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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.05.2006

Inszenierte Malerei
Sabine Grunwald

Fotografien und Installationen der Künstlerin Heike Gallmeier schaffen Verwirrung, und unterwandern gängige Klischees. In der Galerie Andreas Wendt bis zum 14. Juni 2006.



Heike Gallmeier thematisiert in ihren Arbeiten die "inszenierte Malerei". Dabei werden bekannte Gemälde der europäischen Kunstgeschichte, beispielsweise Giotto, von ihr im Atelier nachgestellt und als Vorlagen für großformatige Fotografien benutzt. In ihrer neuen Ausstellung in der Galerie Andreas Wendt widmet sich die Künstlerin vorrangig der Installation.Die aus Dachlatten, Tapeten und Pappe bestehende Installation füllt den Raum vollständig aus und setzt sich mit Fragmenten und Farbflächen in den benachbarten Räumen fort. Für die Betrachterin stellt sich eine nahezu geschlossene Sicht auf die gebaute Landschaft dar.

Beim Betreten des Raumes wird man zu einem Bestandteil des Kunstwerks und erhält zugleich Einblicke in die provisorische Bauweise der Installation. Mit den Mitteln der Reduktion erzeugt die Künstlerin verwirrende Effekte, die Betrachterin scheint einem Trugbild aufzusitzen. Dabei ist schwer zu bestimmen - wie auch bei vielen anderen Trugbildern unserer Zeit - was diese eigentlich ausmachen.

Die Kulisse und deren Brüchigkeit durchzieht als Thema die ganze Ausstellung. Diese Brüchigkeit zeigt sich auch bei den neuen Fotografien, mit denen Gallmeier ihre Fotoserie "Ersatzlandschaft, Berlin" fortsetzt: Ein Kletterberg steht als Kulisse für die Bergbezwingerfantasien des modernen Stadtmenschen und ein Tsunami peitscht von der Wand eines Solariums.

Das Sujet der Berglandschaft stellt viele Bezüge her und ist mit vielen pathetischen Vorstellungen verbunden. Von der Seelenlandschaft der deutschen Romantiker wurden die Berge im deutschen Bergfilm und in der nationalsozialistischen Propaganda als Kulisse für den unverdorbenen und heroischen Naturmenschen missbraucht.
Bis hin zu den unzähligen kitschigen Wohnzimmerbildern und Fototapeten steht das Motiv der Berge für den Abklatsch der elitären Vorstellung des Individuums, den Gipfel als Totale zu beanspruchen - ein Anspruch, den Gallmeiers Arbeiten in den eher zweifelhaften Konnotationen des Bergmotivs unterwandern.

Über die Künstlerin:
Heike Gallmeier
hat an der Akademie für Bildende Künste in Mainz und an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin studiert, wo sie ihr Studium 2002 als Meisterschülerin beendete. Seitdem erhielt sie zahlreiche Stipendien und einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Mainz.



Heike Gallmeier
Wiesen, tiefblaues Wasser, Wald

Galerie Andreas Wendt
Ausstellungsdauer: 19.05. bis 14.06. 2006
Zehdenicker Str. 13/ Ecke Weinbergsweg
10119 Berlin-Mitte
Telefon 0172. 80 98 28 4
www.galerie-wendt.com


Kultur Beitrag vom 22.05.2006 Sabine Grunwald 

   




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