Bundesweite Aktionswoche gegen Rassismus vom 18. - 26.03.2006 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 17.03.2006

Bundesweite Aktionswoche gegen Rassismus vom 18. - 26.03.2006
Sharon Adler

Lesungen, Vorträge, Filme, Unterrichtsstunden, Ausstellungen und Aufführungen. Initiiert von "Gesicht Zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland e.V." in Zusammenarbeit mit dem "Interkulturellen Rat".



Ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit

1967 deklarierten die Vereinten Nationen den 21. März zum "Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus". Gesicht Zeigen! und der Interkulturelle Rat haben es sich zum Ziel gesetzt, diesen Tag bundesweit bekannter zu machen, sinnvoll zu gestalten und mehr Menschen zum mutigen Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit zu aktivieren.
Gesicht Zeigen! hat Schulen, Museen, Theater, Kinos und Jugendeinrichtungen bundesweit aufgerufen, sich den Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf unterschiedlichste Weise zu nähern. Außerdem konnte Gesicht Zeigen! Personen des öffentlichen Lebens, Schauspieler, ZeitzeugInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen sowie prominente UnterstützerInnen von Gesicht Zeigen! dafür gewinnen, sich an der Aktionswoche zu beteiligen. Für die Aktionswoche gegen Rassismus 2006 wurden bundesweit rund 200 Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Unterrichtsstunden, Ausstellungen, und Aufführungen organisiert.
Vom 18. - 26. März finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen statt, das komplette Programm finden Sie unter www.gesichtzeigen.de
Wir möchten Sie besonders folgende Veranstaltungen in Berlin aufmerksam machen:

Di, 21.03.06, 20 Uhr Filmabend zum UN-Tag gegen Rassismus
"Leben und leben lassen" von Sharon Brauner und "Berlin Beshert" von November Wanderin

In "Leben und leben lassen" interviewt die Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner PassantInnen "in freier Wildbahn". Die Reportage behandelt das Verhältnis von jüdischen und nicht jüdischen BerlinerInnen zu der Stadt, in der sie leben, und zueinander. Der Film bietet Antworten auf grundsätzliche Fragen wie "Woran glauben Sie?", "Was ist Ihr Lebensmotto?". Die Aussagen reichen von "Ich find`s cool, Jüdin zu sein" bis "An Gott glauben ist kindisch, Gott leugnen ist Wahnsinn, Gott suchen ist alles". Doch so verschieden die Statements der Interviewten sind, sie fügen sich doch zu einem sehr vertraut wirkenden Bild der Hauptstadt zusammen.

Berlin Beshert: Koschere Liebe in Berlin?
(2002 DE, 30 Min. Deutsch, Englisch und Hebräisch OF m.U.)
"Beshert" ist das jiddische Wort für `the one-and-only`. Eine temporeiche klischeebrechende Komödie, die Erwartungen bezüglich jüdischen Lebens in Berlin auf den Kopf stellt. Zwei Töchter, die eine lesbisch, die andere heterosexuell, über 30 und immer noch ohne potentielle EhepartnerInnen. Was macht die Mutter: sie ruft eine bekannte jüdische Heiratspartner-Vermittlung an! Natürlich sträuben sich beide Töchter. Sie versuchen auf ihre Weise, PartnerInnen zu finden. Dann versuchen sie es am Ende doch mit der jüdischen Partnervermittlung, denn bis Rosch Haschana will die Mutter ihre Töchter vermittelt sehen.
Und es klappt wider erwarten. Lustig, spannend, lebensnah.

(Weitere Infos: www.novemberwanderin.com)

Frau Brauner und Frau Wanderin sind anwesend und stehen im Anschluss an die beiden Kurzfilme für Fragen und Diskussion zur Verfügung.
Moderation Frau Dr. Lukrezia Jochimsen, MdB . Eintritt 4 Euro
Veranstaltungsort:
Filmtheater "die Kurbel" (nähe U-Bahnhf. Adenauerplatz -U7 und Ku`Damm)
Giesebrechtstraße 4
10629 Berlin

Mo, 20.03.06, 16 Uhr Museumsführung. Schwules Museum Berlin
Das Museum bietet im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus eine Führung durch die Dauerstellung "Selbstbewusstsein und Beharrlichkeit - 200 Jahre Schwule Geschichte" an.
Sonderpreis: 3 Euro
Schwules Museum
Mehringdamm 61
10961 Berlin
Tel.: 030-69599050

Di, 21.03.06, 19 Uhr Zeitzeugengespräch
Zeitzeugengespräch mit Eva Nickel im Rahmen des Ausstellungsprojektes
"Kinder im Versteck, Berlin 1941 – 1945"
Moderation: Beate Kosmala, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Eintritt: Freiwillige Spenden
Anne Frank Zentrum
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Tel.: 030-2888656-00

Di, 21.03.06, 17 Uhr + Fr, 24.03.06, 16 Uhr. Museumsführung. Jüdisches Museum Berlin
Das Museum bietet im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus zwei Führungen an:
"Mit Siebenmeilenstiefeln durchs Museum"
Dieser Rundgang sucht exemplarische Orte und Themen der Ausstellung
"Zwei Jahrtausende Deutsch-Jüdische Geschichte" auf und zeigt den langen Weg vom diskriminierenden Status des "Schutzjuden" zum gleichberechtigten Staatsbürger. Herausragende und charakteristische Ausstellungsobjekte werden dabei in ihrem kulturhistorischen Kontext präsentiert und verweisen auf den Antisemitismus der jeweiligen Epoche.
Die Führungen sind kostenfrei. Wer teilnehmen möchte, muss sich an der Hauptkasse melden. Der Eintritt für das Museum kostet 5 Euro bzw. 2,50 Euro ermäßigt.
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Tel.: 030-25993300

Mi, 22.03.06, 17 Uhr Führung. Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
"Den Opfern einen Namen geben"
Öffentliche Führung durch das Stelenfeld und den Ort der Information
Treffpunkt: Fahrstuhl an der Ecke/Hannah-Arendt/Cora-Berliner-Straße
Anmeldung erwünscht: 26 39 43 36
Führung und Eintritt sind frei

Weitere Informationen:
Gesicht Zeigen!
Aktion weltoffenes Deutschland e.V.
Kurfürstendamm 178/179
10707 Berlin
Tel: 030 - 280 44 786
www.gesichtzeigen.de

Kultur Beitrag vom 17.03.2006 Sharon Adler 

   




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