Künstlerin an der Documenta 11 teilnahm.



Akademie der Künste
"Louise Bourgeois - Intime Abstraktionen"

Ausstellung vom 4.6.-27.7.2003
Hanseatenweg 10
Öffnungszeiten: Di-So 11-20 Uhr
Katalog in der Ausstellung: 27 Euro
Informationen zu Filmprogramm, Vorträge, Führungen
Tel: 39 07 61 55
www.adk.de

Kultur Beitrag vom 11.06.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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