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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 14.03.2006

Geliebte Lügen
Stefanie König

Das Ehepaar James und Anne Manning lebt ein scheinbar sorgenfreies Leben. Dann hat Anne eine Affäre und die Ereignisse überschlagen sich.



Buckinghamshire ist der Inbegriff der ländlichen Idylle. Ein scheinbar friedliches Leben im britischen Hinterland. Grüne Wiesen, kleine Cottages und prunkvolle Landhäuser, eingezäunt von malerischen, weißen Steinwällen. Hier lebt die englische Oberklasse zurückgezogen von der Hektik Londons.
Doch dieser erste Eindruck trügt. Ausgehend vom tragischen Tod eines Fahrradfahrers entfaltet Regisseur Julian Fellowes eine Geschichte, die zunächst als Krimi beginnt und sich schließlich zu einem Beziehungsdrama wandelt.
Im Zentrum der Geschichte steht das Ehepaar James und Anne Manning, das in London lebt und einen Landsitz in Buckinghamshire besitzt.
Finanziell läuft alles gut, James ist ein erfolgreicher Anwalt und beruflich sehr eingespannt. Anne ist die gewissenhafte Hausfrau, die sich liebevoll um den Hund und die beiden Häuser kümmert. Sonntags wird Cricket gespielt und wenn James nach Hause kommt, steht das kunstvoll arrangierte Abendessen auf dem Tisch. Einen gepflegten Whisky dazu und die Welt der Mannings ist in Ordnung. Anne langweilt sich jedoch zunehmend auf dem Landsitz und beginnt deshalb eine Affäre mit Bill Bule, dem Mitglied einer angesehenen Familie der Landgesellschaft.

Eines Tages wird der Mann der Manning-Haushälterin Maggie schwer verletzt in einem Graben unweit des Anwesens gefunden und stirbt kurz darauf im Krankenhaus.
James entdeckt einen Kratzer an Bills neuem Landrover und stellt ihn zur Rede.
Nach einigem Zögern gesteht Bill die Fahrerflucht ein. Zu Hause berichtet James seiner Frau von der Unterhaltung. Sie ist geschockt, und als James damit droht, Bill anzuzeigen, gesteht Anne, dass sie den Wagen gefahren hat.
"Fuck Bill", meint James bei seiner Unterhaltung mit Anne, als sie ihm gestanden hat, dass sie den Unfallwagen fuhr. "That’s the thing. I fucked Bill, or rather he fucks me", entgegnet Anne daraufhin als ultimatives Schuldeingeständnis.
Das ist so simpel, so unspektakulär und so britisch, aber trotzdem der packendste Moment des Films.
Die Offenbarung seiner Frau zieht James den Boden unter den Füssen weg, und obwohl er gerade noch fest davon überzeugt war, dass der Schuldige sich stellen sollte, sieht für ihn die Geschichte anders aus, wenn es sich um seine eigene Frau handelt. Er liebt sie schließlich und außerdem hat er einen Ruf zu verlieren.

Diese Szene ist der Wendepunkt, von nun an entwickelt sich aus der Landidylle ein moralisches Dilemma um Schuld, Eifersucht und Liebe bei dem es keine GewinnerInnen geben kann. Dabei bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend, entwickelt sich immer wieder in neue Richtungen und überzeugt durch ungewohnte Handlungsmuster.

AVIVA-Tipp:
"Geliebte Lügen" besticht vor allem durch die Ehrlichkeit der Figuren, die sich nach und nach immer deutlicher entfaltet, und es gelingt dem Film, wahre Emotionen zu erzeugen.
Es ist eine Geschichte über Lüge, Verrat und Betrug, aber erstaunlicherweise ohne die daraus oft unweigerlich folgende Schadenfreude, Rachsucht und schwelenden Hass.
Ein scharfes, lebensnahes Portrait der britischen Upper Class, das sich durch eine intelligente Geschichte sowie herausragende DarstellerInnen auszeichnet.


Geliebte Lügen
Separate Lies

Basierend auf dem Roman "A Way through the Wood" von Nigel Balchin
Fox Searchlight Pictures, 2005
Regie: Julian Fellowes
DarstellerInnen: Emily Watson, Tom Wilkinson, Rupert Everett, Linda Bassett, Hermione Norris, David Harewood, John Neville, John Warnaby
FSK: Ab 6 Jahren
Filmlänge: 87 Minuten
Start: 23.März .2006
www.geliebteluegen-derfilm.de


Kultur Beitrag vom 14.03.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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