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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 11.06.2003

Crêpes sind gut für den Teint...
Kirsten Eisenberg

Die französische Comicfigur der liebenswerten Nanny meistert in Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz knifflige Situationen auf ihre ganz eigene bretonische Art



Die 10jährige Charlotte lebt glücklich mit ihrer Mutter Loulotte, einer erfolgreichen Künstlerin, und ihrem Papa Edmond, dem Abenteuerfotografen, in Paris. Als beide Eltern beruflich durch die Weltgeschichte reisen müssen, soll Loulotte´s ehemaliges bretonisches Kindermädchen Bécassine auf die Kleine aufpassen. Die lebenslustige Nanny vom Land hat zunächst ein paar Schwierigkeiten, mit dem turbulenten Großstadtleben klarzukommen. Im Haus von Charlottes Eltern angekommen, ist sie jedoch voll in ihrem Element, und Loulotte bricht unbesorgt nach Venedig zum Künstlertreffen auf.

Doch dann tauchen im Haus die Gangster Gari und Baldi auf, und schon bald stellt sich Edmonds bester Freund, Gaspard, als finsterer Fiesling heraus. Er hat es auf eine Schatzkarte abgesehen, auf die Charlottes Papa in Lappland gestoßen ist und die zu einem Wikingerschatz führen soll. Beinahe gelingt es Gaspard, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen - seine Helfer Gari und Baldi verfrachten Edmond in einen Güterzug nach Marseille und kidnappen Charlotte und das Kindermädchen. Doch da hat der raffgierige Gaspard die resolute Bécassine und die clevere Charlotte unterschätzt...

Die rundliche Bretonin mit dem grünen Kleid, der weißen Schürze und der altmodischen Frisur ist eine Seele von Mensch, aber wenn es ihren Lieben an den Kragen gehen soll, kennt sie keine Gnade. Mit ihrem Regenschirm hat sie bisher noch jeden Missetäter in die Flucht geschlagen. Eine aufregende Verfolgungsjagd beginnt, die Charlotte und Bécassine nach Marseille, nach Ibiza und schließlich sogar zum nördlichen Eismeer führt.

Die Comicfigur Bécassine hat in Frankreich mittlerweile Kultstatus.
Erschaffen wurde sie schon 1905 von Joseph-Porphyre Pinchon (1871-1953).
Er illustrierte damals für das Wochenmagazin "La Semaine de Suzette" eine von der Herausgeberin Jaqueline Riviere erdachte Geschichte mit dem Titel "Bécassine macht einen Fehler".
Aus Bécassine wurde unter der Zusammenarbeit Pinchons mit dem Autor und Verleger Maurice Languereau alias Caumery eine Serienfigur. Gemeinsam brachten die beiden 24 Hefte heraus, in denen die abenteuerliche Bretonin Abenteuer in allen Erdteilen besteht. Die Popularität der Comicfigur führte zu zahlreichen Buchpublikationen, und die französischen Schulkinder wachsen mit Bécassine auf, denn auch Lehrbücher ziert die abenteuerlustige Nanny.

Für Kinder ist der Film ein aufregendes Abenteuer und mit den bunten Zuckergussfarben ein besonderes Bonbon. Da Kids der heutigen Generation auf bunte Bilder stärker ansprechen, wurden statt der ursprünglichen Pastellfarben sehr satte Töne verwendet. Doch auch die Großen kommen auf ihre Kosten, wenn der Film sie gänzlich in ein französisches Flair der Postkartenmotive versetzt:
Da werden Crêpes gebacken und Stadtrundfahrten durch ein rosarotes Paris gemacht.

Die Figur der Bécassine mag mit ihrem weißen Häubchen zwar etwas altbacken daherkommen. Doch ihre Warmherzigkeit und ihre Unerschrockenheit im Kampf gegen das Übel dieser Welt ist einen Kinobesuch mit den lieben Kleinen sicherlich wert. Eine gute Alternative zu Spiderman und Co.




Bécassine und die Jagd nach dem Wikingerschatz
Regie: Philippe Vidal
Nach dem Comic von Caumery und Pinchon
Buch: Béatrice Marthouret, Yves Coulon
Frankreich 2001, 85 Minuten
HOME MADE MOVIES
Frei ohne Altersbeschränkung
Kinostart: 12. Juni 2003

Kultur Beitrag vom 11.06.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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