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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.03.2006

Das Mädchen
Stefanie König

Theater zum westlichen Stadthirschen zeigt ab dem 14. März 2006 die Produktion: "Das Mädchen, das die Streichhölzer zu sehr liebte". Nach einem Roman von Gaétan Soucy.



Am Todestag des Vaters kauert sein Kind in einem Schuppen und legt als "Schriftführer des Tages" Zeugnis ab. Seit der Geburt lebt es mit dem Vater und dem Bruder in einer Baracke, in nächster Nachbarschaft zu dem heruntergekommenen Gutshaus der Familie. Das Kind führt dort und zwischen den "Wörterhügeln" der langsam verfaulenden Bibliothek eine Kaspar-Hauser-Existenz.

Die Kindheit ist geprägt von totaler Isolation, exzentrischen Moralvorstellungen, Gewalt und religiösem Irrsinn, in deren Zentrum der allmächtige, strafende Vater steht. Erst als dem Kind die "wackeligen Bedeutungen" der Wörter abhanden kommen, die "außerhalb von Papas lebendem Körper weder Hand noch Fuß" haben, kann es zur Wahrheit über die eigene rätselhafte Identität vordringen.
Es ist etwas passiert, das ein Verschwimmen von Realität und Traumwelt hervorgebracht hat. Nach und nach tritt die groteske Familientragödie um Inzest und Tod, das grausame Unrecht, auf dem diese anachronistische Gemeinschaft gründet, zutage.

Das Theater zum westlichen Stadthirschen setzt mit dieser Produktion seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Erick Aufderheyde fort, und entwickelt eine ganz spezifische Form der kollektiven theatralen Erzählung. Dieses Mal anhand einer ebenso unheimlichen wie anrührenden Geschwistergeschichte.

Der Autor Gaétan Soucy wurde 1958 in einem Arbeiterviertel Montréals geboren und studierte Physik, Mathematik und Literatur. Seine Abschlussarbeit schrieb er über Kants Philosophiekritik. "Das Mädchen, dass die Streichhölzer zu sehr liebte" ist sein dritter Roman.

Leseprobe:
"Wir haben das Universum in die Hand nehmen müssen, mein Bruder und ich, denn eines Tages kurz vor dem Morgengrauen hat Papa ohne jegliche Vorwarnung sein Leben ausgehaucht. Seine schmerzverzerrten sterblichen Überreste, diese so plötzlich zu Staub verfallenen Vorschriften, das alles lag ausgestreckt im Zimmer der oberen Etage, von dem aus Papa uns noch am Vortag alles befehligt hatte. Wir brauchten Befehle, um nicht zusammenzusacken, mein Bruder und ich, das war unsere Mauerspeise. Ohne Papa konnten wir gar nichts. Gerade dass wir eigenständig zögern, existieren, Angst haben, leiden konnten"

Das Mädchen
DarstellerInnen: Angela Böhmer, Cathrin Romeis, Dominik Bender, Peter Pankow, Ernst Surberg und Markus Wechsler


Vorstellungen: 14.-16.03. / 22.-26.03.06, 20 Uhr
Goldener Saal im Tacheles,
Oranienburger Str. 54-56
10117 Berlin-Mitte
Fon: 030/280 961 23
info@stadthirsch.de
Eintritt: 14 Euro/erm. 8 Euro
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.stadthirsch.de

Kultur Beitrag vom 01.03.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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